Finissage im Adambräu am 3. Februar 2006. Die Ausstellung (Grenze) Brenner-Pass schliesst die Tore.

{mosimage} Die gut besuchte Ausstellung (Grenze) Brenner-Pass wird anfang Februar die Tore schliessen. Zum Abschluss der erfolgreichen Initiative des Kuratoriums und des Archivs für Baukunst findet am 3. Februar eine Finissage im Adambräu statt. Auf dem Programm stehen Referate zweier hochkarätiger Referenten: Nationalratspräsident Andreas Khol wird ausgehend von seinen persönlichen Erinnerungen an den Brenner über die Erwartungen sprechen, die mit dem Grenzabbau im Eu-Raum verbunden sind; der Zeitgeschichtler Michael Gehler vom Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck vertieft den historischen Hintergrund und zeichnet den Brenner als Dauerbrenner, als einen negativen Gedächtnisort und als historisches Symbol Tirols von 1918 bis 1998. Mit der Veranstaltung soll nochmals ausgehend vom Ausstellungsparcours, der ausstrahlungsstark den Brenner an der Kaiserstrasse bis hin zum Wirtschaftseldorado in den Siebzigerjahren und dem Grenzrückbau nach Schengen beleuchtet, eine thematische Vertiefung geboten werden. Nach dem besonders erfolgreichen Kulturevent 2002 mit Anregungen zur Schaffung einer lebendigen Raststätte und dem Zeitzeugentreffen in der singulären weil grenzüberschreitenden Pfarre mit uralter Geschichte hat die Ausstellung (Grenze) Brenner Pass, eine Gemeinschaftsarbeit von Archiv für Baukunst der Uni Innsbruck und Kuratorium, weit über die Grenzen hinaus den Brenner ins rechte Licht gerückt. Das nach Schengen leer gewordene architektonische Kernensemble rund um den ehemaligen Schlagbaum muss mit neuen Funktionen belebt werden, Hand in Hand mit der Rekultivierung einer Passlandschaft, die sich Millionen von Reisenden eingeprägt hat. Ziel ist es, technischen Denkmäler und Zeitzeugnisse ins Bewusstsein zu rücken, die aus weitgehend in Vergessenheit geratenen Epochen wie Alt-Österreich oder aus politisch belasteten Regime-Zeiten wie des Faschismus stammen. Der Brenner stellt mit seinen Zeugnissen gelebter Alltagskultur ? im Gedenken an die Grenze von 1918 und an das Europa der Grenzen ? inzwischen ein Unikat dar. Am Brenner wurden die historisch markanten Bauwerke dieses Grenzensembles mittels Bauaufnahmen und fotografischen Bestandsaufnahmen für ein Bautenglossar in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck, Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege ausführlich wissenschaftlich dokumentiert. Die gleichnamige Publikation soll dazu beitragen, am Brenner Alt und Neu zu integrieren, auf der Grundlage eines wohlüberlegten Konzepts. Die kreative Einbeziehung von typischen Bauten und Zeitzeugnissen der Grenze stößt inzwischen nämlich auch deshalb auf Zustimmung, weil sie der von der EU geförderten Neubelebung des Brenners ein unverwechselbares Markenzeichen verleihen würde. Die Finissage in Innsbruck im Adambräu direkt an der Bahnhofsmeile beginnt am 3.2.06 um 18.00 Uhr. Ort: Archiv für Baukunst im Adambräu Lois Welzenbacher Platz 1 6020 Innsbruck Öffnungszeiten Ausstellung 7. Dezember 2005 ? 3. Februar 2006 Di-Fr 11.00-18.00, Sa 11.00-17.00, Do 11.00-21.00 Uhr www.uibk.ac.at/c/c8/c822/archiv-fuer-baukunst/ www.technikmuseum.it
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