{"id":183480,"date":"2003-09-05T22:56:52","date_gmt":"2003-09-05T20:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2003\/09\/05\/musikalisches-feuerwerk-im-e-werk\/"},"modified":"2003-09-05T22:56:52","modified_gmt":"2003-09-05T20:56:52","slug":"musikalisches-feuerwerk-im-e-werk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2003\/09\/05\/musikalisches-feuerwerk-im-e-werk\/","title":{"rendered":"Musikalisches Feuerwerk im E-Werk"},"content":{"rendered":"<p>Technik-Juwel in Kardaun ist am 15. November 2003 Schauplatz eines Musik-Events mit S\u00fcdtiroler Starbesetzung.  Auf den technikgeschichtlich einmaligen Kraftwerksbau am Eingang des Eggentals, in dem die Etschwerke zum Jahreswechsel 2004 grosse Umbauarbeiten planen, soll mit einem Musik-Event der ganz besonderen Art aufmerksam gemacht werden. Ein Musikereignis mit Starbesetzung soll in einem interessanten und ungewohnten Rahmen neue Akzente setzen und das \u00f6ffentliche Bewusstsein f\u00fcr die Erhaltung des technischen Kulturguts sch\u00e4rfen und sensibilisieren. Drei S\u00fcdtiroler Soprane werden mit Klavierbegleitung aus ihrem Repertoire vortragen. F\u00fcr die Initiative gewonnen werden konnten die in Wien lebende Milena Rudiferia, die auf eine Traumkarriere zur\u00fcckblicken kann und die beiden ebenfalls aus Gr\u00f6den geb\u00fcrtigen international renomierten K\u00fcnstlerinnen Manuela Demetz und Sabina Willeit. Geplant ist ausserdem durch eine absolut innovative Lichtgestaltung der Darbietung eine ganz neue Note zu verleihen. F\u00fcr die Lichtinstallationen konnte der weltbekannte Lichtplaner Dieter Bartenbach aus Tirol gewonnen werden (derzeit u.a. Lichtplaner f\u00fcr den Flughafen von Singapur). Trotz der vielen Termine hat es Bartenbach in die Eggentaler Schlucht gezogen, da &#8222;&#8220;Licht und Raum bereits beim ersten Lokalaugenschein eine magische Ausstrahlungskraft ausge\u00fcbt haben&#8220;&#8220;. &#8222;&#8220;Die durch das Licht entmaterialisierte Wandfl\u00e4che nimmt eine spektrale Farbmischung auf, reflektiert sie auf die Zuschauer und wird sich in einem vorgegebenen Zeitrahmen um Nuancen ver\u00e4ndern&#8220;&#8220;, erkl\u00e4rt Bartenbach sein Projekt. F\u00fcr die architektonische Adaptierung, vom raffinierten B\u00fchnenaufbau bis zur Medienwand, zeichnet der S\u00fcdtiroler Architekt Markus Scherer verantwortlich. Bereits bei der Planung wird darauf geachtet, dass kein einziger Eingriff erfolgt, der den historischen Bau beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnte. &#8222;&#8220;Ein Stahlrahmen mit einer begehbaren Fl\u00e4che aus Glas (6x4m), von Seilen in Schwebe gehalten wird zur B\u00fchne. Die Lichtwand aus Reinstaluminium wird zum Hintergrund ausgeleuchtet mit wechselnden Farbt\u00f6nen. Der Raum bleibt ansonsten unangetastet. Die Besucher sitzen auf St\u00fchlen aufgestellt in den Fl\u00e4chen zwischen den Turbinen.&#8220;&#8220; Das Arien-Programm aus der Operwelt inspiriert sich an den durch das E-Werks-Szenario vorgegebenen Themen: Wasser, Kraft, Energie, Urgewalten, die sich organisch .durch den Abend ziehen. Neben der musikalischen Performance sind k\u00fcnstlerisch interessante Aussen-Projektionen auf die umliegenden steil aufragenden Felsw\u00e4nde vorgesehen. Die Spezialeinheit der Feuerwehr ist in der Lage anhand besonderer Spr\u00fchtechnik das Abwasser vom Kraftwerk so einzusetzen, dass eine ?Wasser-Filmleinwand? &#8211; ein sogenannter Hydroschild- entsteht, der mit themenbezogenen, historischen Videos von Fritz Pichler, Rai (Schliessung der alten Eggentlastrasse u.a.) bespielt wird. Die Initiative, die zum Themenparcour der grenz\u00fcberschreitende Technikkulturmeile Nord-S\u00fcd geh\u00f6rt, soll selbstverst\u00e4ndlich grosse Ausstrahlung haben und mit entsprechenden Promotion-Massnahmen f\u00fcr das Virtuellen Museums medial aufbereitet werden. Eine Publikation, die aus historischer Sicht das Kraftwerk dokumentiert und die Initiative in einen zeitkritischen, aktuellen Rahmen setzt, ist ebenfalls in Vorbereitung. In der Nachlese wird das Musikevent von Inga Hosp in einem Essays festgehalten. Ebenso realisiert werden der Mitschnitt f\u00fcr die Filmdokumentation sowie die Aufzeichnung einer CD. Dass das Musikereignis auf Glas in einem so ungewohnten Ambiente \u00fcberhaupt m\u00f6glich gemacht wird, ist auf ein neues Kulturverst\u00e4ndnis der Etschwerke zur\u00fcckzuf\u00fchren. Laut Direktor Siegfried Tutzer stehen die Etschwerke der Initiative des Kuratoriums sehr offen gegen\u00fcber, bietet sich dadurch auch die Glegenheit der \u00d6ffentlichkeit die Tore zum &#8222;&#8220;Kraftraum der Technik&#8220;&#8220; zu \u00f6ffnen. Auch nach dem Event soll die Medienwand f\u00fcr Besucher eine besondere Attraktion sein: Farben h\u00f6ren und Kl\u00e4nge sehen am Ursprungsort der Energie. Die Technikkulturmeile Nord S\u00fcd ist das Herzst\u00fcck des virtuellen Museums f\u00fcr Technikkultur. Mit dem Museumsprojekt ist das Kuratorium f\u00fcr technische Kulturg\u00fcter von der S\u00fcdtiroler Landesregierung beauftragt worden. Die &#8222;&#8220;Weltpremiere&#8220;&#8220; in einem ungewohnten Rahmen kann im Internet live mitverfolgt werden. Identikit des Wasserkraftwerks: Das &#8222;&#8220;Kraftwerk Bozen&#8220;&#8220;, am Eingang des Eggentals, wird vom Eggentaler -Bach gespeist. Um die Jahrhundertwende wurde das Kardauner Werk 1901 von den Gemeinden Gries und Zw\u00f6lfmalgrein in einj\u00e4hriger Bauzeit erbaut , bei Zusammenlegen der Gemeinden ist das Werk auf die Etschwerke 1928 \u00fcbergegangen. Die Produktion betr\u00e4gt 18 Millionen KW\/H; damit kann vergleichsweise eine gr\u00f6ssere Gemeinde von 15.000 Einwohnern versorgt werden. Zur Anlage geh\u00f6rt ein kleiner Stausee dazu, das Wasser fliesst von dort durch einen 2 km langen Stollen im Berg in die Druckleitung zum Kraftwerk. Das Wasser wird z. Teil auch f\u00fcr Beregnungszwecke verwendet. (Karneid, Unterganzner) Zur technischen Ausstattung geh\u00f6ren zwei Pelton-Turbinen aus der Zwischenkriegszeit und alte Messger\u00e4te; Die alte Druckleitung soll n\u00e4chstes Jahr ausgetauscht werden. Das Wasserschloss ist ebenfalls veraltet. Im Zuge der Wartungsarbeiten sollen die Maschinen ersetzt werden; das Kraftwerk wird von innen v\u00f6llig anders ausschauen. Aus technikgeschichtlicher Sicht ist das Kleinkraftwerk ein architektonisches Juwel und z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten Kraftwerksbauten S\u00fcdtirols, im Raum Bozen ist es das \u00e4lteste. Das Bauwerk besteht aus handbehauenen Steinquadern und weist die selbe Bauweise auf, wie die denkmalgesch\u00fctzten Kraftwerke der Etschwerke auf der T\u00f6ll bei Meran oder in Schnals. Weiterf\u00fchrende Informationen unter www.ae-ew.it &#8212;&#8211; Original Message &#8212;&#8211;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Technik-Juwel in Kardaun ist am 15. November 2003 Schauplatz eines Musik-Events mit S\u00fcdtiroler Starbesetzung. Auf den technikgeschichtlich einmaligen Kraftwerksbau am Eingang des Eggentals, in dem die Etschwerke zum Jahreswechsel 2004 grosse Umbauarbeiten planen, soll mit einem Musik-Event der ganz besonderen Art aufmerksam gemacht werden. 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