{"id":183562,"date":"2005-12-04T22:53:00","date_gmt":"2005-12-04T21:53:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2005\/12\/04\/historischer-sonderzug-anlaesslich-der-eroeffnung-der-ausstellung-grenze-brenner-pass\/"},"modified":"2005-12-04T22:53:00","modified_gmt":"2005-12-04T21:53:00","slug":"historischer-sonderzug-anlaesslich-der-eroeffnung-der-ausstellung-grenze-brenner-pass","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2005\/12\/04\/historischer-sonderzug-anlaesslich-der-eroeffnung-der-ausstellung-grenze-brenner-pass\/","title":{"rendered":"Historischer Sonderzug anl\u00e4sslich der Er\u00f6ffnung der Ausstellung [Grenze] Brenner-Pass"},"content":{"rendered":"<p>Die Anfahrt nach Innsbruck erfolgt ab dem Bahnhof Brenner mit dem historischen Brenner-Express 1020.27, Baujahr 1942. Vor der Abfahrt am 7.12.05 um 17.00 Uhr spielt zur Einstimmung die Musikkapelle der \u00f6sterreichischen Bundesbahn.  Ein besonderes kulturelles grenz\u00fcberschreitendes Highlight steht kommenden Mittwoch, 7. Dezember auf dem Programm. Der Brenner als ein Ort von internationaler Bedeutung, als der meist befahrene Alpenpass, aber auch als eine der vormals schwierigsten Grenzen Europas mit einer ganz eigenen Atmosph\u00e4re, heute nach dem Fall der Grenzen von einem Erneuerungsprozess erfasst, steht im Mittelpunkt einer grossen Ausstellung im Archiv f\u00fcr Baukunst im Adambr\u00e4u in Innsbruck. Anl\u00e4sslich der Ausstellungs-Er\u00f6ffnung ?(Grenze) Brenner-Pass? wird eine ganz besondere Attraktion geboten: die Anfahrt nach Innsbruck erfolgt ab dem Bahnhof Brenner mit dem historischen Brenner-Express 1020.27, Baujahr 1942. Vor der Abfahrt um 17.00 Uhr spielt zur Einstimmung die Musikkapelle der \u00f6sterreichischen Bundesbahn. Die G\u00e4ste werden mit einem musikalischem Repertoire alt\u00f6sterreichischer Pr\u00e4gung empfangen. Auf der Gratis-Fahrt im Sonderzug wird Bahnexperte Rudi Plank die Teilnehmer auf die Besonderheiten des Streckenverlaufs aufmerksam machen. Live nacherleben kann man dabei auch die ingenieurtechnischen Pionierleistungen der Brennerbahnerbauer, die im Auftrag der k.u.k.-S\u00fcdbahn 1857 die Trasse vom Brenner nach Innsbruck projektiert haben. Im Tanzwagon wird zur Musik des Aluna-Ensembles (u.a. mit Zeno Breitenberg) ein mediterraner Aperitiv serviert und auf die breite Themenpalette der Ausstellung verwiesen. Der Zug h\u00e4lt nach 45 Minuten Fahrt in Innsbruck direkt vor der Ausstellung im Adambr\u00e4u, wo noch aus der Zeit als die Bierbrauerei funktionierte und die Rangiergeleise genutzt wurden, ein bequemer Zugang zum Adambr\u00e4u besteht. Das Geb\u00e4ude wurde \u00fcbrigens vom S\u00fcdtiroler Architekt Lois Welzenbacher in den 20er Jahren geplant und ist Dank der Initiative der Universit\u00e4t Innsbruck, der Stadt Innsbruck und des Landes Tirol vor dem Abbruch gerettet worden. Die Ausstellung ?(Grenze) Brenner-Pass? ist eine Gemeinschaftsarbeit des Archivs f\u00fcr Baukunst der Universit\u00e4t Innsbruck und des Kuratoriums f\u00fcr technische Kulturg\u00fcter in S\u00fcdtirol. Die Ausstellung thematisiert nun erstmals das Bauensemble rund um den ehemaligen Schlagbaum. Die Entstehungsgeschichte des Geb\u00e4udebestands an der sogenannten Schicksalsgrenze von 1918 und der Ver\u00e4nderungsprozess des Grenzortes bis zur Aufhebung der Kontrollen durch das Schengener Abkommen 1998 werden im politischen und kulturellen Kontext dargestellt. Historische und aktuelle Fotografien, Pl\u00e4ne und Dokumente geben Einblick in eine Alltagskultur jenseits von gewohnter Allt\u00e4glichkeit und Normalit\u00e4t. Die Ausstellung im Archiv f\u00fcr Baukunst in Innsbruck will mit der Dokumentation den geschichtstr\u00e4chtigen Ort im Bewusstsein der \u00d6ffentlichkeit verankern. Die unterschiedlichen Bauten, in den Bauaufnahmen von Studierenden der Universit\u00e4t Innsbruck unter der Leitung von Horst Hambrusch festgehalten, reichen vom Lokschuppen aus dem 19. Jahrhundert, Milit\u00e4rkaserne und Eisenbahnerwohnungen aus den Zwanzigerjahren, bis zur Kirche und Autobahn-Zollstation der Sechziger- und Siebzigerjahre. Die k\u00fcnftige Funktion und Gestalt der Bauten und der Landschaft am Brenner mit seiner herben Romantik wird eine erfolgversprechende Zukunft haben, wenn die Planungen von einem umfassenden kulturellen und wirtschaftlichen Ansatz getragen werden. Der ?Unort&#8220;&#8220; Brenner ist heute eine St\u00e4tte, die nicht mit anderen anonymen Bauzonen, Verkehrszentren und Gewerbegebieten zu vergleichen ist. Die Vergangenheit des Brenners liefert gen\u00fcgend Argumente, um sich behutsam und sorgf\u00e4ltig auch um seine Zukunft zu k\u00fcmmern. Der denkmalpflegerische Sonderfall dieses ?Geschichtsorts&#8220;&#8220; ist nicht nur im Ensembleschutzgedanken gut verankert, es kommt ihm auch in einer allgemeinen Kulturdebatte ein Stellenwert zu, den man mit Gedenkst\u00e4tte und Erinnerungsort zu beschreiben hat und den es zu einem seri\u00f6sen Fortbestand zu verhelfen gilt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anfahrt nach Innsbruck erfolgt ab dem Bahnhof Brenner mit dem historischen Brenner-Express 1020.27, Baujahr 1942. Vor der Abfahrt am 7.12.05 um 17.00 Uhr spielt zur Einstimmung die Musikkapelle der \u00f6sterreichischen Bundesbahn. Ein besonderes kulturelles grenz\u00fcberschreitendes Highlight steht kommenden Mittwoch, 7. Dezember auf dem Programm. 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