{"id":183428,"date":"2006-10-24T00:10:21","date_gmt":"2006-10-23T22:10:21","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2006\/10\/24\/zeittafel-die-suedtiroler-bahngeschichte-in-zahlen\/"},"modified":"2006-10-24T00:10:21","modified_gmt":"2006-10-23T22:10:21","slug":"zeittafel-die-suedtiroler-bahngeschichte-in-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2006\/10\/24\/zeittafel-die-suedtiroler-bahngeschichte-in-zahlen\/","title":{"rendered":"Zeittafel &#8211; Die S\u00fcdtiroler Bahngeschichte in Zahlen"},"content":{"rendered":"<p>1825 <br \/> f\u00e4hrt die erste Eisenbahn in Gro\u00dfbritannien (Stevenson).<\/p>\n<p> 1832 <br \/> erste Eisenbahnlinie der \u00d6sterreichischen Monarchie zwischen Linz und Budweis, von Zugtieren bewegt.<\/p>\n<p> 1837<br \/> Luigi von Negrelli wird mit dem Entwurf f\u00fcr die Eisenbahnlinie Innsbruck-Kufstein beauftragt.<\/p>\n<p> 1838<br \/> Die Bahnlinie M\u00fcnchen-Triest wird vorgeschlagen. Sie soll als Pferdebahn \u00fcber den Brenner verlaufen.<\/p>\n<p> 1841<br \/> In Wien wird die Generaldirektion der \u00d6sterreichischen Staatsbahn eingerichtet<\/p>\n<p> 1846<br \/> Gr\u00fcndung einer Gesellschaft f\u00fcr den Bau einer Eisenbahnlinie Verona-Trient-Bozen-Innsbruck-Kufstein unter Beteiligung der \u00f6sterreichischen Regierung.<\/p>\n<p> 1848<br \/> Luigi von Negrelli leitet die Oberdirektion dieser Linie mit Sitz in Verona<\/p>\n<p> 1851<br \/> Vertrag \u00d6sterreich-Bayern zum Bau der Eisenbahnverbindung beider Staaten. \u00d6sterreich verpflichtet sich zum Bau der Linien Kufstein-Innsbruck und Verona-Bozen und zu Untersuchungen f\u00fcr die Brennerstrecke.<\/p>\n<p> 1853<br \/> Nach den Pl\u00e4nen von Carlo Ghega beginnt der Bau der Strecke Kufstein-Innsbruck.<\/p>\n<p> 1854<br \/> Luigi von Negrelli vergibt die Bauauftr\u00e4ge f\u00fcr die Strecke Verona-Bozen.<\/p>\n<p> 1858<br \/> Fertigstellung der Strecke Kufstein-Innsbruck<\/p>\n<p> 1859<br \/> Fertigstellung der Strecke Verona-Bozen<\/p>\n<p> 1861<br \/> Karl von Etzel beginnt mit den Erhebungen f\u00fcr die Brennerstrecke.<\/p>\n<p> 1862<br \/> Die 1859 gegr\u00fcndete K.K. Privilegierte S\u00fcdliche Staats-Lombardische-Venetianische und Centralitalienische Eisenbahngesellschaft wird in die K.K. Privilegierte S\u00fcdbahn Gesellschaft umgewandelt.<\/p>\n<p> 1863<br \/> Der Entwurf Etzels f\u00fcr die Brennerbahnlinie wird genehmigt.<\/p>\n<p> 1864<br \/> Am 23. Februar beginnt der Bau der Brennerbahnstrecke. Am 23. November erleidet Karl von Etzel einen Schlaganfall und mu\u00df alle seine \u00c4mter niederlegen. Er stirbt am 2. Mai. 1865.<\/p>\n<p> 1866<br \/> 14 000 Italienische Arbeiter m\u00fcssen wegen des Krieges zwischen Italien und \u00d6sterreich die Baustelle verlassen. Am 21. Dezember: Durchstich des Pflerscher Tunnels.<\/p>\n<p> 1867<br \/> Am 18. Mai findet die erste Probefahrt zwischen Innsbruck und Bozen statt. Im August wird die Strecke f\u00fcr den Personen und G\u00fcterverkehr freigegeben.<\/p>\n<p> 1866<br \/> Nach dem Verlust Venetiens f\u00fcr \u00d6sterreich wird eine neue Verbindung Wien-S\u00fcdtirol dringend erforderlich: Beginn des Baus der Pustertalbahn durch die K.K. Privilegierte S\u00fcdbahn Gesellschaft.<\/p>\n<p> 1871<br \/> Die Verbindung durch das Pustertal von Franzensfeste \u00fcber Lienz-Villach nach Maribor wird fertiggestellt.<\/p>\n<p> 1881<br \/> Er\u00f6ffnung der Strecke Bozen \u2013Meran.<\/p>\n<p> 1889<br \/> Bau einer neuen Eisenbahnbr\u00fccke bei Auer \u00fcber die Etsch.<\/p>\n<p> 1898 <br \/> Er\u00f6ffnung der Linie Bozen-Kaltern.<\/p>\n<p> 1905<br \/> Der italienische Staat \u00fcbernimmt den Betrieb aller Eisenbahnen. Die \u201cAzienda Autonoma delle Ferrovie dello Stato (FS)\u201d wird gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p> 1906<br \/> Eine Teilstrecke durch das Vinschgau von Meran nach Mals wird fertiggestellt. Die angestrebte Verbindung mit der Schweiz oder nach Landeck wird nie realisiert.<\/p>\n<p> 1907<br \/> Die gemischte Zahnrad- und Adh\u00e4sionsbahn von Bozen auf den Ritten wird in Betrieb genommen. Zugleich entwickelt sich ein Stra\u00dfenbahnnetz in Bozen und von Bozen mit den umliegenden Orten.<\/p>\n<p> 1908<br \/> Er\u00f6ffnung der Bahnlinie Bruneck-Sand in Taufers<\/p>\n<p> 1915<br \/> Am 24. Mai tritt Italien in den ersten Weltkrieg ein. Danach veranlassen Italien und \u00d6sterreich den Ausbau bzw. die Modernisierung ihre Streckennetze und Bahnh\u00f6fe in Grenzn\u00e4he.<br \/> In \u00d6sterreich verlegt man aus milit\u00e4rischen Gr\u00fcnden die Linien von Toblach ins H\u00f6hlensteintal, die Linie Klausen nach Plan (1916) und die Linie Auer\u2013Predazzo (1918). Auch die Verbindung von Mals nach Landeck wird begonnen, jedoch nicht mehr fertiggestellt.<br \/> 1919<br \/> Gem\u00e4\u00df dem vertrag von St.Germain wird die italienische Staatsgrenze an den Brenner verlegt und die italienische Staatsbahn FS \u00fcbernimmt den Betrieb der S\u00fcdbahn und Staatsbahn.<\/p>\n<p> 1922<br \/> Bau des \u201eStern\u201c am Brenner f\u00fcr das Wenden der Lokomotiven.<\/p>\n<p> 1923<br \/> Die Linie Brenner-Verona ist zweigleisig ausgebaut.<\/p>\n<p> 1924<br \/> Pl\u00e4ne f\u00fcr die Verlegung des Bahnhofs Bozen. Entscheidung f\u00fcr einen Umbau durch den r\u00f6mischen Architekten Angiolo Mazzoni, der auch in den folgenden Jahren eine Reihe von Wohngeb\u00e4uden entlang der Brenner- und Pustertalerstrecke errichtet. Franzensfeste erh\u00e4lt ein neues Lokomotivdepot \u2013 daf\u00fcr wird ein Berghang abgetragen.<\/p>\n<p> 1925<br \/> Genehmigung der Ausbaupl\u00e4ne Mazzonis f\u00fcr den Grenzbahnhof Brenner.<\/p>\n<p> 1927<br \/> Die Bahnh\u00f6fe Auer, Branzoll, Brixen und Sterzing werden auf Anordnung der italienischen Milit\u00e4rbeh\u00f6rden im G\u00fcterbereich ausgebaut.<\/p>\n<p> 1928<br \/> Der umgebaute Bahnhof Bozen wird er\u00f6ffnet. Beginn des Baus eines Lokomotivdepots. Umstellung der Strecke Brenner-Bozen auf Drehstrom.<\/p>\n<p> 1930 <br \/> Fertigstellung des neuen Hauptgeb\u00e4udes am Brenner.<\/p>\n<p> 1935<br \/> Die Strecke Trient-Bozen wird auf Drehstrom umgestellt.<\/p>\n<p> 1937<br \/> Er\u00f6ffnung des Geb\u00e4udes zwischen den Hauptgeleisen im Bahnhof Brenner.<\/p>\n<p> 1939 <br \/> Die Bauarbeiten zum Staudamm in Franzensfeste mit Kraftwerk zur Elektrizit\u00e4tsversorgung der Bahn werden begonnen und im November 1940 fertiggestellt.<\/p>\n<p> 1940<br \/> Kriegseintritt des faschistischen Italiens an der Seite Nazi-Deutschlands in den zweiten Weltkrieg. Am 21. November erster Bombenangriff auf den Bahnhof Porta Nuova in Verona.<\/p>\n<p> 1943<br \/> Bombardierung Bozens. Nach dem Waffenstillstand zwischen Italien und den Alliierten am 8. September werden die Provinzen Bozen, Belluno und Trient zur Operationszone Alpenvorland erkl\u00e4rt. <\/p>\n<p> 1940-45<br \/> Insgesamt werden 282 Luftangriffe auf die Brennerachse geflogen \u2013 diese wird damit zur meist bombardierten Eisenbahnstrecke des zweiten Weltkrieges.<\/p>\n<p> 1945<br \/> Am 21. M\u00e4rz wird der nochmals Brenner schwer bombardiert.<br \/> Ende Juni wird der Verkehr auf der Brennerstrecke wieder aufgenommen.<\/p>\n<p> 1946<br \/> Der Vertrag De Gasperi \/ Gruber vom 5. September gew\u00e4hrleistet die freie Durchreise f\u00fcr Personen und G\u00fcter zwischen Nord- und Osttirol.<\/p>\n<p> 1951<br \/> Die Bahnh\u00f6fe von Franzensfeste und Brenner werden modernisiert und vor allem f\u00fcr Viehtransporte erweitert.<\/p>\n<p> 1953<br \/> Die neue Planungsphase f\u00fcr die Brennerquerung beginnt mit dem Vorschlag August Dresslers. Weitere Entw\u00fcrfe werden die Diskussion bis zum Beschluss zum Bau des Brennerbasistunnels im Jahre 2003 jahrzehntelang bestimmen und zum Ausdruck der Schwerf\u00e4lligkeit der Politik und Bahnorganisationen in Italien, \u00d6sterreich und Deutschland werden.<\/p>\n<p> 1960<br \/> Schlie\u00dfung der Bahn in das Gr\u00f6dnertal.<\/p>\n<p> 1961<br \/> Schlie\u00dfung der Bahnlinie Meran \u2013 Mals im Vinschgau<\/p>\n<p> 1963<br \/> Schlie\u00dfung der Linie Auer \u2013 Predazzo.<\/p>\n<p> 1984<br \/> Beginn wichtiger betriebstechnischer Neuerungen auf der Linie Brenner\u2013Verona. Vier neue Streckenabschnitte werden geplant, darunter der neue Tunnel im Pflerschtal und die Tunnel zwischen Waidbruck \u2013 Blumau \u2013 Kardaun (Fertigstellung 2001).<\/p>\n<p> 1985-88<br \/> Elektrifizierung der Pustertaler Bahnlinie<\/p>\n<p> 2003<br \/> Leihweise \u00dcbergabe von 21 Bahnh\u00f6fen zur Nutzung durch die betreffenden Gemeinden.<\/p>\n<p> 2004<br \/> Wiederer\u00f6ffnung der Vinschgauer Bahnstrecke.<\/p>\n<p> 2004<br \/> Nach langen Verhandlungen vereinbaren Italien, \u00d6sterreich und Deutschland die Finanzierung und den Bau des \u201eBrennerbasistunnels\u201c \u2013 einer Tunnelverbindung von ca. 64 km L\u00e4nge zwischen Innsbruck und Franzensfeste. Die Fertigstellung soll im Jahr 2008 sein.<\/p>\n<p> 2004<br \/> Im Gespr\u00e4ch ist eine direkte Gleisverbindung M\u00fchlbach-Brixen um eine bessere Anbindung des Pustertales mit der Bahn an Bozen zu erreichen.<\/p>\n<p> Andreas Gottlieb Hempel<br \/> Prof. Dipl.-Ing. Architekt BDA<\/p>\n<p> Brixen, im Juli 2004<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1825 f\u00e4hrt die erste Eisenbahn in Gro\u00dfbritannien (Stevenson). 1832 erste Eisenbahnlinie der \u00d6sterreichischen Monarchie zwischen Linz und Budweis, von Zugtieren bewegt. 1837 Luigi von Negrelli wird mit dem Entwurf f\u00fcr die Eisenbahnlinie Innsbruck-Kufstein beauftragt. 1838 Die Bahnlinie M\u00fcnchen-Triest wird vorgeschlagen. 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