Ausstellung BAHNbrechend startet morgen in Innsbruck

Neben dem zahlreichen Material aus Beständen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum erfährt die Ausstellung durch viele Leihgaben, unter anderem auch aus Südtirol, eine interessante Bereicherung. In der Schau zu sehen sind unter anderem auch einige Kurzfilme des Kuratoriums, die in der Rai-Sendereihe „“Drehmomente““ gezeigt wurden.
Der Fremdenverkehr ist eines der bedeutendsten Phänomene des 19. und 20. Jahrhunderts. Eine bisher nicht gekannte Mobilität der abendländischen Bevölkerung setzt im 19. Jahrhundert ein. Erste ?echte? Touristen im heutigen Sinn sind Engländer, die bereits nach Ende der Napoleonischen Ära nach Tirol reisen.

Der ?Massentourismus? setzt mit der Eisenbahn ein. Am 24. November 1858 wird die Bahnlinie von München über Kufstein nach Innsbruck feierlich eröffnet. Ein Jahr später folgt die Strecke Verona?Bozen. Durchgehend in Nord?Süd?Richtung befahrbar ist Tirol mit der Eröffnung der als ?Weltbahn? bezeichneten Brennerbahn im August 1867, während die vier Jahre später dem Verkehr übergebene Pustertalbahn mit ihrer Fortsetzung nach Osten die Verbindung zur Reichshaupt- und Residenzstadt Wien herstellt.

In der Ausstellung wird an Alois von Negrelli, Carl von Etzel, Achilles Thommen, Julius Lott erinnert, die schwierige technische Probleme des Bahnbaus im gebirgigen Land wie Streckenführung, Tunnel- und Brückenbau bewältigten.

Die Eisenbahn bringt nicht nur prominente Gäste, z. B. Arthur Schnitzler, Gustav Mahler, Henrik Ibsen ins Land, sondern kurbelt mit den vielen Gästen insgesamt die Wirtschaft an. Kurorte blühen auf, wovon Gries bei Bozen und Meran, wo sich auch Kaiser Elisabeth von Österreich aufhielt, wohl am bekanntesten wurden.

Gedruckte Führer, Fotoserien, Beschreibungen, Plakate usw. werden wichtige Werbemittel. Über diese Pionierzeit im Eisenbahnwesen hinaus wird die große Entwicklung des Bahnwesens bis heute gestreift.
Neben dem zahlreichen Material aus Beständen des Tiroler Landesmuseums Ferdinandeum erfährt die Ausstellung durch viele Leihgaben, unter anderem auch aus Südtirol, eine interessante Bereicherung. In der Schau zu sehen sind unter anderem auch einige Kurzfilme des Kuratoriums, die in der Rai-Sendereihe „“Drehmomente““ gezeigt wurden.