10. Kabinenbahn Dantercepies

10. Kabinenbahn Dantercepies

Wolkenstein in Gröden
1950
Der historische Sessellift vor dem Sellamassiv

Die Dantercepies-Bahn zählt zu den wichtigsten historischen Aufstiegsanlagen in Gröden. Sie wurde 1950 als damals längster Einer-Sessellift Europas eröffnet und seither mehrfach modernisiert. Heute verbindet eine moderne 10er-Kabinenbahn Wolkenstein über eine Mittelstation mit dem Grödner Joch und befördert bis zu 3.000 Personen pro Stunde. Im Winter ist sie ein zentraler Einstieg in die Sellaronda und die bekannte Cir-Piste, im Sommer ermöglicht sie einen bequemen Zugang zu Wander- und Mountainbike-Routen im UNESCO-Naturpark Puez-Geisler.

DATEN

Sammlung: Bergbahnen
Bezirk: Gröden
Aktueller Zustand: betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja
Inbetriebnahme: 1950

Ihre Geschichte beginnt 1949 mit der Initiative der Familie Pasti und dem Projekt des Ingenieurs Arturo Tanesini. Bereits 1950 wurde der erste Einer-Sessellift eröffnet – damals der längste in Europa –, der Wolkenstein in Gröden mit dem DantercepiesGebiet nahe dem Grödner Joch verband und neue Möglichkeiten für die Entwicklung des Skitourismus in der Region eröffnete.

In den folgenden Jahren wurde die Anlage mehrfach modernisiert: In den 1960er-Jahren ersetzte man den Einer-Sessellift durch einen Zweisitzer-Korblift. 1975 folgte eine der ersten kuppelbaren Gondelbahnen Italiens der Firma Agudio, die Kapazität und Komfort deutlich verbesserte. Anlässlich der Ski-Weltmeisterschaften 1970 in Gröden wurde die Cir-Piste angelegt, die zu einer der bekanntesten und beliebtesten Abfahrten im Skigebiet wurde – landschaftlich eindrucksvoll und sportlich anspruchsvoll.

1988 kamen vom italienischen Designer Pininfarina entworfene 6-Personen-Kabinen zum Einsatz. 1992 wurde die Anlage von der Leitner AG komplett erneuert, und 2013 erfolgte aufgrund eines Erdrutsches im Mai desselben Jahres ein weiterer Neubau auf neuer Trasse mit Mittelstation sowie modernen, panoramaverglasten 10-Personen-Kabinen.

Heute kann die Seilbahn bis zu 3.000 Personen pro Stunde befördern, bei einer Fahrzeit von nur etwa acht Minuten – schnell, bequem und leistungsstark. Die Bahn startet in Wolkenstein auf 1.647 m Höhe und erreicht über die Mittelstation (2.166 m) die Bergstation nahe des Grödner Jochs auf 2.291 m Höhe.

Im Winter ist die Dantercepies ein zentraler Ausgangspunkt für die berühmte Sellaronda, die vier Täler verbindet und Pisten für jedes Niveau bietet – von der sportlichen Cir-Abfahrt bis zu leichteren Pisten für Anfänger und Familien. Kostenlose Shuttlebusse und überdachte Parkplätze erleichtern den Zugang auch in Zeiten hohen Andrangs.

Im Sommer bringt die Seilbahn die Gäste bequem zu Wanderwegen und Mountainbike-Strecken im Naturpark Puez-Geisler, einem UNESCOWelterbe. Das Gebiet bietet vielfältige Outdoor-Möglichkeiten – von anspruchsvollen Touren für erfahrene Bergsteiger bis zu familienfreundlichen Ausflügen in einer beeindruckenden Naturkulisse. Die Dantercepies ist ein zentrales Bindeglied in den Dolomiten, das eine lange Tradition mit kontinuierlicher technischer Innovation verbindet und ganzjährig einen schnellen und sicheren Zugang zu einem Gebiet mit außergewöhnlichen sportlichen und landschaftlichen Möglichkeiten bietet.