RFI -Delegation erläutert dem Kuratorium für technische Kulturgüter das neue Sanierungsprojekt des B

Der Öffentlichkeitscharakter soll als Funktion auch im umgebauten Bahnhofsfoyer erhalten bleiben! Anlässlich der Übergabe der Kuratoriumsstudie über die 51 Südtiroler Bahnhöfe einer Abordnung der Bahnverantwortlichen aus Verona , wurde heute auch das neue Sanierungsprojekt des Bozner Bahnhofs dem Kuratorium vorgestellt. Der Bahnhof Bozen zählt demnach zu den 103 italienischen Bahnhöfen , die im Rahmen eines umfassenden Sanierungsprogramms aufgewertet und mit neuen Inhalten versehen werden. Das neue von Arch. Capoano (Verantwortlicher von Centostazioni für den Terriitorialbereich Nord-Osten) koordinierte Projekt , derzeit auf der Prüfbank von Gemeinde Bozen und Landesdenkmalamt, sieht eine sensible Restaurierung des Bahnhofsbaues vor. Als Leitlinien der mit 4 Millionen Euro veranschlagten Arbeiten gelten dabei neben der Sanierung und Instandhaltung von Aussenfassade und restlichem Baukörper auch die optimierte Beleuchtung, die Anpassung an die Sicherheitsbestimmungen, sowie eine Aufwertung des Zugangs zum Bahnhof. Neu zweckbestimmt werden Räume im Innern des Haupttrakts des Bahnhofs sowie im nördlich Anbau.. Ausschlaggebend sei, so Ing. Triolo, (Leiter von RFI Nordost) die neue Managementlinie der Bahn. Die Räume sollen wirtschaftlich und kommerziell genutzt werden und damit auch den Bahnhof selbst mit neuem Leben beseelen. Um tote Punkte im Gebäude auszuschalten und den Fluss der Reisenden und interessierten Kunden optimal zu leiten, sei geplant, symmetrisch zum jetzigen Zugang, also jeweils rechts und links eine neue Erschliessung vorzusehen. Zwei, durch eine transparente Abdeckung überdachte Treppen – samt behindertengerechten Rampen – werden beidseitig in Bahnhofshalle und Schalterraum führen. Über die jetzige zentrale Treppe gelangt man künftig nicht mehr in das Vestibül, sondern in eine Art Foyer mit kommerzieller Nutzung. Das Kuratorium, vertreten durch Elisabeth Baumgartner und Witti Mitterer sowie Vizepräsident Arch. Ugo Sasso, hat das geplante Sanierungs-Vorhaben positiv bewertet, vor allem die mit dem Denkmalamt abgestimmte Vorarbeit in einer ersten Planungsphase. Sorgen bereitet dem Kuratorium lediglich die angedachte Umnutzung des unmittelbar an den gegenwärtigen Eingang angrenzenden Haupttrakt. In diesem künftig kommerziell genutzten Foyer sollten sich Zweckbestimmung und der für den Bahnhof typischen Öffentlichkeitscharakter unbedingt decken. Vorgeschlagen werden beispielsweise die Unterbringung von Ausstellungsflächen, oder Informationsbüros von Kurverwaltung, oder anderen öffentlichen Einrichtungen, eventuell auch die Post, oder Ähnliches. Hand in Hand mit der Sanierung dieses zentralen Baukörpers wäre eine Verbreiterung des Gehsteigs vor der Haupttreppe sinnvoll. Die Adaptierung würde sich geradezu anbieten, da die Gemeinde Bozen ohnedies eine benutzerfreundliche Verlegung der Bushaltestellen plant. Seitens der Bahnverwaltung wurde dem Kuratorium die Bereitschaft signalisiert, Verbesserungsvorschläge in das Sanierungsprojekt zu integrieren.. Das Kuratorium wird künftig mit der Bahn eng zusammenarbeiten.