Die Eröffnung findet in der Freien Universität Bozen am 4. April 2006 statt. Als „“Stargast““ wird Südtirols prominentester Grenzgänger Reinhold Messner erwartet. Appell für eine Rekultivierung der Passlandschaft Auf die starke Publikums-Nachfrage hin kommt die Ausstellung (Grenze) Brenner Pass nach Bozen. Dank der Zusammenarbeit des Kuratoriums mit der Fakultät für Design und Künste wird die Ausstellung, die einen Querschnitt durch die bewegte Geschichte des Grenzortes bietet, im Foyer der Universität vom 4.4.06 bis 5.5.06 für das Publikum zugänglich sein. Anlässlich der Vernissage, bei der auch Südtirols prominentester Grenzgänger, Reinhold Messner anwesend sein wird, werden einige kurze historische Original-Filmdokumente gezeigt, die den Sonderfall Brenner im Fadenkreuz der politischen Entscheidungen darstellen. Ziel der Ausstellung ist es, einen Denkanstoss zu bieten, wonach der Brenner als kollektiver Erinnerungsort, jetzt 10 Jahre nach Schengen, akkreditiert und im Bewusstsein der Öffentlichkeit neu verankert wird. Der Brenner ist ja inzwischen nach dem Fall der Grenzbalken teilweise zu einem ?Unort? degradiert, der auf der Suche nach einer neuen Identität ist. Das für die Grenze typische architektonische Kernensemble riskiert stark verändert zu werden. Dabei würde die Gedenkstätte ihre Daseinsberechtigung verlieren. Der Brenner ist ein Ort von internationaler Bedeutung. Bekannt ist er nicht nur als der meist befahrene Alpenpass sondern auch als eine der vormals schwierigsten Grenzen Europas. Die Ausstellung, eine Gemeinschaftsarbeit des Archivs für Baukunst und des Kuratoriums für technische Kulturgüter, thematisiert nun erstmals das Bauensemble rund um den ehemaligen Schlagbaum. Die Entstehungsgeschichte des Gebäudebestands an der sogenannten Schicksalsgrenze von 1918 und der Veränderungsprozess des Grenzortes bis zur Aufhebung der Kontrollen durch das Schengener Abkommen 1998 werden im politischen und kulturellen Kontext dargestellt. Historische und aktuelle Fotografien, Pläne und Dokumente geben Einblick in eine Alltagskultur jenseits von gewohnter Alltäglichkeit und Normalität. Präsentiert wird auch der in italienischer Sprache neu aufgelegte Ausstellungskatalog. Die Ausstellung will impulsgebend einen kraetiven Denkanstoss bieten, der für den Geschichtsort Brenner revitalisierende Wirkung haben soll. Appelliert wird an die Rekultivierung der Passlandschaft. Die Eröffnung der Ausstellung erfolgt durch Landeshauptmann Luis Durnwalder am 4.4.06 um 18.oo Uhr. Eine Ausstellung des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck und des Kuratoriums für technische Kulturgüter Ausstellungsort FREIE UNIVERSITÄT BOZEN SERNESISTRASSE 1 Ausstellung organisiert in Zusammenarbeit mit der Fakultät für Design und Künste Dauer 4.April 2006 ? 5. Mai 2006 geöffnet täglich von 8.00-22.00 Uhr geschlossen Sonntag, sowie in der Osterwoche vom 14. -17. 4.06 www.unibz.it www.technikmuseum.it Parallel zur Ausstellung in Bozen werden auf den 23 Raststätten der Brennerautobahn von Brenner bis Modena Plakate mit historischen Fotodokumenten aus wertvollen Archivbeständen gezeigt, die Einblick in die spannende Baugeschichte bieten. Ausstellungskatalog (Grenze) Brenner-Pass , 270 Seiten mit einem vollständigen Bautenglossar Hrsg. von Wittfrida Mitterer, Athesia-Verlag Bozen mit Beiträgen von Othmar Barth, Günther Ennemoser, Ettore Frangipane, Umberto Gandini, Rainer Graefe, Horst Hambrusch, Magdalena Weingartner Hörmann, Herlinde Menardi, Wittfrida Mitterer, Roland Riz, Hugo Senoner, Gunther Waibl.