42. Sessellift Latsch-Tarscher Alm

42. Sessellift Latsch-Tarscher Alm

Latsch
1978
Sessellift auf die Tarscher Alm oberhalb von Tarsch in der Gemeinde Latsch. Im Hintergrund der Vinschger Sonnenberg mit der Fraktion Trumsberg

Der Gegensatz von Nörderberg und Sonnenberg im Vinschgau wird gerade auch in Latsch durch die beiden Aufstiegsanlagen – die eine nach St. Martin am Kofel und die andere auf die gegenüberliegende Tarscher Alm – gut sichtbar und erlebbar. Allein die Tatsache, dass der Sessellift auf die Tarscher Alm nur von Mitte Mai bis Mitte/Ende Oktober verkehrt, ist ein Indiz dafür.

DATEN

Sammlung: Bergbahnen
Bezirk: Latsch
Aktueller Zustand: betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja

Es war weniger der Schneemangel als die zu geringe Auslastung und Rentabilität, weshalb seit 2011 kein Winterbetrieb mehr angeboten wird. Das Skigebiet wurde definitiv aufgelassen. Dafür wurden seither die Freizeitmöglichkeiten für den Sommer ausgebaut, vor allem Wanderer und Biker finden hier ein Paradies von Wander- und Bikerrouten, von gemütlich bis anspruchsvoll, von der benachbarten Latschenalm bis zum über 3.000 m hohen Hasenohr. Bei jeder dieser Touren wird man mit herrlichen Panoramablicken belohnt. Durch die Auflassung des Skigebietes Tarscher Alm ist das gesamte Gebiet jetzt völlig unberührt und daher ein begehrtes Ziel für Schneeschuhwanderer und Skitourengeher. Erbaut wurde der Zweier-Sessellift 1978 von Doppelmayr Seilbahnbau, bestehend aus fix geklemmten, klappbaren Sesseln. Die Talstation in der Fraktion Tarsch der Gemeinde Latsch liegt auf 1.180 m Höhe, die Bergstation auf der Tarscher Alm auf 1940 m Höhe. In 18 Minuten Fahrzeit bewältigt der bedächtig dahinschwebende Lift die 760 m Höhendifferenz.

Die Tarscher Alm selbst ist bewirtschaftet und bietet natürlich das Beste aus der regionalen Küche an. Somit ist der Tarscher Sessellift ein Beispiel dafür, dass auch langsamere Lifte und geringere Förderleistungen für echte Naturerlebnisse ausreichen können.