Haltepunkt Mittewald
DATEN
Ursprünglicher Baubestand:
Mittewald war in früheren Zeiten Gemeindesitz und wesentlich bedeutender als das heranwachsende Franzensfeste, zu dem es heute gehört. Im 14. Jht. trug das gesamte Gebiet der Talenge zwischen Mauls und Franzensfeste den Namen Mittewald. Erst um 1898 erhielt auch Mittewald einen Haltepunkt neben dem schon 1867 gebauten Wärterhaus. Es handelte sich um einen verschalten Holzskelettbau mit Pultdach sinngemäß nach den Typenentwürfen Wilhelm von Flattichs. So wie die anderen zusätzlichen Haltestellen dieses Typus von Brennerbad, Pflersch, Mauls, Vahrn, Albeins, Villnöss, Kastelruth, Steg bis Kardaun enthielt dieser Holzbau einen Warteraum und einen Raum für die Fahrdienstleitung – miteinander verbunden durch ein Schalterfenster.
In den 20.er Jahren des 20.Jhts. wurde das Wärterhaus aufgestockt und erhielt einen Anbau für Toiletten. Zusätzlich wurde ein kleines Magazin aus Betonfertigteilen aufgestellt. 1985 kam noch ein gemauertes und verputztes Trafohäuschen mit holzverschaltem Pultdach dazu.
1928 wurde nach den Plänen des Architekten Mazzoni ca. 100 m nördlich des Bahnhofes ein zweigeschossiges Wohngebäude für die Angestellten der FS errichtet.
K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Bauzeit 1863 – 1867 von Innsbruck nach Bozen unter Karl von Etzel (gest. 1865) und Achilles Thommen, Wilhelm Pressel, Julius Lott und Wilhelm Hellwag. Fertigstellung: 1898 Heutige Eignerin: Italienische Staatsbahn FS (seit 1919 für die Strecke ab Brenner).
Architekt: Wilhelm von Flattich (1826-1900)
Wilhelm von Flattich (1826-1900), Hochbaudirektor der K.K Privilegierten Südbahngesellschaft. Mitarbeit: Arch. Franz Wilhelm.
Haltepunkt Mittewald (ehem.)
Informationen und Zitate aus:
Wilhelm von FLATTICH ?Der Eisenbahn-Hochbau in seiner Durchführung auf den Linien der K.K. Priv. Südbahn-Gesellschaft? Wien, Lehmann&Wenzel, ohne Datum.
Elisabeth BAUMGARTNER ?Kleinodien alt-österreichischer Eisenbahnarchitektur: Die Hochbauten der Brennerbahn?; Fotos Walter NIEDERMAYER, in Christoph BERTSCH (Hrsg) ?Industriearchäologie, Nord-, Ost-, Südtirol und Vorarlberg?, Innsbruck, Haymon Verlag 1992, S. 49-77.
Elisabeth BAUMGARTNER; ?Eisenbahnlandschaft Alt-Tirol?, Innsbruck, Haymon, 1990.
Gerhard und Josef DULTINGER, ?Die Brennerbahn, Gestern ? heute ? morgen?, Thaur/Tirol, Wort und Welt Verlag, 2. Auflage: 1989
Laura Facchinelli ?Die Eisenbahn Verona-Brenner? Athesia Bozen 1995
MART Quaderni di architettura ?Angiolo Mazzoni ? Architetto Ingeniere del Ministero delle Communicazioni? Skira Editore, Milano 2003.
Wittfrieda MITTERER ?Zeitzeichen der Technik? Edizione Raetia, Bozen 1993.
Siehe auch:
Günther ENNEMOSER, ?La storia di Colle Isarco con particolari riguardi agli anni 1850 ? 1914, tesi di laurea?, Padova, 1974/75.
Günther ENNEMOSER; Südtiroler Gebietsführer, Nr.39, Bozen, Athesia Druck, 1984.
Alois TRENKWALDER, ?Brenner ? Brennero, Gemeinde?, Gemeinde Brenner-Gossensass (Hrsg.) 1999.
Hans-Jürgen und Carl ROSENBERGER ?Die Eisenbahnen in Südtirol? Athesia; 1993.
Auskunftspersonen:
Radames PANDINI, Bauabteilung der FS, Bahnhof Bozen, Planarchiv.
Rudi PLANK Vorsitzender des Eisenbahner-Freizeitvereins Dopolavoro FS, Bahnhof Sterzing
Südtirol – Eisacktal
Bahnhofstraße 1
I – 39045 Mittewald
Ferrovia Statale FS – Direktion Region Bozen
39100 Bozen
Tel: 0039-0471-976077
Fax: 0039-0471-313786
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