{"id":183404,"date":"2006-10-18T11:12:52","date_gmt":"2006-10-18T09:12:52","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2006\/10\/18\/die-elektrische-in-bildern-uebergemeindliches-nahverkehrsmodell-damals-ein-marktrenner\/"},"modified":"2006-10-18T11:12:52","modified_gmt":"2006-10-18T09:12:52","slug":"die-elektrische-in-bildern-uebergemeindliches-nahverkehrsmodell-damals-ein-marktrenner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2006\/10\/18\/die-elektrische-in-bildern-uebergemeindliches-nahverkehrsmodell-damals-ein-marktrenner\/","title":{"rendered":"Die ELEKTRISCHE in Bildern: \u00fcbergemeindliches Nahverkehrsmodell damals ein Marktrenner"},"content":{"rendered":"<div class=\"\"a_titel\"\">Bis 26. Oktober ist die Wanderausstellung an ihrer letzten Etappe in der Untermaiser Berufsschule f\u00fcr das Publikum zug\u00e4nglich.<br \/>Die Schau l\u00e4sst die Trambahn Lana \u2013 Meran, die erste \u201eElektrische\u201c S\u00fcdtirols Revue passieren<\/div>\n<div class=\"\"a_text\"\">100 Jahre sind Grund genug, um geb\u00fchrend Geburtstag zu feiern. Die erste Elektrische Strassenbahn S\u00fcdtirols, die Lana an das zur internationalen Kurstadt aufstrebende Meran angeschlossen hat, tut dies mit einer Jubileumsausstellung, die von Albert Innerhofer vom Heimatpflegeverein Lana und Werner Schr\u00f6ter vom Tiroler Eisenbahnarchiv zusammengestellt wurde. Die Schau, die vom Kuratorium unterst\u00fctzt wird, l\u00e4sst die Trambahn Lana \u2013 Meran, die erste \u201eElektrische\u201c S\u00fcdtirols Revue passieren <\/p>\n<p>In ihrem Konzept ein typisches \u00fcbergemeindliches Nahverkehrsmodell war die elektrische Trambahn sofort ein Marktrenner und verkehrstechnische Pionierleistung. Die Bahntrasse begann in Lana, verlief parallel zur neu erbauten Strasse durch Tscherms und weiter an Marling vorbei zur Etsch, die sie auf einer Eisen-Br\u00fccke \u00fcberquerte. Anschlie\u00dfend kreuzte sie die Bozen \u2013 Meraner \u2013 Bahn, verlief \u00fcber die damals noch unverbauten Wiesengr\u00fcnde von Untermais, um schlie\u00dflich \u00fcber die heutige Theaterbr\u00fccke zum Meraner Theaterplatz zu gelangen. Trotz anf\u00e4nglichen Widerstands wegen der hohen Investitionskosten &#8211; das Projekt wurde bei einer Volksabstimmung 1905 von der Lananer Bev\u00f6lkerung versenkt- gelang es schlie\u00dflich dem Bahnbaukonsortium um Rechtsanwalt Jakob K\u00f6llensberger, den sp\u00e4teren Seilbahnpionier Ing. Luis Zuegg, Gro\u00dfh\u00e4ndler Martin L\u00f6sch, den Hotelier Franz Stauder und den Bauunternehmer Anton Guschelbauer, vom k. k. Eisenbahnministerium die Konzession f\u00fcr Bau und Betrieb der Bahn zu erhalten. Am 20. J\u00e4nner 1906 erfolgte durch das k. k. Ministerium des Inneren in Wien die Bewilligung zur Gr\u00fcndung der AG unter dem Namen \u201eElektrische Bahn Lana \u2013 Meran\u201c.<br \/>Nach nur 8monatiger Bauzeit konnte am 11. August 1906 die Trambahn Lana \u2013 Meran als erste elektrische Bahn S\u00fcdtirols ihre Er\u00f6ffnungsfahrt antreten. <br \/>Die Z\u00fcge verkehrten bequem im Halb-Stunden-Takt mit gleichzeitigen Abfahrten von Lana und Meran. Die Fahrzeit betrug 26 Minuten und war wegen der geringen Betriebskosten besonders g\u00fcnstig. Das Meraner High life liess es sich nicht nehmen, die wildromantische Gaulschlucht zu erkunden oder direkt in den S\u00fcdtiroler Obstgarten zu fahren. Ein Novum war auch der Kundendienst der Bahn: \u201eTheaterz\u00fcge\u201c brachten die Theaterbesucher nach Ende der Vorstellung vom Theaterplatz nach Lana zur\u00fcck. Die Trambahn erfreute sich schon bald gro\u00dfer Beliebtheit und wurde zum treibenden und belebenden Wirtschaftsfaktor des Burggrafenamtes. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges setzte dieser Entwicklung einstweilen ein j\u00e4hes Ende. Nach 1920 begann wieder ein Aufw\u00e4rtstrend, im Zuge der 30-Jahr-Feiern am 11. August 1936 lobte man noch allseits dieses \u00f6ffentliche Verkehrsmittel. Am 8. Mai 1950 allerdings wurde der Betrieb, aufgrund der technischen Entwicklung dieser Zeit, schon eingestellt.. <br \/>Projektant und Betriebsleiter der Trambahn Lana \u2013 Meran, sowie des Kraftwerkes in der Gaulschlucht war Ing. Luis Zuegg. Der Fuhrpark der Bahn bestand 1906 aus 3 Motorwagen und 2 Anh\u00e4ngewagen f\u00fcr Personenbef\u00f6rderung mit einer Fahrzeugkapazit\u00e4t von jeweils 40 Personen. Die Bahn wurde mit 600 Volt Gleichstrom betrieben. Diesen lieferten 2 Maschinens\u00e4tze zu je 120 PS im Kraftwerk Lana, bei intensiver Nutzung setzte eine Pufferbatterie mit Bleiakkumulatoren ein.<br \/>Die Spurweite betrug 1000 mm auf einer Streckenl\u00e4nge von 7,6 km bei einer maximalen Steigung von 3,3 %. <\/p>\n<p>Die Ausstellung hat nicht nur den Anspruch einer Retrospektive, sondern sie ist vielleicht mehr noch Impuls und Anstoss f\u00fcr die Entwicklung eines neuen, zeitgem\u00e4ssen und umweltfreundlichen Schienen-Nahverkehrskonzepts, das den gewachsenen Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnissen der Bev\u00f6lkerung entspricht. <\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis 26. Oktober ist die Wanderausstellung an ihrer letzten Etappe in der Untermaiser Berufsschule f\u00fcr das Publikum zug\u00e4nglich.Die Schau l\u00e4sst die Trambahn Lana \u2013 Meran, die erste \u201eElektrische\u201c S\u00fcdtirols Revue passieren 100 Jahre sind Grund genug, um geb\u00fchrend Geburtstag zu feiern. 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