65. Bahnhof Ehrenburg
Der Bahnhof Ehrenburg ist ein Musterbeispiel der Bahnhofsbauten entlang der Pustertaler Strecke, entsprechend der Normalien des k.k Bahnarchitekten Wilhelm von Flattich. Der Haltepunkt gehört zu Kiens und Ehrenburg, auch wenn er etwas abseits im Osten der beiden Dörfer liegt.
DATEN
Hier finden sich alle prägenden Elemente wieder: das Aufnahmegebäude der IV Klasse mit bossierten Eckrisaliten und Fensterüberdachungen sowie reich ausgeführtem Holzwerk in den Giebeln, das Remisengebäude mit fein gearbeiteten Holzdetails im Giebel- und Seitenwandbereich, ein einfaches und ein doppeltes Wärterhäuschen sowie das hölzerne Frachtmagazin in seiner originalen Farbgebung, errichtet auf einer natursteingemauerten Rampe.
Wie auch an den Bahnhöfen von Mühlbach und Vintl ermöglicht die erneuerte Gleisanlage in Ehrenburg das Kreuzen von Zügen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h. Zwischen April und Oktober 2008 wurde die Infrastruktur grundlegend modernisiert: Es wurden neue Bahnsteige errichtet, eine barrierefreie Unterführung mit Aufzügen sowie Überdachungen und Fahrradstellplätze.
Der Haltepunkt gehört zu Kiens und Ehrenburg, auch wenn er etwas abseits im Osten der beiden Dörfer liegt; die Bahnhofstraße endet hier. Direkt angrenzend an das Bahnhofsgelände wurde eine große Hotelanlage errichtet. In der Nähe befindet sich auch ein Bahnarbeiterwohnhaus, das 1927 nach Plänen des Architekten Angiolo Mazzoni erbaut wurde.
K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Bauzeit 1866 –1871 von Franzensfeste bis Lienz. Fertigstellung: 1871 Heutige Eignerin: Italienische Staatsbahn FS (seit 1919 für die Strecke bis Innichen)
Architekt: Wilhelm von Flattich (1826-1900)
Wilhelm von Flattich (1826-1900), Hochbaudirektor der K.K. Privilegierten Südbahngesellschaft. Mitarbeit :Arch. Franz Wilhelm.
Informationen:
Francesco Pozzato, <em>Il Treno in Pusteria</em>, Athesia Bozen, 1990
<em>Nutzungskonzept für verwaiste Bahnhöfe</em>, Text: Elisabeth Baumgartner, Koordination: Wittfrieda Mitterer. Workshop vom 15. Mai 2003 in Bozen.
<em>Der Eisenbahnhochbau in seiner Durchführung auf den Linien der K.K.privilegierten Süd-Bahngesellschaft</em>, von Wilhelm von Flattich und Franz Wilhelm, Atlas, Lehmann & Wenzel, Wien.
Hans Heiss, <em>Kurzer Höhenflug: Der Bau der Pustertalbahn 1871</em>, in Mobilitätszentrum Bruneck, der Architekturwettbewerb für das Bahnhofsareal, 2001, Folio Verlag, Wien-Bozen.
Erich Irenberger, FS Brixen
Architekt Albert Willeit, ehem. Obmann des Heimatpflegerverbandes Pustertal,Bruneck
Architekt Bernhard Lösch, Beirat für Baukultur im Heimatpflegeverband und Vertreter Italiens bei Europa Nostra, Innichen
Josef Oberhofer, Geschäftsführer Heimatpflegeverband, Bozen
Helmuth Stampfer, Landeskonservator und Leiter der Abteilung Denkmalpflege der Landesverwaltung, Bozen
Südtirol – Pustertal
Bahnhofstr.3-5
I-39030 Kiens, Fraktion Ehrenburg
Ferrovia Statale FS – Direktion Region Bozen
39100 Bozen
Tel: 0039-0471-976077
Fax: 0039-0471-313786
Webseite: http://www.trenitalia.it




