Das Kuratorium begrüsst grundsätzlich, dass sich die Gemeinden für die Bahnhöfe engagieren, aber mit dem Appell, mit der wertvollen Bausubstanz sensibel umzugehen.
Das Kuratorium begrüsst grundsätzlich, dass sich die Gemeinden für die Bahnhöfe engagieren, aber mit dem Appell, mit der wertvollen Bausubstanz sensibel umzugehen. Mit diesem Aufruf reagiert das Kuratorium auf den ersten von der Landesregierung heute gesetzten Schritt in Sachen Leihbahnhöfe. Die Lokalverwalter übernehmen mit der beschlossenen Übertragung von 21 Bahnhöfen eine grosse Verantwortung für ein historisches Erbe, das weltweit ein Unikat darstellt. Südtirols Bahnhöfe aus der altösterreichischen Ära bilden ein in dieser Geschlossenheit einmaliges Ensemble. Da die bisherigen Bemühungen um mehr Komfort teilweise auf Kosten der Bausubstanz von den Bahnverantwortlichen verwirklicht wurden, wäre nun zu wünschen, dass die Schritte auf lokaler Ebene auch mit den örtlichen Fachinstitutionen abgestimmt werden. Mit ihrem eigenen Flair sind die historischen Bahnhöfe der Bevölkerung geradezu ans Herz gewachsen. Da das Land für die Aufwertung der Bahnhöfe eine stattliche Summe bereit stellt, ist es dem Kuratorium ein dringendes Anliegen, dass der Öffentlichkeitscharakter des Bahnhofs mit entsprechenden Freiräumen erhalten bleibt, weil ohne Attraktivität und Schwerpunktfunktion des Bahnhofs dem Ortsbild ein wesentliches Merkmal verloren geht. Das Kuratorium hat vergangenes Jahr zu den historischen Bahnhöfen eine umfangreiche Expertise vorgelegt, sodass sich das Land an einer Zusammenarbeit interessiert gezeigt hat. Ebenso gibt es Ansätze einer positiven Zusammenarbeit auf Gemeindeebene z.B. in Klausen.