Attraktion Technikmeile und virtuelles Museum

Delegation des Baden-Württembergischen Museumsverbands informiert sich in Bozen über die Südtiroler Technikmeile. Die Museumsszene Südtirols bietet für den Museumsverband Baden-Württemberg ein thematisch breites und von der gestalterischen Umsetzung her spannendes Spektrum. Im Mittelpunkt der geplanten Herbstreise, der letzte Woche ein Südtirolbesuch voraus ging, steht zwar das Jubiläumsjahr 1809: ?Helden + Hofer? im Museum Passeier, die große desausstellung ?Labyrinth: Freiheit? auf der Franzensfeste, aber auch die vorbildliche Präsentation von kulturellen Denkmälern der technischen Entwicklung.

Besonders beeindruckt zeigte sich das Team aus Baden-Württemberg vom Kraftwerk in Kardaun nördlich von Bozen, wo seit 1929 ? damals das größte Wasserkraftwerk Europas ? Strom erzeugt wird. Mithilfe des von Witti Mitterer, Kuratorium, dargelegten außergewöhnlichen Darstellungsansatzes werden nicht einfach rein technikgeschichtliche Objekte und Daten präsentiert. Das Kuratorium für technische Kulturgüter in Bozen berücksichtigt vielmehr auch die jeweiligen zeit-, sozial- und wirtschaftsgeschichtlichen Aspekte der technischen Einrichtung, beispielsweise dieses Kraftwerkes, und macht diese den interessierten Besucherinnen und Besuchern zusätzlich zur Besichtigung der Technik vor Ort im virtuellen Museum ?Tecneum? zugänglich.

Der Museumsverband von Baden-Württemberg ? Interessenverband des Bundeslandes mit den meisten Museen (ca. 1.250) in Deutschland ? veranstaltet für seine Mitglieder alle zwei Jahre eine Studienreise zur Erkundung ausgewählter Museen in Europa. Dieses Jahr wird die Reise im Herbst 2009 stattfinden, Ziel ist die vielfältige Museumslandschaft von Südtirol. Zur Vorbereitung dieser Exkursion erkundeten Mitte März 2009 fünf Vorstands- und Beiratsmitglieder des Museumsverbandes Baden-Württemberg verschiedene Museen und Ausstellungen der Provinz Bozen. Vom Vorstand waren beteiligt: Vizepräsident Dr. Thomas Herzig und Beisitzerin Martina Meyr, vom Beirat Susanne Göbel, Dieter Peters und Werner Unseld