Pressekonferenz: 13.12.04 um 10.30 Hotel Laurin Megawatt und Widerstand – Die Ära der Grosskraftwerk

Ausstellung im Eisack-Kraftwerk in Kardaun. Einmalige Fotodokumente aus der Gründer-Ära der Grosskraftwerke in Südtirol sind erstmals in einer Ausstellung öffentlich zugänglich. Das Kuratorium für technische Kulturgüter organisiert in Zusammenarbeit mit der staatlichen Stromgesellschaft Enel in der Technik-Kathedrale in Kardaun ein Highlight , das neben dem Kraftwerksbesuch einen Einblick in die Südtiroler ?Stromlandschaft? bietet. Das Enel-Kraftwerk in Kardaun beherrscht mit seinen mächtigen Druckleitungen das Landschaftsbild im Norden von Bozen. Als grösstes Kraftwerk Europas wurde es 1929 stolz präsentiert. Ein weiteres Primat des Eisack-Kraftwerks war der Stromtransport über die europaweit damals erste 220 Kv-Hochspannungsleitung, technisches Know-How, das dann in weiteren italienischen Grosskraftwerksbauten umgesetzt wurde. Die Erstellung des Projekts war von einem komplexen und langen Werdegang gekennzeichnet, die Anfänge reichen in die altösterreichische Zeit, das Ausführungsprojekt ist faschistischen Ursprungs. Ein erster weitgehend unbekannter Entwurf für das Krafthaus stammt von Prof. Clemens Holzmeister, u.a. Erbauer des Salzburger Festspielhauses und wird in der Wiener Albertina verwahrt. Als Pionier der Industriefotografie hat die Fotografenfamilie Pedrotti die staatlichen Grosserschliessungen über Jahrzehnte hinweg festgehalten und somit den Grundstein für wertvollste Archivbestände gelegt, die jetzt auch erstmals in dieser Ausstellung in Grossformat ein neues Seherlebnis bieten. Der 16. Dezember, Tag der Ausstellungseröffnung, ist der Tag, an dem 1931 die technische Abnahme des Werks erfolgte. Im Rahmen einer Pressekonferenz im Hotel Laurin am kommenden Montag, 13.12.04 mit Beginn um 10.30 Uhr wird die Initiative vorgestellt. Ebenfalls präsentiert werden der Ausstellungskatalog (Athesia-Verlag, 300 Seiten) und der Film ?Das Eisack-Kraftwerk in Kardaun?, der im Auftrag der Rai produziert wurde.