{"id":183590,"date":"2007-05-03T16:30:43","date_gmt":"2007-05-03T14:30:43","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2007\/05\/03\/schaubahnhof-klausen\/"},"modified":"2007-05-03T16:30:43","modified_gmt":"2007-05-03T14:30:43","slug":"schaubahnhof-klausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2007\/05\/03\/schaubahnhof-klausen\/","title":{"rendered":"Schaubahnhof Klausen"},"content":{"rendered":"<p>Alt mit Neu zu verbinden und dabei die bauliche besondere Ausstrahlung der Bahnh\u00f6fe zu erhalten ist der Kerngedanke des Pilotprojekts. Die Bahnh\u00f6fe  sollen als Monumente der Technik und Kleindenkm\u00e4ler im neuen urbanistischen Kontext des Verkehrs- und Kommunikationszentrums  ?Bahnhof? verst\u00e4ndlich und attraktiv gemacht werden.  Der Klausner Bahnhof soll als Verkehrsinfrastruktur und gleichzeitig als  technikgeschichtliches Highlight aufgewertet werden.  <br \/>Mit dem Projekt  will man  in einem ersten Ansatz die bauliche Ausstrahlung des Bahnhofs als technisches Monument und Kleindenkmal sowie seine Funktion als  Infrastruktur f\u00fcr den Nahverkehr  betonen. Im Bewusstsein, dass S\u00fcdtirol f\u00fcr das europaweit einzigartige Ensemble technischer Bauwerke &#8211; wie es die Bahnlandschaft bietet- verantwortlich ist, arbeitet das Kuratorium gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde Klausen an der  Umsetzung eines modellhaften Pilotprojekts zur Erhaltung des Bahnhofs.  Mit den Bauaufnahmen, die im April in Zusammenarbeit mit der Architekturfakult\u00e4t der Uni Innsbruck unter der Leitung von Prof. Horst Hambrusch und in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium f\u00fcr Technische Kulturg\u00fcter stattgefunden haben,  wurde der Ist-Zustand von  Bahnhof und Viadukt der Gr\u00f6dner-Bahn dokumentiert.<br \/>Da gerade der Klausner Bahnhof besondere historische Wurzeln hat und von seiner architektonischen sehr artikulierten und dennoch typischen Struktur f\u00fcr ein Pilotprojekt die besten Voraussetzungen mitbringt, soll das  Nutzungskonzept auch  stellvertretend bei anderen Bahnh\u00f6fe Schule machen. <br \/>Ziel ist es, im Zuge einer ersten Minimal-Sanierung des Geb\u00e4udes schwerpunktartig im Fahrg\u00e4stebereich anhand einer Musealisierung alt\u00f6sterreichisches Bahnhofsflair einzufangen und gleichzeitig \u00fcber eine innovative Kooperation mit der S\u00fcdtiroler Rundfunkanstalt RAS zeitaktuell auf einer Medienwand Informationen \u00f6ffentlichen Interesses, vermischt mit zeitgeschichtlichen Highlights, darzubieten. Der Bahnhof  soll zur Visitenkarte des Ortes mit Service-Charakter werden.<br \/> Die anbrechende \u00c4ra der unbemannten Bahnh\u00f6fe, die technische Automatisierung mit Stilllegung von Fahrdienstleitung, Fahrkartenschalter und weiteren Dienstleistungen hat auch am Klausner Bahnhof neue Fakten geschaffen.  Au\u00dfer den R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr technische Apparaturen des Bahnbetriebs  stehen s\u00e4mtliche R\u00e4ume des Erdgeschosses im Bahnhof f\u00fcr die geplante Aufwertung  zur Verf\u00fcgung. Von den insgesamt  vorhandenen 225 m\u00b2  k\u00f6nnen  130 neu genutzt werden.  Die architektonische Gestaltung  hat der Vinschger Karlheinz Steiner \u00fcbernommen. Die Renovierungsarbeiten werden von Land, Gemeinde und Bahnverwaltung gemeinsam  getragen.<br \/>Typische Elemente wie Fahrkartenschalter, Gep\u00e4cksaufbewahrung, Fahrdienstleitung, Glockensignal, Weichenschl\u00fcssel, Erinnerungsst\u00fccke z.B. Fahrpl\u00e4ne, Zeichnungen und Skizzen aus der Bauphase, mit Hinweis auch auf die Gr\u00f6dnerbahn, die von Klausen aus \u00fcber das noch erhaltene Viadukt bis 1960 nach Plan gedampft ist, sollen hinter  eingezogenen vandalensicheren Glasw\u00e4nden ausgestellt werden. Auf interaktiven,  mit der RAS (zust\u00e4ndig f\u00fcr den technischen Support) vernetzten Wandfl\u00e4chen sollen Informationen von \u00f6ffentlichem Interesse, wie Wetterbildkamera, Temperaturen, Verkehrsinfos, Pollenwarndienst,  lokale Ereignisse und  Kulturveranstaltungen sowie Spots \u00fcber die  Erfolgsgeschichte Eisacktaler Betriebe, in Verbindung mit weiterf\u00fchrenden Erkl\u00e4rungen  \u00fcber das Technikmuseum, gezeigt werden. Geplant sind auch Video-Installationen mit starkem zeitgeschichtlichem Bezug, die in Zusammenarbeit mit  Klausner Lokalhistorikern und dem Modelleisenbahn-Club  erarbeitet werden.  Ebenfalls im Erdgeschoss befindet sich  der ehemalige Relais-Raum, der  als Ambiente mit Mehrzweckcharakter  genutzt werden kann. Ein  beweglicher Raumteiler erm\u00f6glicht die zeitgleiche Nutzung  unterschiedlicher  Akteure.  Interesse gezeigt haben die Klausner Modelleisenbahner, die dort ein Dokumentationszentrum zum Thema Bahn einrichten m\u00f6chten    (MW)<\/p>\n<p>. <\/p>\n<p><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alt mit Neu zu verbinden und dabei die bauliche besondere Ausstrahlung der Bahnh\u00f6fe zu erhalten ist der Kerngedanke des Pilotprojekts. Die Bahnh\u00f6fe sollen als Monumente der Technik und Kleindenkm\u00e4ler im neuen urbanistischen Kontext des Verkehrs- und Kommunikationszentrums ?Bahnhof? verst\u00e4ndlich und attraktiv gemacht werden. 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