60. Wasserstation Welsberg

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60. Wasserstation Welsberg

Welsberg
1871
Der Wasserturm wurde anlässlich der 150-Jahr-Feier eingeweiht

Der einzige, noch in seinem Originalzustand erhaltene Wasserspeicher im Pustertal befindet sich am Bahnhof Welsberg. Der achteckige Turm, 1871 in Betrieb genommen, ist ein markantes Wahrzeichen der Bahnbauten aus der k. k. Monarchie.

DATEN

Sammlung: Bahnen
Bezirk: Pustertal
Inbetriebnahme: 1871

Dampflokomotiven verbrauchten auf ihren Fahrten enorme Wassermengen – etwa das Sieben- bis Achtfache des eingesetzten Brennmaterials (rund 7 bis 8 kg Wasser pro Kilogramm Kohle). Da die Loks keine so großen Wasservorräte mitführen konnten, waren entlang der Strecke spezielle Wasserstationen erforderlich. Diese dienten dazu, kurzfristig große Mengen Wasser bereitzustellen, da der Bedarf beim Befüllen der Lokomotive höher war als der natürliche Zufluss.
Auf der Pustertaler Bahnlinie entschied man sich einheitlich für oktogonale Wasserbehälter mit einem Durchmesser von 5,69 m (18 Fuß) und einem Fassungsvermögen von 75 m³ (75.000 Liter). Diese Bauweise ermöglichte durch kompakte Konstruktion eine kosteneffiziente Lösung.
Die Station diente zur Versorgung der Dampfloks mit Wasser, gespeist durch das natürliche Gefälle von Hochquellen südlich der Bahnlinie mittels Gravitationsleitung. Während des rund 15-minütigen Aufenthalts am Bahnhof wurden die Tender gefüllt, der Aschekasten entschlackt und Kohle nachgeladen – ein Vorgang vergleichbar mit einem Tankstopp.

Der Gemeindeverwaltung von Welsberg-Taisten ist es ein besonderes Anliegen, dieses historisch einzigartige Bauwerk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und für kommende Generationen zu bewahren. Das architektonische Kleinod bietet vershiedene Nutzungen, unter anderem Urlaub im Baudenkmal, artists in residence oder Nachquartier fü Rad und Bahnfreaks.