{"id":183703,"date":"2013-03-12T10:16:48","date_gmt":"2013-03-12T09:16:48","guid":{"rendered":"http:\/\/kuratorium.local\/2013\/03\/12\/benko-shopping-center-in-bozen-projekt-soll-ueberdacht-werden\/"},"modified":"2013-03-12T10:16:48","modified_gmt":"2013-03-12T09:16:48","slug":"benko-shopping-center-in-bozen-projekt-soll-ueberdacht-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/curatorium.it\/it\/2013\/03\/12\/benko-shopping-center-in-bozen-projekt-soll-ueberdacht-werden\/","title":{"rendered":"Benko-Shopping-Center in Bozen: Projekt soll \u00fcberdacht werden"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"\"color: #1f497d; font-family: calibri, sans-serif; font-size: 11pt\"\"><font face=\"\"arial\"\" size=\"\"2\"\" color=\"\"#7f7f7f\"\">Kuratorium regt eine m\u00f6glichst breite und qualifizierte B\u00fcrgerbeteiligung an.<\/font><\/span><\/p>\n<p> Das Benko-Projekt zum Bau eines Grosskaufhauses am Busbahnhof in Bozen  veranlasst zum Nachdenken und zu einigen \u00dcberlegungen. Eine urbanistische Neugestaltung dieses Stadtteils ist sicher sinnvoll, vorausgesetzt dass der Eingriff st\u00e4dtebauliche Qualit\u00e4t und Funktionali\u00e4t aufweist. Das vorliegende Shopping-Center- Projekt des Star-Architekten Chipperfield scheint diesen Anspr\u00fcchen jedoch nicht in allen Punkten  gerecht zu werden.  Das beginnt bei der nicht vorhandenen Massst\u00e4blichkeit und der fehlenden Abstimmung mit den baulichen Gegebenheiten im \u00f6rtlichen Kontext. Unter diesen Umst\u00e4nden scheint es dem Kuratorium f\u00fcr technische Kulturg\u00fcter sinnvoll,  das vorliegende Projekt zu \u00fcberpr\u00fcfen und den vorgetragenen Bedenken Rechnung zu tragen.  Im Vordergrund soll ein ausgewogenes Nutzungsverh\u00e4ltnis (Hotelbetten, Wohn- B\u00fcror\u00e4ume und  Verkaufsfl\u00e4chen) stehen, sowie  ein qualit\u00e4tsvolles Miteinander  von alter (Hotel  Alpi, einem Ronca-Bau aus den 1950er Jahren) und neuer Bausubstanz . Auch B\u00fcrgermeister Luigi Spagnolli spricht von der Notwendigkeit, das historische Ged\u00e4chtnis der Stadt an die 50er Jahre nicht zur G\u00e4nze zu verlieren.  \u00dcberdies ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass die angedachten L\u00f6sungen f\u00fcr die Mobilit\u00e4t wie den im Benko-Projekt geplanten Busbahnhof im Tiefgeschoss mit dem Podrecca-Projekt zur Bahnhofsverbauung, welches ebenfalls einen Busbahnhof vorsieht, abgestimmt werden m\u00fcssen. Dar\u00fcber hinaus regt das Kuratorium eine m\u00f6glichst breite und qualifizierte B\u00fcrgerbeteiligung an, zumal eine lebendige  Stadt nicht nur aus Geb\u00e4uden besteht, sondern vor allem aus den Menschen, die in diesen Geb\u00e4uden auch wohnen.<\/p>\n<p>  P.S.  zum Hotel Alpi : Die Bauten des Armando Ronca bestechen durch Geschmeidigkeit und Komplexit\u00e4t.  Ronca schafft dadurch so etwas wie eine Bozner Nachkriegsmoderne eigener Pr\u00e4gung. \u201aDurch den spielerischen Umgang mit vertikalen und horizontalen Linien kn\u00fcpft er an den Rationalismus der drei\u00dfiger Jahre an, versetzt jedoch dessen geometrische Strenge in rythmische Bewegung.       (Architektur in S\u00fcdtirol, Edition Raetia, Bozen 1993)<\/p>\n<p>Das Ensemble \u201aPerathonerstrasse\u2019 belegt das auf einzigartige Weise, weil es Ronca an dieser Stelle verg\u00f6nnt war, den st\u00e4dtebaulichen Rahmen zu schaffen und durch eigene Bauten seinen architektonischen Stempel aufzudr\u00fccken. St\u00e4dtebaulich schafft er mit der Randbebauung entlang der Garibaldi Stra\u00dfe eine geschlossene Stadtkante zu Bahn und Fluss: F\u00fcr die kurze Anbindung an die Innenstadt bricht er die Stadtkannte auf und setzt an dieser Stelle mit dem von ihm entworfenen Eckgeb\u00e4ude einen un\u00fcbersehbaren architektonischen Akzent. Das vorgezogene auf V-St\u00fctzen aufgest\u00e4nderte Eckgeb\u00e4ude bildet einen deutlichen Blickfang f\u00fcr die Ank\u00f6mmlinge aus Richtung der Loreto- und Drususbr\u00fccke und f\u00fchrt in elegantem Schwung in die S\u00fcdtiroler Stra\u00dfe. Den Abschluss bildet das Hotel Alpi. <\/p>\n<p>Das Hotel hat als Kopf der Eckbebauung eine Schl\u00fcsselrolle in dem architektonischen Konzept. Ronca \u00fcbernimmt f\u00fcr das Hotel H\u00f6he und Fassadencharakter des Eckgeb\u00e4udes, f\u00e4ngt aber dessen bewegten Schwung mit einem einfachen Geb\u00e4udekubus und einer ruhigen, rationalistisch anmutenden Fassade auf. Das Ganze erh\u00e4lt dadurch den notwendigen eindeutigen Abschluss. <\/p>\n<p>Die zentrale Stellung im Gesamtensemble und die damit verbundene enge Korrespondenz mit dem ebenfalls sch\u00fctzenswerten und von Ronca als dreiseitiger Blockrandbebauung entworfenen Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus an der Dr Julius Perathoner Stra\u00dfe (siehe Blatt Nr.89, Architektur in S\u00fcdtirol, Edition Raetia, Bozen 1993) ist ein weiterer Grund daf\u00fcr, dass der Hotelbau f\u00fcr die Wirkung des Gesamtensembles unverzichtbar ist. <\/p>\n<p>Ein Abriss des Hotels w\u00fcrde das einzigartige Ensemble im Kern treffen und das f\u00fcr Bozen typische Stadtbild der 1950er Jahre unwiederbringlich zerst\u00f6ren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kuratorium regt eine m\u00f6glichst breite und qualifizierte B\u00fcrgerbeteiligung an. Das Benko-Projekt zum Bau eines Grosskaufhauses am Busbahnhof in Bozen veranlasst zum Nachdenken und zu einigen \u00dcberlegungen. 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