DOKUMENTATION UND DIGITALISIERUNG HISTORISCHER KRAFTWERKSPLÄNE

Mit der Digitalisierung historischer Kraftwerkspläne – in Kooperation mit der Abteilung Wasser und Energie des Landes Südtirol- sichert das Kuratorium einen wertvollen Fundus. In Zusammenarbeit mit der Abteilung Wasser und Energie des Landes Südtirol ist eine mehrköpfige Arbeitsgruppe derzeit dabei, den historischen Fundus an Kraftwerksplänen, die vom staatlichen Bauamt auf das Land übergegangen sind, mittels Digitalisierung für die Öffentlichkeit zu erschliessen und zu nutzen. Die geplante Digitalisierung, die vom Kuratorium wissenschaftlich betreut wird, ist ein besonderer Schwerpunkt und Baustein im virtuellen Technikmuseum. Nach Vorgesprächen mit Abteilungsdirektor Oscar Missfatto und mit der wissenschaftlichen Beratung des Landestechnikers Ing. Luca Corona, und der Kunsthistorikerin Barbara Gabrielli (Kuratorium) wird der Bestand fotographisch von Erich Dapunt festgehalten. Besonders in der Einordnung der verschiedenen Kraftwerke – aus der Optik des Technikfreaks aber auch Wanderfreunds und Naturliebhabers, bringt sich Prof. Norbert Frenes in das Projekt mit ein. An die 20 historische Projekte aus der altösterreichischen Monarchie bis 1918, Projekte unter dem italienischen Staat v.a. aus den 20er und 30er Jahren und dann aus der Kriegszeit bis 1945, Pläne aus der Nachkriegszeit bis Autonomiestatut von 1972, und jüngere markante Kraftwerksprojekte werden digital eingelesen und in ihren Stammdaten fachlich in einer allgemein verständlichen Sprache erhoben. Die Digitalisierung der Originalpläne ist als besondere Attraktion im Virtuellen Technikmuseum gedacht, wobei die Partnerschaft mit dem Landesamt für Gewässernutzung entsprechend hervorgehoben wird. Geplant wäre, die abgeschlossene Arbeit im Rahmen einer Tagung an einem ausstrahlungsstarken Ort zu präsentieren. Dabei sollen die markanten Auswirkungen für das Land Südtirol aufgezeigt werden, die den Kultur-, Wirtschafts-, und Sozialbereich sowie das Alltagsleben entscheidend mit geprägt haben. Eine Publikation soll die Nachhaltigkeit entsprechend unterstützen.