Ausstellung (Grenze) Brenner-Pass als Kulturmagnet während der Wirtschafts- Expò am Brenner.

Als kulturelles Highlight wird anlässlich der Wirtschaftsschau am Brenner die viel beachtete Ausstellung Grenze Brenner Pass erneut zu sehen sein. Der ?Unort““ Brenner, der sich derzeit rund um den ehemaligen Schlagbaum als eine einzige Baustelle präsentiert, an der munter abgerissen wird, was aus Investorensicht mit Blick auf das neue Outlet-Center dank Unterstützung durch die Gemeinde Brenner nicht mehr brauchbar erscheint bleibt trotz allem eine Stätte, die nicht mit anderen anonymen Bauzonen, Verkehrszentren und Gewerbegebieten zu vergleichen ist.

Die Vergangenheit des Brenners liefert genügend Argumente, um sich behutsam und sorgfältig auch um seine Zukunft zu kümmern. Der denkmalpflegerische Sonderfall dieses ?Geschichtsorts““ ist nicht nur im Ensembleschutzgedanken gut verankert, es kommt ihm auch in einer allgemeinen Kulturdebatte ein Stellenwert zu, den man mit Gedenkstätte und Erinnerungs-Ort zu beschreiben hat und dem es zu einem seriösen Fortbestand zu verhelfen gilt.
Die Ausstellung will mit der Dokumentation den geschichtsträchtigen Ort im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern. Die unterschiedlichen Bauten, in den Bauaufnahmen von Studierenden der Universität Innsbruck unter der Leitung von Horst Hambrusch festgehalten, reichen vom Lokschuppen aus dem 19. Jahrhundert, Militärkaserne und Eisenbahnerwohnungen aus den Zwanzigerjahren, bis zur Kirche und Autobahn-Zollstation der Sechziger- und Siebzigerjahre. Die künftige Funktion und Gestalt der Bauten und der Landschaft am Brenner mit seiner herben Romantik wird eine Erfolg versprechende Zukunft haben, wenn die Planungen von einem umfassenden kulturellen und wirtschaftlichen Ansatz getragen werden.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Wirtschaftstreibenden, die den Brennermarkt während der Expò beleben werden, die herbe Hochgebirgslandschaft des Alpenpasses und das besondere Flair des Grenzortes als einen Mehrwert wahrnehmen: eine intelligente Nutzung des Bestands trägt nach wie vor dazu bei,
den intelektuellen und wirtschaftlichen Umsatz zu steigern.
Die Ausstellung, eine Gemeinschaftsinitiative vom Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck und des Kuratoriums für technische Kulturgüter in Südtirol ist im Prenner-Haus vom 11.Mai 2007 bis 1.Juni 2007 zu sehen.
Öffnungszeiten:
11.-13. Mai 07 von 10.00 bis 20.00 Uhr
14. Mai -1. Juni 2007 von 17.00 bis 19.00 Uhr
Weitere Infos:
www.uibk.ac.at/baugeschichte/archiv-fuer-baukunst
www.technikmuseum.it