Kraftwerk Pfelders

Kraftwerk Pfelders

Moos in Passeier
1946
Das Krafthaus liegt unmittelbar am Pfeldererbach am Beginn des Steiges, der zur Zwickauerhütte führt. AutorIn/Copyright: Frenes Norbert, Bozen

Das Pfelderer Kraftwerk
1946 wurde in Pfelders ein Kraftwerk gebaut. Es ergaben sich jedoch bald Probleme, da die eingebauten Maschinen aus einem andern Kraftwerk stammten und nicht an dieses angepasst waren. Das Kraftwerk wurde auf einer Seehöhe von 1641 m errichtet und hat eine Fallhöhe von 119 m.

Es gibt ein Entsandungsbecken bei der Einfassung

DATEN

Sammlung: Kraftwerke
Bezirk: Burggrafenamt
Aktueller Zustand: betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja
Baubeginn: 1946
Inbetriebnahme: 1946
AuftraggeberIn: Gufler Matthias und Co.

1946 wurde zur Versorgung von vier Gasthäusern bzw. Hotels (der „Pfelderer Hof“, das Gasthof „Pöhl“, der „Thomashof“ und das Hotel „Alpenblick“) ein kleines E-Werk mit einer Leistung von 12-13 kW erbaut. Dabei wurden die alten Geräte des in derselben Zeit umgebauten Gemeindewerkes Platt verwendet. Diese Maschinen wurden allerdings an das neue Kraftwerk nicht optimal angepasst, so dass sich immer wieder Probleme mit der Stromversorgung ergaben. Da außerdem der Bedarf an elektrischer Energie stark angestiegen war, wurde das Kraftwerk 1970 erweitert und auf die heutige Leistung von ca. 40 kW gebracht. 1989 wurde ein neuer Generator und 1994 eine neue Peltonturbine installiert. Zudem wurde 1994 zur Schonung der Turbine bei der Einfassung ein Entsandungsbecken gebaut.

Wegen der geringen Wasserführung in den Winermonaten werden zwei Seitenarme des Sandfeldfernerbaches zur Wasserableitung herangezogen. Das abgeleitete Wasser gelangt über zwei Leitungen zum Beruhigungsbecken, in dem sich Sand und vor allem der im Gletscherwasser (im Sommer) vorhandene Gletscherschliff ablagert. Über eine teils neben dem Bach verlaufende Druckleitung gelangt das Wasser zur zweidüsigen Peltonturbine.
Während im Sommer das Kraftwerk immer volle Leistung bringt, kann es in den Wintermonaten aus Wassermangel zu Engpässen kommen: daher wurde bei der Erneuerung des Werkes ein Parallelbetrieb mit dem öffentlichen Netz eingerichtet.

Baubeginn: 1946
Inbetriebnahme: 1946
Baukosten: 42.000 EURO
Typ: Laufkraftwerk
Aufstellungsort: 1641 m
Wasserfassung (Seehöhe): 1760 m
Einzugsgebiet: Sandfeldfernerbach
Fallhöhe [m]: 119 m
Turbine:
Type, Baujahr: zweidüsige Peltonturbine (Aster), 1995
Drehzahl: 1000 U/min;
Leistung: 40 kW;
Wassermenge : 35 lt/s
Generator:
Art: Synchongenerator
Leistung: 50 kVA;
Spannung: 400 V;
Frequenz: 50 Hz;
Drehzahl: 1000 U/min;
cos phi: 0.8
Transformator:
nicht vorhanden
Betriebsart: Parallelbetrieb
Wassermengen: 0.55 Mio. m³ im Regeljahr
Mittlere Jahreserzeugung: 160.000 kWh

Das vom Sandfeldfernerbach entwässerte Gebiet liegt nördlich der Ortschaft Pfelders in Passeier und reicht vom Ötztalerhauptkamm (Staatsgrenze) bis zum Talboden von Pfelders. Es reicht vom Scheiberkogl (3135 m) im Westen bis zur Liebenerspitze (3400 m) im Osten. Während im Sommer Schneeschmelze und Gletscher für reichlich Wasser sorgen, sind es in den Wintermonaten nur mehr einzelne Quellen, die für eine zum Betreiben des Kraftwerks noch ausreichende Wasserführung sorgen. Wie in allen hochalpinen Einzugsgebieten ist die Wasserführung jahreszeitlich extrem schwankend.

Die Wasserfassungen an zwei Seitenarmen des Sandfeldfernerbaches liegen nördlich von Pfelders etwa gleich hoch in 1760 m Höhe über dem Meer
Das Kraftwerk liegt orographisch links des Pfeldererbaches neben der Feuerwehrhalle in 1641 m Höhe über dem Meer.

Anfahrt
Von Meran kommend nach St. Leonhard in Passeier, auf der Timmelsjochstraße weiter bis Moos in Passeier und auf der Landesstraße nach Pfelders. Das Kraftwerk liegt am nördlichen Rand der Ortschaft Pfelders gleich hinter einer kleinen Brücke über dem Pfeldererbach (neben der Feuerwehrhalle). Nach dieser Brücke beginnt auch der Steig zur Zwickauerhütte. Parkmöglichkeit beim Kraftwerk.

Matthias Gufler & Co.
Pfelders 29
39013 Moos in Passeier
Tel: 0473 646706
Webseite: http://