Stadtbilder einst und jetzt im Adambräu. Mit einem neuen Ansatz wird die Entwicklung des Ortsbildes der Stadt Innsbruck aufgezeigt. Das Kuratorium für Technische Kulturgüter setzt sich seit jeher für den Erhalt der architektonisch gewachsenen Stadträume ein und fordert einen pfleglichen Umgang mit der Bausubstanz sowie eine kreative Verbindung zwischen Alt und Neu. Anlass für diese Ausstellung sind einschneidende Veränderungen im Innsbrucker Stadtbild ?
Veränderungen, die von den einen als Verjüngung und Erneuerung gefeiert, von anderen als fortschreitende Zerstörung des historischen Stadtensembles beklagt werden.
Darum geht es also: Veränderungen bewusst zu machen. Was war charakteristisch für das Innsbrucker Stadtbild vor hundert Jahren? Vor fünfzig Jahren? Vor fünf Jahren? Was prägt das Erscheinungsbild unserer Stadt heute?
Der Vergleich von historischen Stadtansichten und aus gleichem Blickwinkel gemachten aktuellen
Fotos soll jedem ermöglichen, sich selbst ein Bild zu machen. Die Veränderungen von Stadtbildern voll ziehen sich eher unauffällig in kleineren Schritten. Dem Einheimischen entgeht deshalb vieles von dem, was der nach Jahren Zurückgekehrte sofort bemerkt.
Die hier gezeigten Bilder sprechen für sich. Texte und Bildunterschriften erklären, was zu sehen ist und in welchen historischen Zusammenhängen es entstand. Die Ausstellung erstreckt sich im Adambräu über zwei Geschosse, wobei der Besuch der Ausstellung sowohl hier, auf Ebene 3, als auch im oberen Stockwerk begonnen werden kann: Während auf Ebene 6 anhand von 55 Ausstellungstafeln ein Rundgang durch Innsbruck zu ausgewählten Orten, Plätzen und Straßenzügen geboten wird, finden sich auf Ebene 3 vertiefende Studien zur Entwicklung und zum Zu stand ausgewählter Ortsbilder der Stadt.
Ausstellung und Katalog dieser vergleichenden Foto dokumentation sind eine Arbeit des Archivs für Baukunst der Universität Innsbruck. Grundlage für Publikation und Ausstellung ist eine Diplomarbeit, die Martina Hellrigl und Miriam Rainer am Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege im April 2007 abgeschlossen haben.
Konzeption: Rainer Graefe, Martina Hellrigl, Christoph Hölz
Gestaltung von Ausstellung und Katalog: Klaus-Jürgen Sembach
Neuaufnahmen: Miriam Rainer und Martina Hellrigl, Alexander Gastager
Ausstellungstexte: Christoph Hölz
Ausstellungsteam: Albert Frisch, Rixt Hoekstra, Angelina Köb, Miriam Rainer, Franz Wegleitner,
Valentin Weiss
Bauaufnahmen auf Ebene 3: Horst Hambrusch mit Studenten und Tutoren des Lehrstuhls für Baugeschichte
und Denkmalpflege
Gegenüberstellung von Baudetails auf Ebene 3: Jörg Purner, Lehrstuhl für Baugeschichte und
Denkmalpflege
Ein Großteil der historischen Fotos wurde uns vom Innsbrucker Stadtarchiv zur Verfügung gestellt,
welches diese Veröffentlichung auch in seine Schriftenreihe aufgenommen hat. Unser besonderer
Dank gilt Lukas Morscher und Roland Kubanda.
Ausstellung und Katalog wurden durch die Förderung des Interreg III-Programms Österreich-Italien
ermöglicht.