47. Seilbahn Saring–Aschbach
Die Seilbahn Aschbach („Seilbahn Rabland–Aschbach“) ist ein bedeutendes technisches Verkehrsmittel im westlichen Burggrafenamt, das seit Jahrzehnten eine wichtige funktionale, wirtschaftliche und kulturhistorische Rolle einnimmt. Sie verbindet den Talort Rabland (Gemeinde Partschins) mit dem auf 1.360 m gelegenen Bergdorf Aschbach, einem Ortsteil der Gemeinde Algund.
DATEN
Die Seilbahn wurde in ihrer ursprünglichen Form am 2. September 1971 in Betrieb genommen, um die schwer zugängliche Fraktion Aschbach besser an das Tal anzubinden. Die Seilbahn konnte 70 Personen pro Stunde befördern und diente zunächst hauptsächlich dem Personen- und Warentransport für die ansässige Bevölkerung und für die Landwirtschaft. Erbaut wurde sie von der Gemeindeverwaltung Algund. Im Oktober 2012 wurde der Betrieb eingestellt, um einen Umbau durch die Firma Doppelmayr zu ermöglichen.
Zwei neue Kabinen bieten nunmehr je 35 Personen Platz, die Talstation (522 m) wurde renoviert und die Bergstation (1.349 m) neu gebaut. Im Sommer 2013 wurde die neue Seilbahn eröffnet; sie bewältigt die 827 m Höhendifferenz in sieben Minuten Fahrzeit.
Die Seilbahn gehört zu den wenigen öffentlichen Zubringerbahnen in Südtirol, die nicht nur touristischen Zwecken, sondern in erster Linie der Erschließung einer Wohn- und Landwirtschaftszone dienen. Sie stellt somit eine Infrastruktur mit eindeutig sozialem Auftrag dar. Bis Ende der 1970er-Jahre die 12 km lange Zufahrtsstraße erbaut wurde, war sie die einzige Verbindung zum Bergdorf Aschbach. Heute wird die Seilbahn immer noch von der Gemeinde Algund betrieben und dient sowohl der lokalen Bevölkerung (z. B. als Schulweg, für tägliche Pendelfahrten, Landwirtschaft) als auch Wanderern und Radfahrern als Zugang zum Naturparadies Aschbach. Da die Talstation direkt an der Haltestelle Rabland der Vinschgauer Bahn liegt, ist diese Seilbahn Bestandteil eines nachhaltigen Mobilitätsangebots.
