50. Bahnhof Lana-Burgstall
Der weit von beiden Orten entfernte Bahnhof Lana-Burgstall wurde in drei Gebäudeteilen: errichtet: dem zweigeschossigen Aufnahmsgebäude auf T-förmigem Grundriss mit Satteldach bzw. ausgebautem Walmdach über dem Südteil, dem direkt daran angebauten eingeschossigen hölzernen Lagerschuppen unter einem langgestreckten Satteldach und einem kleineren eingeschossigen Magazingebäude mit flachem Satteldach nördlich des Aufnahmsgebäudes.
DATEN
Der Bahnhof verfügte über eine großzügige Lagerhalle und war bis in die 1970er Jahre die Endstation des sogenannten „Apfelexpress“, mit dem Obst aus Lana über das internationale Bahnnetz in alle Teile der k.k. Monarchie geliefert wurde.
Am Bahnhofsvorplatz, der auch eine Wendemöglichkeit für Busse bietet, wurde 1927 nach Plänen des Architekten Angiolo Mazzoni ein mehrgeschossiges Wohnhaus für Bahnarbeiter erbaut.
Der Bahnhof Lana-Burgstall, weit entfernt von beiden namensgebenden Orten gelegen, besteht aus drei Baukörpern: dem zweigeschossigen Aufnahmegebäude mit T-förmigem Grundriss, das im Südteil ein ausgebautes Walmdach, sonst ein Satteldach trägt; dem unmittelbar angeschlossenen eingeschossigen Lagerschuppen in Holzbauweise unter einem langgestreckten Satteldach; sowie einem kleineren, ebenfalls eingeschossigen Magazingebäude mit flachem Satteldach nördlich des Hauptbaus. Dieses Magazin folgt in Stil und Ausführung der typischen Bahnhofarchitektur der Strecke: verputztes Mauerwerk mit bossierten Eckrisaliten, fein gerahmte Fenster, bossierte Wandzonen im Erdgeschoss, umlaufende Lisenen zur Geschossgliederung sowie eine Attikalisene als oberen Abschluss.
Die vor wenigen Jahren errichtete Bar liegt direkt an der Bahntrasse, flankiert den Vorplatz und bildet gemeinsam mit dem Aufnahmegebäude eine markante Torsituation.
Bozen-Meran-Bahn BMB, Betreiberin von 1881- 1906, danach bis 1918 die K.K. Staatsbahn
Elektrifizierung 1934, Fertigstellung: 1881. 1928 Wohnblock von Manzotti. 2002 Einrichtung einer Bar im kleinen Magazin. Heutige Eignerin: Italienische Staatsbahn FS (seit 1919)
Informationen und Zitate aus:
Elisabeth BAUMGARTNER; Eisenbahnlandschaft Alt-Tirol, Innsbruck, Haymon, 1990.
Hans-Jürgen und Carlo ROSENBERGER, Die Eisenbahnen in Südtirol, Bozen, Athesia, 1993
Auskunftsperson:
Radames PANDINI, Bauabteilung der FS, Bahnhof Bozen, Planarchiv.
Südtirol – Etschtal
Bahnhofstr. 20
I-39014 Burgstall
Ferrovia Statale FS – Direktion Region Bozen
39100 Bozen
Tel: 0039-0471-976077
Fax: 0039-0471-313786
Webseite: http://www.trenitalia.it


