Das Phänomen Sinich – Dokumentarfilm im Rai Sender Bozen am 5.7.09

Zuerst kam die Fabrik, dann das Dorf. Bis 1924 war Sinich bei Meran vorwiegend unproduktives Sumpfland.
Dann beschloss das faschistische Regime den Bau einer Kunstdüngerfabrik.
Dass die Ansiedlung in Sinich und nicht wie ursprünglich geplant in Marling
entstand, ist dem massiven Widerstand der Meraner Fremdenverkehrskreise
zu danken.
Billige Arbeitskräfte aus Oberitalien und billiger Strom aus Südtirol
erleichterten das Vorhaben. Es entstand die grösste Stickstofffabrik Italiens.
Und mit der Fabrik wuchs auch das auf dem Reisbrett angelegte Arbeiter-
dorf , in dem die Bewohner mit allem versorgt wurden. Sie lebten wie in einem Getto.
Mit dem Phänomen „Sinich“ befasst sich die nächste Folge der „Drehmomente“
am Sonntag 05.07.09 um 20 Uhr 25 im Sender Bozen.