Kraftwerk Seeber Alm

Kraftwerk Seeber Alm

Moos in Passeier
1979
Die Maschinen sind in einem Nebengebäude der Seeberalm untergebracht. Im Bild der Senner mit Herrn Pfitscher, dem für die Kraftwerke zuständigen Gemeindetechniker. AutorIn/Copyright: Frenes Norbert, Bozen

Das Kraftwerk auf der Seeber Alm in Moos in Passeier liegt auf 1845 m Meereshöhe. Es wird vom Glaneggeralmbach gespeist und besitzt eine Fallhöhe von 109 m
Der Bau des Kraftwerkes wurde 1979 begonnen und im selben Jahr abgeschlossen.
Saisonbetrieb: Anfang Mai – Mitte Oktober
Wenn im Winter Schneemangel herrscht, gibt es im Herbst wenig Wasser und daher weniger Strom.

DATEN

Sammlung: Kraftwerke
Bezirk: Burggrafenamt
Aktueller Zustand: betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja
Baubeginn: 1979
Inbetriebnahme: 1979
AuftraggeberIn: Interessentschaft Seeber Alm

1979 begann die Alminteressentschaft „Seeber Alm“ mit dem Bau des Kraftwerkes auf 1845 m. Dabei wurden Generator und Turbine aus verschiedenen alten Anlagen zusammengesetzt. Die Kosten von damals 15 Mill. Lire (umgerechnet 7500 €) wurden zu 50% durch Landesbeitrag finanziert.

Der Glaneggalmbach wird auf 1954 m durch eine etwas rudimentär angelegte Wasserfassung zum Beruhigungsbecken abgeleitet, das nicht benötigte Wasser fließt sofort wieder in das Bachbett zurück. Über ein Druckrohr gelangen maximal 10 l/s Wasser zum 109 m tiefer gelegenen Kraftwerk, das sich in einem Nebengebäude der Seeberalm befindet. Peltonturbine, Generator und Regelung stammen aus einem älteren, aufgelassenen Kraftwerk, wodurch die Herstellungskosten sehr gering gehalten werden konnten.

Baubeginn: 1979
Inbetriebnahme: 1979
Baukosten: 7500 EURO
Einzugsgebiet: Glaneggeralmbach
Fallhöhe [m]: 109 m
Aufstellungsort: 1845 m
Wasserfassung (Seehöhe): 1954 m
Typ: Laufkraftwerk
Turbine:
Type, Baujahr: Pelton (hergestellt von der Firma Kartnaller, Algund)
Drehzahl: 750 U/min
Leistung: 10 kW
Wassermenge: 10 l/s
Generator:
Art: synchron
Leistung:10 kVA
Spannung: 0,23 kV
Frequenz: 50 Hz
Drehzahl: 3000 U/min
cos phi: 0,8
Transformator:
nicht vorhanden
Betriebsart: Parallelbetrieb
Mittlere Jahreserzeugung: 25.000 kWh
Wassermengen: 0,1 Mio. m³ im Regeljahr

Das Einzugsgebiet des Glaneggeralmbach in den östlichen Ötztaler Alpen liegt südseitig des Alpenhauptkammes unterhalb der Äußeren Schwenzer-Spitze. Der Bach führt in den Sommer- und Herbstmonaten genügend Wasser, um das Kleinkraftwerk zu betreiben, mit dem Die Seeberalm mit elektrischen Strom versorgt wird. Vom Spätherbst bis zum Frühsommer ist das Kraftwerk außer Betrieb.

Das Kraftwerk liegt in einem Nebengebäude der Seeberalm auf 1845 m, die Wasserfassung befindet sich im Almenbereich oberhalb der Alm in 1954 m Höhe. Die Fallhöhe beträgt somit 109 m.

Anfahrt
Von St. Leonhard in Passeier nach Moos in Passeier und auf der Timmelsjochstraße bis zum Gasthaus Hochfirst, das am Beginn der Scheitelstrecke liegt. Weiter bis zur ersten Kehre des Schlussanstieges; dort Parkmöglichkeit.

Wegbeschreibung
Vor der ersten Kehre der Scheitelstrecke des Timmelsjoches gelangt man auf markiertem Weg (auf Hinweisschilder achten) in fast ebener Wanderung in etwa einer halben Stunde zur Seeberalm.

Interessentschaft Seeber Alm
Seeber Alm
39013 Moos in Passeier
Tel: 0473 647041
Webseite: http://