02. Skigebiet Ladurns

02. Skigebiet Ladurns

Gossensass
1969
Im Skigebiet Ladurns erfolgte 1999 der Umbau des 1969 errichteten Doppelsesselliftes zu einem Vierersessellift

Heute verfügt das Skigebiet Ladurns über 18 km Skipisten, die mit zwei automatischen und kuppelbaren Anlagen erschlossen sind. An der Mittelstation der Gondelbahn wurde auch ein Anfängerlift auf einem entsprechenden Gelände errichtet.

DATEN

Sammlung: Bergbahnen
Bezirk: Brenner
Aktueller Zustand: betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja
Inbetriebnahme: 1969
AuftraggeberIn: Kurverwaltung Gossensass, Waldinteressenschaft Gossensass und Pflersch
Erbauer/Konstrukteur: Firma Leitner

Im Jahr 1969 öffnete das Skigebiet Ladurns seine Tore. Eine der ersten Doppelsessellifte von Südtirol wurde im Auftrag der Kurverwaltung Gossensass und der Waldinteressenschaft Gossensass und Pflersch, von der Fa. Leitner gebaut.
Ladurns galt als sehr schneesicheres Schigebiet, das wurde landauf landab sehr geschätzt wurde.
Gleichzeitig mit dem Bau des Sesselliftes wurde auch ein Ankerlift (Doppelskilift) errichtet. Beide Anlagen wurden zu Weihnachten 1969 in Betrieb genommen. Geführt wurde das Skigebiet von der Kurverwaltung Gossensass. Im Jahr 1989 wurden die Anlagen dann in eine private Gesellschaft, nämlich in die Bergbahnen Ladurns GMBH, eingebracht. Im Jahr 1971 kam in Ladurns eine weitere Anlage und zwar ein Skilift (Tellerlift) auf das Wastenegg dazu. Diese genannten Aufstiegsanlagen im Schigebiet Ladurns hielten ihren Betrieb bis zum Jahr 1999 aufrecht.
Im Jahr 1999 kam dann die große Wende. Der Doppelsessellift wurde in einen automatischen kuppelbaren Vierersessellift mit Direktantrieb umgebaut. Das war eine Pionierleistung der Firma Leitner. Es war der erste Direktantrieb mit E-Langsamläufer ohne Getriebe. Der Antrieb war bedeutend leiser, da die Reibung zwischen den Zahnrädern entfällt auch mit gleichzeitiger Energieeinsparung. Die Montage des Antriebes war ebenfalls eine Meisterleistung, da allein der Motor 25 Tonnen schwer war. Auch die Steuerung musste ganz neu entwickelt werden, da alle Vorschriften der Behörde eingehalten werden mussten. Schlussendlich wurde die Anlage von allen zuständigen Ämtern von Bozen und Rom abgenommen und der Betrieb am 24.12.1999 aufgenommen. Wahrlich eine kollektive Meisterleistung!
Im Jahr 2002 wurden dann auch die zwei Skilifte im oberen Bereich durch eine automatische Vierersesselbahn (Wastenegglift) ersetzt. Dabei wurde die gleiche Technik mit Direktantrieb, die sich in der Zwischenzeit zu einer Standardausstattung entwickelt hat, angewandt. Die Somit war das ganze Skigebiet mit insgesamt 15 km Pisten durch zwei potente Anlagen erschlossen und befahrbar. Im Jahr 2019 wurde der Wastenegglift zu einem modernen automatischen Sechsersessellift umgebaut, mit einer Stundenleistung von 2400 beförderten Personen.
Im Jahr 2021 wurde dann der Zubringerlift zu einer automatischen Zehnergondelbahn mit Mittelstation umfunktioniert. Zusätzliche Pisten wurden erschlossen.