{"id":183698,"date":"2012-10-31T12:55:34","date_gmt":"2012-10-31T11:55:34","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2012\/10\/31\/technkschauplatz-natur-trifft-technikk\/"},"modified":"2012-10-31T12:55:34","modified_gmt":"2012-10-31T11:55:34","slug":"technkschauplatz-natur-trifft-technikk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2012\/10\/31\/technkschauplatz-natur-trifft-technikk\/","title":{"rendered":"Technkschauplatz Natur trifft Technikk"},"content":{"rendered":"<p>Ein besonderer Schauplatz ist mitte Oktober 2012 der Bestimmung \u00fcbergeben worden. Das Technikensemble, an dem  technisches Kleinod in Wert gesetzt wurde, verweist auf die Besonderheiten unsrer Region. Objekte und Bauten sind wichtige Identifikationspunkte f\u00fcr Jung und Alt, f\u00fcr G\u00e4ste und Einheimische. Vor zahlreichem Publikum und Vertretern der Institutionen hat Landeshauptmann Luis Durnwalder den Einsatz von Arbeitern, Entscheidungstr\u00e4gern und allen Beteiligten gelobt.   Erstmals m\u00f6glich ist es jetzt mit dem Rad, von Meran nach Bozen in einem St\u00fcck auf dem Radweg durchzufahren und die Natur und Kulturlandschaft zu erleben. Die restaurierte und an den aktuellen Standort verlegte Trambr\u00fccke, die historische E-Lok, die Ausstellung \u00fcber die Etsch, die Weidenkuppel, die Flussaufweitung und Neugestaltung des Radwegs bilden im Blickkontakt zum Bahnhof Lana Burgstall ein einzigartiges Technikensemble, das Teil der landesweiten Technikmeile ist. Die Trambr\u00fccke Der Eisenfachwerkbau ist ein Technikjuwel der besonderen Art. Nach einj\u00e4hriger Restaurierung und Verlegung (2010\/2011) nach dem Projekt von J\u00fcrgen Sch\u00e4fer  ist die Trambr\u00fccke der Lana-Burgstall-Bahn jetzt wieder befahrbar. Bei notwendigen Instandhaltungsarbeiten, bei Ausfall der \u00f6ffentlichen Verkehrswege und im Hochwasserfall kann nun im Bereich Lana &#8211; Burgstall ungehindert von einer Etschseite auf die andere gewechselt werden. Gemeinsam mit den Gemeinden Burgstall und Lana sowie dem Kuratorium f\u00fcr Technische Kulturg\u00fcter wurde am neuen Standort der Trambahnbr\u00fccke, 200 m flussabw\u00e4rts ein Naherholungsgebiet mit Erlebnisqualit\u00e4t entwickelt. Im Rahmen der Sanierung wurden die Br\u00fcckenteile mit Spezialkr\u00e4nen an die Arbeitsstelle am Ufer verlegt. Beide bestehenden Widerlager und Pfeiler wurden abgetragen, die Steine zwischengelagert und die Pfeiler orginalgetreu, nach historischem Vorbild neu errichtet. Die gesamte Br\u00fccke wurde sandgestrahlt und vom Rost befreit und in zwei Anstrichen mit Korrosionsschutz und zweifacher wetterwiderstandsf\u00e4higer Schlussbeschichtung abgedeckt. Die Fahrbahn besteht aus 20 cm starken L\u00e4rchenholzbohlen. Die nunmehr etwas verk\u00fcrzte Br\u00fccke hat heute eine Tragf\u00e4higkeit von 40 t. Damit im Flussquerschnitt der Durchfluss des 200-j\u00e4hrigen Hochwassers gew\u00e4hrleistet ist, wurde die Br\u00fccke um 80 cm h\u00f6her als urspr\u00fcnglich eingebaut. Die Arbeiten unter der Leitung von Peter Egger wurden vom Landesamt f\u00fcr Wildbach- und Lawinenverbauung S\u00fcd vorbildhaft durchgef\u00fchrt. Die Bahn Lana &#8211; Burgstall &#8211; Oberlana nahm am 14.12.1913 den Betrieb auf und garantierte somit den Anschluss an die Vollbahn Bozen-Meran. Zu Beginn wurde die Bahn von der Direktion Innsbruck kk StB gef\u00fchrt, nach dem Krieg von der \u201eA.G. Burgstaller Bahn\u201c und der \u201eTrambahn Lana-Meran\u201c. Ab Juli 1959 ersetzten Omnibusse den Personentransport. Weiter betrieben wurde noch der Warentransport. Die Bahnlinie wurde 1974 definitiv eingestellt. Die Trambahnbr\u00fccke wurde von der Firma \u201eBr\u00fcckenbau-Anstalt IG.Gridl, Wien\u201c 1913 gebaut. Die dreiteilige Br\u00fccke besteht aus einer Hauptfachwerksbr\u00fccke mit 37,4 m und zwei Nebenbr\u00fccken mit urspr\u00fcnglich 16,2 m L\u00e4nge. Die Nebenbr\u00fccken mussten aus Standortgr\u00fcnden jeweils um ein Drittel verk\u00fcrzt werden. Historische E-Lok Lana-Burgstall Markanter Blickfang ist die fachgerecht restaurierte Lokomotive, Baujahr 1913, geliefert von der Maschinen- und Waggonbau Gesellschaft in Simmering bei Wien, vormals H.D. Schmid, im Auftrag der Siemens-Schuckert Werke Wien. Die Lok mit der Fabriksnummer 50294 war bis zur Einstellung des G\u00fcterverkehrs am 31. M\u00e4rz 1974 in Betrieb. Die entrostete und mit originalgetreuen witterungsbest\u00e4ndigen Spezialfarben gestrichene Lokomotive wurde auf alten Bahnschwellen und Geleisen adaptiert. Jahrelang zog die Lok den Apfelexpress,mit dem die \u00c4pfel aus Lana bis nach Petersburg an den Hof des russischen Zaren geliefert wurden. Die Lok bildet mit der Br\u00fccke ein Technikensemble, das gemeinsam mit der Ausstellung \u00fcber die Flusslandschaft der Etsch ein abgerundetes Bild der S\u00fcdtiroler Technikkultur vermittelt. Weiden-Dom Ein Bauwerk der ganz besonderen Art besticht durch Form und Material. Zu einer Kuppel gebundene Lebendweiden w\u00f6lben sich \u00fcber eine 100 m\u00b2 grosse Fl\u00e4che. Die Konstruktion der Kuppel nach einem Entwurf von Marcel Kalberer basiert auf der Technik der Gitterschale,wie sie von Frei Otto, dem Planer des M\u00fcnchner Olympia-Stadions, entwickelt wurde: einfach, \u00e4sthetisch und mit minimalem Materialaufwand. Die Struktur wurde w\u00e4hrend eines Workshops vom Kuratorium in nur einer Woche fertig gestellt. Die Instandhaltungsarbeiten beschr\u00e4nken sich auf zwei Arbeitstage im Jahr. Der schlanke Lebendbau l\u00e4dt Radfahrer und Besucher zum Verweilen ein. Die Flussaufweitung Die EU-Wasserrahmenrichtlinie 2000\/60 schreibt die Verbesserung des \u00f6kologischen Zustandes der Flie\u00dfgew\u00e4sser vor. In diesem Sinne verfolgt die Abteilung Wasserschutzbauten das Ziel, Gew\u00e4sserabschnitte aus \u00f6kologischer und hochwassertechnischer Sicht aufzuwerten. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Etsch, dem gr\u00f6\u00dften Fluss S\u00fcdtirols. F\u00fcr die \u00f6kologische Aufwertung der Fl\u00e4che wurden folgende Arbeiten durchgef\u00fchrt: &#8211; Aushub und Abtransport von etwa 25.000 m\u00b3 Flussmaterial, Absicherung des gesamten rechten Ufers durch eine 500 m lange und zwischen 5 und 8 m hohe Uferschutzmauer, errichtet aus Zyklopensteinen in Trockenbauweise und anschlie\u00dfend mit Erdmaterial \u00fcbersch\u00fcttet; Aufbrechen der Uferlinie, neues geschl\u00e4ngeltes und unregelm\u00e4\u00dfig gestaltetes Ufer; Umgestaltung eines Seitengrabens (Zubringer \u201eKammergraben\u201c); neuer geschl\u00e4ngelter Verlauf, neues Bachbett mit unregelm\u00e4\u00dfiger Breite und Tiefe, gedacht als R\u00fcckzugsund Laichgebiet f\u00fcr Fische; die Landzunge zwischen Graben und Etsch stellt eine periodisch \u00fcberflutbare Zone dar; Gestaltung des Flussbettes durch Ausbaggern und Bewegen von Flussmaterial , Verlegen von St\u00f6rsteinen f\u00fcr Fische, Ausbaggern von Rinnen im Flussbett (Unterst\u00e4nde f\u00fcr \u00c4schen); &#8211; Bepflanzung des Areals mit standortgerechten Laubh\u00f6lzern und anschlie\u00dfende Nachpflege. Die Arbeiten f\u00fcr die Aufweitung und Gestaltung wurden von der Abteilung Wasserschutzbauten in Eigenregie ausgef\u00fchrt. Der Radweg Es handelt sich um den Streckenabschnitt zwischen Eisenbahn und Etschfluss von der neuen Gewerbezone \u201eSandhof\u201c in Sinich bis zur Radwegrampe beim Bahnhof in Burgstall.Die Gesamtl\u00e4nge des Abschnittes betr\u00e4gt ca. 2,5 km, die H\u00f6hendifferenz betr\u00e4gt 9 m. Bei Sinich war eine Radwegunterf\u00fchrung unter der Eisenbahnlinie erforderlich.Bei der Kl\u00e4ranlage Meran enstand parallel zur Eisenbr\u00fccke eine stahlbetonbr\u00fccke Klasse 1. Auf einer L\u00e4nge von 940 m wurde der Damm verbreitert. Am Radweg wurden folgende Arbeiten durchgef\u00fchrt: Verst\u00e4rkung und Verdichtung des Untergrundes,Einbringen des Stra\u00dfenunterbaues, Einbau eines 2 m hohen Trennzaunes zwischen Eisenbahn und Radweg, Asphaltierung eines 3,20 m breiten Streifens, Ausbau der 50 cm breiten Bankette, Markierung und Beschilderung. Der Rastplatz bei der neuen Trambahnbr\u00fccke wurde vom Forstinspektorat Meran im Auftrag der Bezirksgemeinschaft Burgrafenamt gestaltet.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein besonderer Schauplatz ist mitte Oktober 2012 der Bestimmung \u00fcbergeben worden. Das Technikensemble, an dem technisches Kleinod in Wert gesetzt wurde, verweist auf die Besonderheiten unsrer Region. Objekte und Bauten sind wichtige Identifikationspunkte f\u00fcr Jung und Alt, f\u00fcr G\u00e4ste und Einheimische. 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