{"id":183553,"date":"2005-08-02T07:49:00","date_gmt":"2005-08-02T05:49:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2005\/08\/02\/technik-drehscheibe-virtuelles-museum-aufwertung-und-erschliessung-technikgeschichtlicher-highlight\/"},"modified":"2005-08-02T07:49:00","modified_gmt":"2005-08-02T05:49:00","slug":"technik-drehscheibe-virtuelles-museum-aufwertung-und-erschliessung-technikgeschichtlicher-highlight","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2005\/08\/02\/technik-drehscheibe-virtuelles-museum-aufwertung-und-erschliessung-technikgeschichtlicher-highlight\/","title":{"rendered":"Technik-Drehscheibe Virtuelles Museum: Aufwertung und Erschliessung technikgeschichtlicher Highlight"},"content":{"rendered":"<p>Kuratorium zieht anl\u00e4sslich der Jahresvollversammlung bei der Kugel auf Hochfrangart Bilanz \u00fcber die T\u00e4tigkeit  Dank der bew\u00e4hrten p\u00e4dagogisch-didaktischen Zusammenarbeit mit Schulen, der Pionierarbeit und Informationst\u00e4tigkeit ist es gelungen, am Aufh\u00e4nger des Technikmuseums im Internet einige der l\u00e4ngs des S\u00fcdtiroler Fahrradnetzes angesiedelten, potentiellen Technikschaupl\u00e4tze zu sichern, dokumentieren und aufzuwerten. Die Idee f\u00fcr diesen Museumspfad per Fahrrad wurde anhand eines von der Fakult\u00e4t f. Design und K\u00fcnste erarbeiteten Leitsystems veranschaulicht. Von den 32, in einer ?Hitliste? zusammengefassten Schaupl\u00e4tzen wurden einige schwerpunktartig ausgew\u00e4hlt. In einem handlichen Themen-Wegweiser werden die Technikdenkm\u00e4ler bildhaft dargestellt und beschrieben. In Zusammenarbeit mit dem Sender Bozen ist geplant, in Kurzdokumentationen die verschiedenen Kulturg\u00fcter auszuleuchten und in ihrer zeitgeschichtlichen Bedeutung zu erfassen. Pr\u00e4sident Klaus Kemenater verwies auf die erfolgreiche T\u00e4tigkeit des Kuratoriums, das im abgelaufenen Jahr wesentliche Aufbauarbeit geleistet hat; die verschiedenen Sammlungsschwerpunkte (Kraftwerke, Eisenbahnen, historische Zweckbauten, Bergbahnen) wurden weiter ausgebaut. Die Erhebungskriterien und damit die Benutzerfreundlichkeit f\u00fcr den virtuellen Museumsbesucher wurden weiter optimiert, erg\u00e4nzte Witti Mitterer, die das Projekt betreut. Das Internetmuseum bedient \u00fcber die drei Zugangsschienen Historie, Geografie und Technik verschiedene Zielgruppen, wie wissenschaftlich Interessierte, Jugendliche sowie Touristen und Familienausfl\u00fcgler. Ein gro\u00dfer Publikumserfolg war die in Zusammenarbeit mit Enel organisierte Ausstellung ?Megawatt &#038; Widerstand \/ Megawatt &#038; Resistenze?, die von Dezember 2004 bis M\u00e4rz 2005 im Eisackkraftwerk in Kardaun lief. Geboten wurde erstmals Einblick in die Kraftwerkshallen und in den bisher unerschlossenen Bildbestand der Meisterfotografen Pedrotti gewinnen. Die Landesabteilung Wasser und Energie bereicherte die Initiative um beindruckende historische Kraftwerkspl\u00e4ne aus den fr\u00fchen Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts. Begleitend zur Ausstellung ist im Athesia ? Verlag eine Publikation mit einmaligen Zeitzeugenhinterfragungen, umfangreichem Bild- und wissenschaftlichem Quellenmaterial entstanden. Ebenso gepunktet hat das Kuratorium mit einer Open-Day-Veranstaltung in den Etschwerke-Kraftwerken am Eingang des Eggentals und auf der T\u00f6l bei Meran unter dem Motto &#8222;&#8220;Sch\u00fcler f\u00fchren Sch\u00fcler &#8211; Energie verstehen&#8220;&#8220;. Zu einem kleinen Wahrzeichen ist inzwischen das Turbinendenkmal am Portal der Bozner Industriezone geworden. Die ausrangierte Turbine war in Zusammenarbeit mit Schulen und Edison restauriert und k\u00fcnstlerisch adaptiert worden. In Weiterf\u00fchrung der Initiativen des Kuratoriums zur Erhaltung der S\u00fcdtiroler Bahnh\u00f6fe, ein in seiner Geschlossenheit einzigartiges Ensemble im europ\u00e4ischen Kulturraum, wurde an einem Modell gezeigt, wie die historische Bausubstanz zumindest im Kern, als Schaufenster f\u00fcr vorbildhaften Ensembleschutzes, erhalten, gegen Vandalen gesichert und aufgewertet werden kann. Intensiv gearbeitet wird derzeit an der Bespielung der ausgew\u00e4hlten Technikschaupl\u00e4tze, die durch kleine &#8222;&#8220;Kunstgriffe&#8220;&#8220; einer am Kuratorium angesiedelten Planungsgruppe \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich und erlebbar gemacht werden. Durch ansprechende Informationen und Gestaltung soll technisches Kulturgut erschlossen werden. So das kleine Etschwerke-Kraftwerk am Eingang der wildromantischen Eggentaler Schlucht: der Maschinenraum wird durch einen Glaserker f\u00fcr den Besucher erlebbar, ohne dabei die Funktionsabl\u00e4ufe im E-Werk zu st\u00f6ren. Die spezielle Atmosph\u00e4re im Inneren des Kraftwerks wird durch eine Lichtinszenierung unterstrichen. Das Kraftwerk in der Sachsenklemme soll in den Radparcours miteinbezogen werden und unbemannt, per Knopfdruck die einzelnen Abl\u00e4ufe der Energiegewinnung und -umwandlung aufzeigen. Kleinere Restaurierungsarbeiten werden von der Berufsschule Brixen absolviert, gr\u00f6\u00dfere Arbeiten werden von einer Baufirma in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Franzensfeste \u00fcbernommen. Arch. Scherer und Ing. Starke wurden mit der Planung betraut. Bei der aufgelassenen Kastelruther Haltestelle ist eine Servicestation f\u00fcr Radfahrer geplant, ein translucider Container , der in die Flusslandschaft ragt, soll \u00fcber Br\u00fccke, Kleinbahnhof und gegen\u00fcberliegende Zyklopenmauer Informationen anbieten und zu einer neuen Form des Sehens und Erlebens anregen. Historische Kornmaschinen \u00fcber Apfelb\u00e4umen sollen in Partschins an die vergangene ?Kornkammer Vinschgaus? erinnern. Brennpunkt Brenner: In Zusammenarbeit mit dem Institut f\u00fcr Baugeschichte der Universit\u00e4t Innsbruck wurde das Brennergebiet vermessen und von Christoph Lackner fotografisch erfasst. Im Adambr\u00e4u in Innsbruck werden 12 Stationen in einer Ausstellung gezeigt. Inhalt ist der Brenner als Grenzstation (mit Hauptaugenmerk auf die Zwanziger und Sechziger Jahre), Markstein f\u00fcr den aufkommenden v. a. deutschen Tourismus in den fr\u00fchen Sechziger Jahren, Beginn des Brennerautobahnabschnittes usw. Die Ausstellung, die gegen Jahresende er\u00f6ffnet werden soll, wird von einer Publikation begleitet. Die Dokumentation sollte dazu beitragen, am Brenner Alt und Neu zu integrieren ? statt vereinzelt leider bereits angelaufener Abbrucharbeiten ohne wohl\u00fcberlegtes Konzept. Die kreative Einbeziehung von typischen Bauten und Zeitzeugnissen der Grenze st\u00f6\u00dft inzwischen n\u00e4mlich auch deshalb auf Zustimmung, weil sie der EU-gef\u00f6rderten Neubelebung des Brenner ein unverwechselbares Markenzeichen verleihen w\u00fcrde. Im Rahmen eines Interreg ? Projektes soll im Sp\u00e4tsommer der Starschuss f\u00fcr den Aufbau einer Dokumentationsstelle f\u00fcr Zeitgeschichte, Didaktik und Museumsanimation fallen. Schwerpunkt dieses Projektes ist die Erfassung und Vermittlung von zeitgeschichtlich relevantem Ton- und Bildmaterial. Projektpartner f\u00fcr S\u00fcdtirol sind das Amt f\u00fcr Audiovisuelle Medien und das S\u00fcdtiroler Landesarchiv. Bei der anschlie\u00dfenden Diskussion regt Dr. R\u00f6ssler an, sich Gedanken \u00fcber den Erhalt alter Bauernh\u00f6fe zu machen. Es w\u00e4re sinnvoll und notwendig, bei Um- bzw. Zubauten, die historische Bausubstanz in die neue zu integrieren und Richtlinien auszuarbeiten um eventuellen Bauspekulationen zuvorzukommen. Arch. Scherer begr\u00fc\u00dft diesen Vorschlag, Kemenater regt an, eine Arbeitsgruppe zu dieser Thematik einzurichten. Anl\u00e4sslich einer Schweigeminute haben die Versammelten Elisabeth Baumgartner gedacht, die als Mitstreiterin die Anliegen des Kuratoriums verteidigt hat. Vehement forderte sie die notwendige R\u00fcckbesinnung auf S\u00fcdtirols ureigenes Kreativit\u00e4tspotential. &#8222;&#8220;Dank der Alltagssch\u00f6nheit von Natur und Landschaft samt historischer Bauten und technischer Denkm\u00e4ler konnten in der Vergangenheit auch schwere Zeiten \u00fcberbr\u00fcckt werden.&#8220;&#8220; E.B. Effektiv ist ein sensibler Umgang mit diesen Ressourcen, die gewissermassen die kulturellen Wurzeln S\u00fcdtirols sind, unabdingbar. In der tiefen \u00dcberzeugung, dass der Bev\u00f6lkerung die Augen f\u00fcr das hohe Potential an Landschaft und Eigenkreativit\u00e4t ge\u00f6ffnet werden muss, wird das Kuratorium diese Stossrichtung weiterverfolgen. Nicht mitgetragen werden k\u00f6nnen die Verbauung der letzten M\u00e4ander des Eisacks im Zuge geplanter E-Werks-Projekte oder andere Eingriffe in die Landschaft, die offensichtlich wohl nur mehr \u00fcber sogenannte &#8222;&#8220;Erlebnispfade&#8220;&#8220; (insgesamt sind 22 Planungsphase) betreten werden soll. Unter dem Motto &#8222;&#8220;weniger Geld- mehr Kreativit\u00e4t&#8220;&#8220; soll vielmehr ein Wertewandel einkehren, bei dem das Gleichgewicht zwischen Liebe zur eigenen Umwelt und Landschaft und Umnutzungen oder Neuplanungen wieder hergestellt werden muss. Pr\u00e4sident Kemenater dankte Kuratoriumsgr\u00fcnder und Mentor Karl Nicolussi ? Leck im Namen aller Anwesenden f\u00fcr die Gastfreundschaft auf Hochfrangart.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kuratorium zieht anl\u00e4sslich der Jahresvollversammlung bei der Kugel auf Hochfrangart Bilanz \u00fcber die T\u00e4tigkeit Dank der bew\u00e4hrten p\u00e4dagogisch-didaktischen Zusammenarbeit mit Schulen, der Pionierarbeit und Informationst\u00e4tigkeit ist es gelungen, am Aufh\u00e4nger des Technikmuseums im Internet einige der l\u00e4ngs des S\u00fcdtiroler Fahrradnetzes angesiedelten, potentiellen Technikschaupl\u00e4tze zu sichern, dokumentieren und aufzuwerten. 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