{"id":183674,"date":"2010-11-25T19:18:35","date_gmt":"2010-11-25T18:18:35","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2010\/11\/25\/talferbruecke-weihnachtlich-beleuchtet\/"},"modified":"2010-11-25T19:18:35","modified_gmt":"2010-11-25T18:18:35","slug":"talferbruecke-weihnachtlich-beleuchtet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2010\/11\/25\/talferbruecke-weihnachtlich-beleuchtet\/","title":{"rendered":"Talferbr\u00fccke weihnachtlich beleuchtet"},"content":{"rendered":"<p>Die Lichtkulisse weihnachtlicher Blickfang der Stadt Bozen. Auch dieses Jahr zeigt sich die Talferbr\u00fccke bis zum Dreik\u00f6nigstag im weihnachtlichen Kleid. Die Lichtmodule, die sich in stilisierter Form an den historischen H\u00e4userfassaden der Sparkassenstra\u00dfe inspirieren, haben sich als nachhaltiger Weihnachtsschmuck bew\u00e4hrt. Die Komposition der filigranen Struktur bildet entlang der Br\u00fccke eine Lichtkulisse, die zum Eintreten in die Bozner Altstadt einl\u00e4dt. Dadurch wird das architektonische Ensemble von Talferbr\u00fccke und Sparkassenstra\u00dfe als Gesamtkunstwerk vermittelt.Jedes einzelne Lichtmodul entspricht einem Geb\u00e4ude des Stra\u00dfenzugs. Die architektonischen Kernelemente werden dabei in ihrem Profil festgehalten. Die in Holz nachgebildete Linienf\u00fchrung vermittelt des nachts eine markante Lichtsilhouette.<br \/>Konzept und Idee stammen vom Kuratorium f\u00fcr technische Kulturg\u00fcter, Projekt und Planung vom Bozner Architekten Ugo Sasso, die Ausf\u00fchrung von den Sch\u00fclern der Gewerbeoberschule G.Galilei und Geometerschule P. Anich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bozen.  <br \/>Die Licht-Module sind heuer erstmals an Stelle der herk\u00f6mmlichen Gl\u00fchbirnen mit 11.000 LED \u2013 Sparlampen best\u00fcckt. Dadurch ergibt sich ein Stromverbrauch von  1,8 kW\/h. Unterm Strich im Vergleich zum Vorjahr ein Ersparnis von ca. 50kW\/h.  <br \/> Die einzelnen Module werden von einer Metallstruktur aus recycelten  Aluminium gest\u00fctzt. Das Ger\u00fcst  wurde von der Firma \u201eSapa Profili\u201c, ex Alumix,  verwirklicht. Die Struktur wurde so aufgebaut, dass bei Querung der Br\u00fccke der dreidimensionale perspektivische Effekt gewahrt wird. Auf jeder Seite werden sechs verschiedene Lichtmodule angebracht, insgesamt sind es 12. Die Montage lag in den fachkundigen H\u00e4nden von Franco Forrer und Ivan Moroder vom Amt f\u00fcr Mobilit\u00e4t der Gemeinde Bozen, begleitet von Adriano Ferro, der f\u00fcr die  Statik verantwortlich zeichnet.<br \/>Die einzelnen Module sind leicht zu transportieren und montagegerecht gefertigt. Work in progress: Bei nachhaltiger Wiederverwendung k\u00f6nnen die einzelnen Elemente Jahr f\u00fcr Jahr nach Belieben zusammengestellt oder erg\u00e4nzt werden<br \/>Geschichtlicher R\u00fcckblick<br \/>1898 wurde unter dem Einfluss der Wiener Ringstra\u00dfenarchitektur und der kreativen Mischung aus regionaler Baukultur und neubarocken, klassizistischen Formen die Sparkassenstra\u00dfe als Jubli\u00e4umsstra\u00dfenzug anl\u00e4sslich des 50. Regierungsjubil\u00e4ums von Kaiser Franz Joseph der Stadt Bozen unentgeltlich \u00fcbergeben. Es handelt sich dabei um die wohl ungew\u00f6hnlichste Stra\u00dfenerschlie\u00dfung, die erstmals \u00fcber eine L\u00e4nge von 400 m und einer Breite von 15 m quer durch die Weing\u00fcter die Spitalgasse mit der Wangergasse verbunden hat. Die Sparkasse verkaufte die Grundst\u00fccke um rund 8 Gulden pro Quadratmeter an Bauwillige. Aufgrund des damaligen Wohnungsmangels entstanden in k\u00fcrzester Zeit die ersten Bozner Bauten mit Betongerippe im Stil der Neugotik, des bayrischen Barocks oder Romanik und Renaissance. Fast zeitgleich, am 4. November 1900, wurde die Talferbr\u00fccke ihrer Bestimmung \u00fcbergeben, f\u00fcnf Jahre bevor ein Bozner das erste Auto besa\u00df. Die Bauten in der Sparkassenstra\u00dfe und die Talferbr\u00fccke (Projekt Wagner Bir\u00f2, Graz, 1900) fielen in die \u00fcberaus fruchtbare Amtszeit (1895-1922) des Bozner Langzeitb\u00fcrgermeisters Julius Perathoner, der sich f\u00fcr die Modernisierung der Stadt eingesetzt hat. <br \/>Als Stadtbaumeister hinterlie\u00dfen Sebastian Altmann, Wilhelm K\u00fcrschner, Gustav Nolte und Walter Norden ihre unverkennbare Handschrift und machten aus dem vorwiegend b\u00e4uerlichen, kleinb\u00fcrgerlichen Bozen erst die Talferstadt mit urbanem Charakter. Unterst\u00fctzt wurde dieser Entwicklungsschub durch die eben angebrochene \u00c4ra des elektrischen Stroms und den Bau der Eisenbahn. Ein wirtschaftlicher Quantensprung. <br \/>An der Stelle vom Ansitz Hurlach, entstanden im s\u00fcdlichen Teil der Sparkassenstra\u00dfe, ehemals Kaiserin Elisabeth Stra\u00dfe, das Museum im sogenannten Burgenstil (Entwurf Alois Delug, Baupl\u00e4ne von Musch &#038; Lun), die \u00f6sterreichisch-ungarische Nationalbank (seit 1919 Banca d\u2019Italia, seit 1998 \u00d6tzi-Museum) und die Sparkasse (Wilhelm K\u00fcrschner) mit historisierenden barocken Formen, die dann 1938 von Francesco Rossi umgebaut und dem italienischen Rationalismus angepasst wurden: Flachdach, einheitliche Ziegelsteinfassade, Marmorreliefs und Entfernung der Dekorationen.<br \/>Die H\u00e4user mit den Hausnummern 4 und 8 wurden 1905 nach Entw\u00fcrfen der deutschen Architekten Strehle und Cassel errichtet, mit Mittel-und Seitenrisaliten, Erker, Eckt\u00fcrmen, Fenstereinfassungen und Zierwerk in Beton; die H\u00e4user auf Nr. 3, 5, und 7 lassen die neubarocke Formensprache durchklingen, die Geb\u00e4ude Nr. 13 und Nr. 15 baute der Investor Albert Canal, Haus Nr. 18 Julius Mayreder aus Wien <\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lichtkulisse weihnachtlicher Blickfang der Stadt Bozen. 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