„Vom Heldenberg zur Sportarena“
Bauten und Projekte für den Bergisel 1809-2009
Die Ausstellung in Algund, im Vorfeld der Volksschauspiele, besteht aus 16 Tafeln, auf denen in leicht verständlicher Form Tiroler Geschichte im zeitkritischen Kontext erlebbar gemacht wird. Die Informationen in Bild und Text thematisieren den Bergisel aus einem neuen Blickwinkel. Das breit gefächerte Panorama der Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2009 wird damit effektvoll ergänzt. Der Bergisel war wichtigster Schauplatz der Tiroler Freiheitskämpfe von 1809. Nach dem Ende der napoleonischen Kriege wurde er ab 1816 zum „Heldenberg“ ausgestaltet. Mit dem Bau der ersten Sprungschanze 1925 wurde der Bergisel neu entdeckt als „Sportarena“ und 1964 und 1976 zum prominenten Austragungsort der Olympischen Winterspiele.
Die Ausstellung erzählt anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Schlachten die wechselvolle Geschichte des Bergisels anhand seiner Bauten und Projekte. Gespannt wird der Bogen von der Errichtung der ersten Schießstätten bis zum Bau des neuen Museums, das 2010 eröffnet wird.
Sämtliche Gebäude und Denkmäler, ebenso wie die nie ausgeführten Entwürfe zur Ausgestaltung des Bergisels werden präsentiert. Sie stammen zum Teil aus der Hand namhafter Architekten und werden im zeitkritischen Kontext erlebbar gemacht.
Mehr als jeder andere Kampfschauplatz wurde der Bergisel besonders nach der Teilung Tirols nach dem Ersten Weltkrieg zum kollektiven Gedächtnisort. In den letzten 200 Jahren ist der Bergisel zu einem heterogenen Ensemble mit Symbolcharakter heran gewachsen.
Für die umfassende baugeschichtliche Dokumentation, die den genius loci nachzeichnet, haben das Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck, das Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, das Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck sowie Private ihre Bestände geöffnet. Es handelt sich zum Teil um Zeichnungen und Modelle, die seit ihrer Entstehung für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich waren. Sie stellen damit ein weitgehend unbekanntes, aber bedeutendes Zeugnis der Tiroler Geschichte dar, dessen Aufarbeitung überraschende Einblicke liefert.
Algund, Peter Thalguter Haus
15.05.-28.06.2009
Bergisel, Innsbruck, ab Juli 2009
Initiative von:
Archiv für Baukunst der Universität Innsbruck
In Zusammenarbeit mit
Kuratorium für Technische Kulturgüter
Unterstützung durch:
Autonome Provinz Bozen
Land Tirol
Gemeinde Algund