{"id":183578,"date":"2006-07-06T16:01:00","date_gmt":"2006-07-06T14:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2006\/07\/06\/kuratorium-praesentiert-pilotmodell-fuer-bahnhof-klausen\/"},"modified":"2006-07-06T16:01:00","modified_gmt":"2006-07-06T14:01:00","slug":"kuratorium-praesentiert-pilotmodell-fuer-bahnhof-klausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2006\/07\/06\/kuratorium-praesentiert-pilotmodell-fuer-bahnhof-klausen\/","title":{"rendered":"Kuratorium pr\u00e4sentiert Pilotmodell f\u00fcr Bahnhof Klausen."},"content":{"rendered":"<p>Revitalisierung des Bahnhofs in Klausen als Kultur- und Wirtschaftsmagnet mit Service-Charakter  Das neue Pilotmodell f\u00fcr die Aufwertung des Klausner Bahnhofs ist gestern im Gemeinderat von Klausen vom Kuratorium f\u00fcr technische Kulturg\u00fcter pr\u00e4sentiert worden. Ziel ist es, im Zuge der geplanten pfleglichen Sanierung des Geb\u00e4udes schwerpunktartig im Fahrg\u00e4stebereich anhand einer Musealisierung alt\u00f6sterreichisches Bahnhofsflair einzufangen und gleichzeitig \u00fcber eine innovative Kooperation mit der S\u00fcdtiroler Rundfunkanstalt RAS zeitaktuell auf einer Medienwand Informationen \u00f6ffentlichen Interesses, vermischt mit zeitgeschichtlichen Highlights, darzubieten. Der Bahnhof soll zur Visitenkarte des Ortes mit Service-Charakter werden. Die anbrechende \u00c4ra der unbemannten Bahnh\u00f6fe, die technische Automatisierung mit Stilllegung von Fahrdienstleitung, Fahrkartenschalter und weiteren Dienstleistungen hat auch am Klausner Bahnhof neue Fakten geschaffen. Au\u00dfer den R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr technische Apparaturen des Bahnbetriebs stehen s\u00e4mtliche R\u00e4ume des Erdgeschosses im Bahnhof f\u00fcr die geplante Aufwertung zur Verf\u00fcgung. Von den insgesamt vorhandenen 225 m\u00b2 k\u00f6nnen 130 m\u00b2 neu genutzt werden. Mit einem eigenen Pilotmodell im Ma\u00dfstab 1:33 wird das Neunutzungskonzept des Bahnhofs veranschaulicht. Typische Elemente wie Fahrkartenschalter, Gep\u00e4cksaufbewahrung, Fahrdienstleitung, Glockensignal, Weichenschl\u00fcssel, Erinnerungsst\u00fccke z.B. Fahrpl\u00e4ne, Zeichnungen und Skizzen aus der Bauphase, mit Hinweis auch auf die Gr\u00f6dnerbahn, die von Klausen aus \u00fcber das noch erhaltene Viadukt bis 1960 nach Plan gedampft ist, sollen hinter eingezogenen vandalensicheren Glasw\u00e4nden dargeboten werden. Auf interaktiven mit der Ras (zust\u00e4ndig f\u00fcr den technischen Support) vernetzten Wandfl\u00e4chen sollen Informationen von \u00f6ffentlichem Interesse, wie Wetterbildkamera, Temperaturen, Verkehrsinfos, Pollenwarndienst, lokale Ereignisse und Kulturveranstaltungen sowie Spots \u00fcber die Erfolgsgeschichte Eisacktaler Betriebe, in Verbindung mit weiterf\u00fchrenden Erkl\u00e4rungen \u00fcber das Technikmuseum, gezeigt werden. Geplant sind auch Video-Installationen mit starkem zeitgeschichtlichem Bezug, die in Zusammenarbeit mit Klausner Lokalhistorikern erarbeitet werden. Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich der ehemalige Relais-Raum, der als Ambiente mit Mehrzweckcharakter genutzt werden kann. Ein beweglicher Raumteiler erm\u00f6glicht die zeitgleiche Nutzung unterschiedlicher Akteure. Interesse gezeigt haben die Klausner Modelleisenbahner, die den Raum f\u00fcr ihre Freizeitaktivit\u00e4ten belegen m\u00f6chten Das Pilotmodell wurde in Zusammenarbeit mit Architekturstudenten der Uni Innsbruck, Emanuel Vieider und David Preindl, sowie Andrea Pizzurro vom Staatsbahnarchiv realisiert und am 5. Juli 06 erstmals \u00f6ffentlich vorgestellt. Das zerlegbare Modell soll in der Gemeinde Klausen ausgestellt werden, damit die Bev\u00f6lkerung sich selbst kundig machen und Anregungen oder Kritik vorbringen kann. Im Anschluss an die gestrige Pr\u00e4sentation im Gemeinderat gab es durchwegs positive Reaktionen. Der Bahnhof Klausen z\u00e4hlt wie auch die anderen Bahnh\u00f6fe an der Brennerstrecke zu einem einzigartigen Ensemble technischer Bauwerke von europ\u00e4ischem Rang. Sie alle wurden nach Normpl\u00e4nen des k.u.k Architekten Wilhelm von Flattich gebaut. Der schlichte kompakte denkmalgesch\u00fctzte Bahnhof Klausen ist aus Granitsteinen aus dem Steinbruch in Grassstein erbaut, ( aus dem sich die k.u.k. S\u00fcdbahn f\u00fcr die Realisierung der allermeisten Bahnhofshochbauten bediente) die Fenster-, T\u00fcrumrahmungen und die bossierten Eckrisalite sind aus Porphyr. Sehr sch\u00f6n erhalten ist auch die Holzverzierung im Dachbereich. Am Bahnareal selbst werden der Busbahnhof, die Freizeitanlage, das Fernheizwerk (in der historischen Lok-Remise der Gr\u00f6dner Bahn) und Wohnungen realisiert. Der im Vorfeld des Bahnhofs bereits vorbildlich restaurierte Gasthof Krone aus der Zeit des k.u.k.-Bahnbaues sowie die Platanenallee ? die B\u00e4ume wurden vor 150 Jahren gepflanzt- schlie\u00dfen das Ensemble. Aus der Sicht des Kuratoriums ist es Ziel, Alt mit Neu zu verbinden und dabei die bauliche besondere Ausstrahlung der Bahnh\u00f6fe zu erhalten. Sie sollen als Monumente der Technik und Kleindenkm\u00e4ler im neuen urbanistischen Kontext des Verkehrs- und Kommunikationszentrums ?Bahnhof? verst\u00e4ndlich und attraktiv gemacht werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Revitalisierung des Bahnhofs in Klausen als Kultur- und Wirtschaftsmagnet mit Service-Charakter Das neue Pilotmodell f\u00fcr die Aufwertung des Klausner Bahnhofs ist gestern im Gemeinderat von Klausen vom Kuratorium f\u00fcr technische Kulturg\u00fcter pr\u00e4sentiert worden. 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