Technik zum Anfassen

Zur „Experimenta“ 2012, der heuer 7. Ausgabe, im Rahmen der Langen Nacht der Museen haben sich auch heuer wieder zahlreiche Jugendliche und am Thema Interessierte eingefunden. Vor dem Hintergrund von Generatoren, Drehzahlreglern, Schauturbinen im Blickkontakt mit dem ältesten Kraftwerk im Bozner Raum, das vom Eggentaler Bach gespeist wird, boten Jugendliche an Experimentiertischen Technik live zum Anfassen. An 10Versuchsstationen längs eines innovativen Didaktiklehrpfads wurden anhand von spannenden Experimenten Hintergrundwissen rund um die physikalischen Phänomene des elektrischen Stroms vermittelt. Die Infos aus erster Hand wurden von Schülern der Geometerschule Peter Anich und der Gewerbeoberschule Galileo Galilei in Begleitung ihrer Tutoren fach- und sprachübergreifend so anschaulich dargeboten.
Die Versuche im Etschwerke-Kraftwerk waren Technik pur im Tiefgang: anschaulich und nachvollziehbar wurden auch komplizierte Zusammenhänge aufgezeigt, die Einsichten boten in die uns umgebende Natur und die so die Jugendlichen zum Staunen und Nachdenken angeregt haben.
Experimente die besonders gut angekommen sind, waren unter anderem die Entladungsblitze aus dem Bandgenerator, die Zitronenbatterie, die Automation, die Leiterschaukel oder der Super Simple Motor.

Ziel der Initiative, die sich auch heuer wieder im Rahmen der Langen Nacht der Museen abgespielt hat, war es, im Kraftwerk das Bewusstsein für die Schätze der Technik im Lande zu vertiefen, und den Ablauf oft ganz selbstverständlicher technischer Vorgänge nachvollziehbar zu gestalten. Technik bestimmt unser Leben. Wir sind ja täglich von einer Vielzahl von technischen Geräten umgeben, die wir automatisch benutzen- zumeist ohne zu wissen wie sie funktionieren- oder aber uns erst bestenfalls beim nächsten Stromausfall darauf zu besinnen. Dabei setzt die Technik höchst raffinierte Naturgesetze ein, um den Alltag zu erleichtern und um frei nach dem Motto „ Die Sklaven aus der Steckdose“ die menschliche Arbeit effizienter zu gestalten.

Das Kraftwerk am Eingang zur Eggentaler Schlucht ist bei Einbrechen der Dunkelheit in Partystimmung versetzt worden. Musik vom Feinsten gab es von der Gruppe um Wolfi Rosenberger aus Innsbruck.