Am kommenden Sonntag 25. März geht es erneut um den geschichtsträchtigen Grenzort Brenner. Mit dem diesmal italienischsprachigen Dokumentarfilm „Brennero, la vita di un con-fine“ lässt das Kuratorium für technische Kulturgüter die Geschichte des historischen Symbols Tirols nochmals Revue passieren. Am kommenden Sonntag 25. März geht es erneut um den geschichtsträchtigen Grenzort Brenner. Mit dem diesmal italienischsprachigen Dokumentarfilm „Brennero, la vita di un con-fine“ lässt das Kuratorium für technische Kulturgüter die Geschichte des historischen Symbols Tirols nochmals Revue passieren. Das Kernsensemble rund um den ehemaligen Schlagbaum – im Gedenken an die Grenze von 1918 und an das Europa der Grenzen – stellt inzwischen ein leider verschwundenes Unikat dar. Die Filmsequenz zeigt zum Einstieg den Abbruch von Fungo und Grenzzollhaus, an dessen Stelle inzwischen ein Zementklotz steht, der das neue Outlet-Center beherbergen wird. Entlang der Brennerstrasse, die zentrales Leitmotiv ist, wird die Grenze im Fadenkreuz von Politik und Wirtschaftsinteressen, Verkehrserschliessung, und soziokultureller Veränderung dargestellt. Der Brenner wird als kollektiver Gedächtnisort charakterisiert, dessen historisch markante Bauwerke mit teilweise schräger Architektur das Potential für eine Rekultivierung der Passlandschaft gehabt hätten. Leider ist es nicht gelungen, die verantwortlichen Entscheidungsträger, trotz zahlreicher Initiativen dazu zu bewegen, Alt und Neu im Grenzensembles kreativ zu integrieren. Der Brenner hätte so mühelos als Kulturmagnet die Funktion einer lebendigen, kleinräumigen Raststätte mit unverwechselbarem Markenzeichen übernehmen können. Anhand der persönlichen Geschichte verschiedener Zeitzeugen und historischer Filmeinspielungen vom Istituto Luce sowie aktueller Interviews mit prominenten Akteuren (Andreotti, Pfaundler, u.a.) werden Hintergründe und neue Ansätze im Nach-Schengen-Zeitalter ausgeleuchtet. Der Film von Wittfrida Mitterer wird im italienischen Programm von RAI 3 am Sonntag 25 März 07 um 9.45 Uhr ausgestrahlt. Schnitt Videocap, Klaus Romen.