Die Grundidee stützt sich darauf, die Identifikation des Bahnhofs mit einfachen Mitteln möglichst kompakt zu erhalten und diesen dabei nicht seiner Zeugnisse der Alltagskultur zu berauben Für den Klausner Bahnhof soll ein Pilotmodell entwickelt werden, das in einem ersten Ansatz die bauliche Ausstrahlung des Bahnhofs als technisches Monument und Kleindenkmal in neuem gesellschaftlichen Kontext des Verkehrs- und Kommunikationszentrums Bahnhof verständlich und attraktiv machen soll. Im Bewusstsein, dass Südtirol für das europaweit einzigartige Ensemble technischer Bauwerke – wie es die Bahnlandschaft bietet- verantwortlich ist, setzt sich das Kuratorium für die Umsetzung eines modellhaften Pilotprojekts zur Erhaltung eines Bahnhofs ein. Da gerade der Klausner Bahnhof besondere historische Wurzeln hat und von seiner architektonischen sehr artikulierten und dennoch typischen Struktur für ein Pilotprojekt die richtigen Voraussetzungen mitbringt, ist das Kuratorium bereit, ein sinnvolles Nutzungskonzept auszuarbeiten, das stellvertretend bei anderen Bahnhöfe Schule machen könnte. Die Projektidee soll anhand eines vereinfachten, anschaulichen Modells dargelegt werden. Da das Pilotmodell auf die Gegebenheiten und örtlichen Voraussetzungen zugeschnitten ist und Vorstellungen und Zukunftsperspektiven der Gemeindeverwaltung berücksichtigen muss, wurden heute der Arbeitsgruppe des Kuratoriums, bestehend aus Arch. Ugo Sasso, Arch. Giorgio Pizzurro, Arch. Gisela Walk, Ing. Andrea Costantini, Elisabeth Baumgartner u.a. vom Bürgermeister Arthur Scheidle und seinem Stellvertreter Michael Mitterrutznernötigen sowie Kulturassessorin Maria Fink Unterlagen, Pläne und Querverweise übergeben. Klar ist, dass die Neunutzung des Bahnhofs eng mit einer urbanistisch-baulichen und landschaftlichen Aufwertung des gesamten Bahnhofsareals verbunden ist, so die Kuratoriumsvertreter. Aufgrund der verfügbaren Fläche des Bahnhofsareals (ca. 20.000m2) und der Baulichkeiten, die eine zentrale Funktion erfüllen, steht Klausen jetzt einer einmaligen Chance gegenüber. Das Neunutzungskonzept bietet die Gelegenheit für einen ausgewogenen Entwicklungsschub und damit zusammenhängend die Erarbeitung von Ordnungsprinzipien für eine sinnvolle Wachstumsstrategie, die von kreativen, lebendigen Szenarien gekennzeichnet ist so Scheidle. Der Technikschauplatz Bahnhof Klausen samt Viadukt und Remise, – ein architektonisches Kleinod, das beste Voraussetzungen bietet zum Markenzeichen einer neuen Szene mit historischem Flair zu werden !- , wird selbstverständlich in den Technikparcours längs der Fahrradtrasse aufgenommen und parallel dazu im Virtuellen Museum ausführlich dokumentiert.