Bauaufnahmen der Hochbauten der Brennerbahn dem Land übergeben

Kuratorium übergibt Transportlandesrat Thomas Widmann die Bauaufnahmen der historischen Hochbauten längs der Brennerbahn
Das Kuratorium für technische Kulturgüter hat dem Landesrat für Transporte, Thomas Widmann die vollständigen Bauaufnahmen der bestehenden Bahnhofsbauten der Brennerbahn übergeben. Das Kuratoriumsprojekt ist in Kooperation mit der Universität Innsbruck, Institut für Baugeschichte und Architekturtheorie, im Zeitraum zwischen Oktober 2006 und Juni 2007 abgewickelt worden. Insgesamt 40 Studierende an der Innsbrucker Baufakultät haben unter der Leitung von Prof. Horst Hambrusch und dem Aisstententeam Helmut Trenkwalder und Hansjörg Griesser den Bestand der historischen Hochbauten längs der Brennerbahn im Abschnitt Brenner-Bozen vermessen, in Plänen und Skizzen festgehalten und fachgerecht dokumentiert. Dabei gilt es zu unterstreichen, dass die Hochbauten nach Plänen des k.u.k. Südbahnarchitekten Wilhelm von Flattich 1867 erbaut, von hohem technikgeschichtlichen und architektonischen Wert sind und in dieser Dichte ein Ensemble bilden, das europaweit ein Unikat ist. Die Architektur der Bahnbauten ist von einem freien, materialgerechten Historismus geprägt. Sie sind auch heute noch – wenn auch teilweise in ihrer ursprünglichen Zweckbestimmung überholt- Fixpunkte einer noblen, massvollen und menschlichen Baukunst geblieben. Die Kette der Bahnbauten macht baukulturelle Wurzeln sichtbar. Erstrebtes Ziel des Kuratoriums ist es, für die Objekte neue Funktionen und Nutzungsansätze zu erarbeiten, um das technische architektonische Kulturgut aufzuwerten und öffentlich zugänglich zu machen. Kleine Haltestellen, die direkt am Radweg liegen, würden sich z.B. als Rastpunkte für Radfahrer besonders anbieten. Mit der Übergabe dieser neuen Bauaufnahmen auf elektronischem Datenträger ergänzt das Kuratorium die Studie über die Südtiroler Bahnhöfe, die bereits dem Land im November 2004 überreicht worden ist.