Technikmeile im Kunsthaus Meran

In der Ausstellung „Werdende Wahrzeichen – Architektur -und Landschaftsprojekte für Graubünden und Südtirol“ ist auch die Technikmeile mit vertreten. Über 30 ausgewählte Reality-Schauplätze werden als lohnende Ausflugsziele ahand eines von der Fakultät für Design und Künste der Universität Bozen entwickelten Leitsystems erschlossen. Die Technikjuwele präsentieren sich in ihrem natürlich gewachsenen Umfeld und werden mittels innovativer Inszenierung und Information dem Besucherpublikum als Orte der Entdeckung und Auseinandersetzung nahe gebracht. Die Ausstellung ist vom 10 Februar bis 15. April zugänglich.
Technik erfahrenTechnische Kulturdenkmäler und Objekte bergen eine Fülle von kulturhistorischen Informationen. Das Projekt „Technikmeile“ soll im Land verstreute technische Kulturdenkmäler für die Bevölkerung erschließen und begreifbar machen. Eine Studie mit vier ausgewählten Objekten zeigt bereits die Vielfalt und die Möglichkeiten des Projektes: In Kardaun führt ein Steg durch ein Stichbogenfenster in die Turbinenhalle und bietet dem Besucher Einblick ins Innere des Kraftwerks. Das historische Bahnhofsgebäude von Kastelruth, ein Opfer der Rationalisierung des Schienenverkehrs, wird zur Rast- und Versorgungsstation für den vorbeiführenden Radweg. Im Schaukraftwerk in der Sachsenklemme werden technische Abläufe zur Stromproduktion sichtbar gemacht. In Partschins verweisen auf Stangen montierte Kornmaschinen aus dem 19. Jh. auf die traditionelle Prägung des Vinschgaus als Kornkammer Südtirols.Die Objekte sind durch Radwege miteinander verbunden, ein einheitliches Leitsystem, erarbeitet von Studierenden an der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen, unter der Leitung von Christian Upmeier, dient als Orientierungshilfe entlang des Parcours. Lichtkonzepte unterstützen die Wirkung der Objekte bei Tag und Nacht. Der Parcours wird durch die RAI- Fernsehserie „Drehmomente“ und über das virtuelle Technikmuseum medial beworben.

Technikmeile – technische Kulturgüter entlang der Südtiroler Radwege.

Gesamtkonzept: Kuratorium für technische Kulturgüter

Partner: Gemeinden Franzensfeste, Klausen und Partschins, Etschwerke AG.

Projektleitung: Wittfrida Mitterer.

Architektur: Markus Scherer, Mario Hägele, Dieter Bartenbach.

Leitsystem: Universität Bozen, Fakultät für Design, Christian Upmeier und Patrizia Bertolini.

Bauherren: Autonome Provinz Bozen – SüdtirolStand: Konzept 2005/06, Umsetzung ab 2007.