{"id":183677,"date":"2011-04-12T22:33:54","date_gmt":"2011-04-12T20:33:54","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2011\/04\/12\/roll-out-trambahnbruecke-lana-burgstall\/"},"modified":"2011-04-12T22:33:54","modified_gmt":"2011-04-12T20:33:54","slug":"roll-out-trambahnbruecke-lana-burgstall","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2011\/04\/12\/roll-out-trambahnbruecke-lana-burgstall\/","title":{"rendered":"Roll out Trambahnbr\u00fccke Lana Burgstall"},"content":{"rendered":"<p>S\u00fcdtirols Technikgeschichte hat heute am 12. April einen neuen H\u00f6hepunkt erlebt.  Nach fast einj\u00e4hriger Restaurierungsarbeit wurde die historische Eisenfachwerkbr\u00fccke heute verlegt. Die Br\u00fccke \u00fcber die Etsch wurde mit dem Bahnhof Lana Burgstall in Sichtachse gebracht. Das Projekt, vom Kuratorium f\u00fcr Technische Kulturg\u00fcter angestossen, und in Zusammenarbeit mit dem  Amt f\u00fcr Wasserschutzbauten durchgef\u00fchrt, ist ein wichtiges Highlight in der S\u00fcdtiroler Technikmeile. Es handelt sich um ein bedeutsames Technikmonument, das zu den Besonderheiten der Etschlandschaft z\u00e4hlt und daher f\u00fcr Einheimische und G\u00e4ste Identifikationscharakter hat. <br \/>Die von der Br\u00fcckenbau-Anstalt Ing. Grindl aus Donauwitz bei Wien gebaute eiserne Fachwerkbr\u00fccke ist eine der eindrucksvollsten Kunstbauten der Bahnlinie Bozen-Meran.  Mit einem 200 t Kran, sowie zwei weiteren Behelfskr\u00e4nen wurde die Br\u00fccke vom Uferdamm, wo sie f\u00fcr die Restaurierung zwischengelagert war, auf die neuen orginal getreu wieder aufgebauten St\u00fctzpfeiler gehievt.  Die Instandsetzung der Br\u00fccke bestand in aufw\u00e4ndigen Korrosionsschutz- und Malerarbeiten, wobei  dank der Beratung eines Experten des Deutschen Museums M\u00fcnchen das Farbdesign eine besonders ansprechende Note erfahren hat. Die ingenieurtechnischen Arbeiten wurden von J\u00fcrgen Sch\u00e4fer und Peter Egger vom Amt f\u00fcr Wasserbauten koordiniert, die gesamte \u00c4sthetik vom rennomierten S\u00fcdtiroler Designer Thomas Mittermaier. Die in abgesetztem Graubraun gestrichene Br\u00fccke wird dank der floururathaltigen Farbe vor UV-Strahlen und Rost besonders gesch\u00fctzt. Die noch ausst\u00e4ndige Sichtbarmachung der Br\u00fccke  bei Nacht wird finanziell von den Gemeinden Lana und Burgstall getragen. Die Gesamtkosten f\u00fcr die Baumassnahme betragen rund eine Million Euro. <br \/>Die Br\u00fccke wird in den n\u00e4chsten Wochen begeh- und befahrbar sein.<br \/>Das Bauwerk ist f\u00fcr Radfahrer sowie f\u00fcr die Abteilung Wasserschutzbauten der wichtigste Etsch\u00fcbergang zwischen Vilpian und Meran und damit f\u00fcr die Wartungsarbeiten von logistischer Bedeutung. Das gesamte Sanierungsprojekt, das n\u00e4chstes Jahr fertig gestellt werden wird, umfasst aber nicht nur die die L\u00f6sung technischer Probleme, vielmehr wird damit ein vielschichtiger Lebens- und Erholungsraum f\u00fcr Natur und Mensch geschaffen. Radfahrer k\u00f6nnen sich k\u00fcnftig im \u201eWeidenhaus\u201c ausruhen, das nach Anleitungen des deutschen Architekten Marcel Kalberer gebaut wird. Markanter Blickfang wird die Lokomotive der historischen Trambahnlinie Lana-Maran sein, die fachgerecht restauriert wird. Hierf\u00fcr wird noch nach Sponsoren gesucht.  Die Grundidee des Projektes von Arch Markus Scherer und Witti Mitterer vom Kuratorium, wird durch eine naturnahe Ausgestaltung der Flussmeile betont. <br \/>Gemeinsam werden der Bahnhof Lana-Burgstall, die Eisenfachwerkbr\u00fccke, die Lokomotive und das neu geschaffene Naherholungsgebiet ein wertvolles Ensemble bilden. Es ist Teil der S\u00fcdtiroler Technikmeile, die \u00fcber das landesweite Radnetz eine Vielzahl von technischen Kulturg\u00fctern verbindet und erlebbar macht. <br \/>Mit der Einstellung des Bahnbetriebs 1974 verfiel der dreiteilige, kunstvoll genietet und verschraubte Bau zusehends. <br \/>Bis 1974 rollte der &#8222;&#8220;Apfelexpress&#8220;&#8220;, der Obst erster Wahl bis an den Zaren-Hof nach Petersburg brachte, \u00fcber die Eisenfachwerkbr\u00fccke in Burgstall. Die glorreichen Zeiten hatte die Bahnlinie damals aber l\u00e4ngst hinter sich. Diese lagen in den ersten Jahren nach der Er\u00f6ffnung im Dezember 1913, als die Stra\u00dfenbahn eine wichtige Anbindung zu den Hauptbahnz\u00fcgen sowohl f\u00fcr Personen, als auch f\u00fcr den Obsttransport darstellte. Die Tram ben\u00f6tigte von Lana nach Meran bei einer Fahrgeschwindigkeit von 25 kmh  zirka 20 Minuten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdtirols Technikgeschichte hat heute am 12. April einen neuen H\u00f6hepunkt erlebt. Nach fast einj\u00e4hriger Restaurierungsarbeit wurde die historische Eisenfachwerkbr\u00fccke heute verlegt. Die Br\u00fccke \u00fcber die Etsch wurde mit dem Bahnhof Lana Burgstall in Sichtachse gebracht. 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