Kuratorium hält Jahreshauptversammlung 2012

Jahresübergreifende Projekte der Technikkultur weisen auf Vorreiterrolle Südtirols Im vollbesetzten historischen Landtagssaal des alten Bozner Rathauses unter den Lauben hat das Kuratorium für Technische Kulturgüter die Jahreshauptversammlung abgehalten. Dabei zog der scheidende Präsident Klaus Kemenater Bilanz über die Tätigkeit im abgelaufenen Jahr, während Geschäftsführerin Wittfrida Mitterer die wichtigsten jahresübregreifenden Projekte im Einzelnen vorstellte.
Kemenater legte dem Vorstand des Kuratoriums ans Herz sich weiterhin für die vielen technischen Kulturgüter einzusetzen und darauf bei den zuständigen Ämtern zu drängen, die längst überfällige institutionelle Anlaufstelle zu schaffen.
Für die zehnjährige Präsidentschaft erhielt Kemenater als Anerkennung für seinen Einsatz um die Technikkultur den “Silbernen Kolben”, der symbolisch Tatkraft und technischen Fortschritt verköpert.
Für ihre über 10 jährige Tätigkeit als Rechnungsprüfer geehrt wurden auch Gernot Rössler und Martin Christoph von Tschurtschenthaler, die dem Kuratorium auch weiterhin ihre Unterstützung zugesichert haben.
In seinem Impulsreferat verwies Ferdinand Eberle, ein langjähriger nordtiroler Freund des Kuratoriums und Aufsichtsrat-Präsident der Tiwag, auf die Vorreiterrolle Südtirols in vielen technischen Bereichen, vor allem in der zeitgemässen Energieversorgung und brach eine Lanze für den von Südtiroler Seite geplanten Windpark am Brenner. Dabei appellierte er an die Planer auch bei Ingenieurbauten und technischen Erschliessungen nach ästhetischen und umweltsensiblen Kritierien vorzugehen.
Wittfrida Mitterer bezeichnete als wichtigstes Projekt der im vergangenen Jahr verwirklichten Projekte den Technikschauplatz Lana Burgstall, wo in Zusammenarbeit mit der Wildbachverbauung die historische Eisenfachwerkbrücke über die Etsch verlegt wurde. Im laufenden Jahr soll dieses Vorhaben um einen weiteren Baustein erweitert werden: geplant ist eine Weidenarchitektur nach Entwürfen von Marcel Kalberer sowie eine Freilichtausstellung über die Nutzbarmachung der Etschauen.
Für 2012 hat das Kuratorium ein Interreg-Projekt ausgearbeitet, mittels dem in Partnerschaft mit der Uni Innsbruck, dem Leaderverband Wipptal und der SMG Schauplätze der Technikkultur in Tirol und Südtirol in Wert gesetzt und erlebbar gemacht werden sollen.
Die Vollversammlung dankte sodann dem Vorstand und bestellte die neuen Mitglieder. Der neue Vorstand setzt sich demnach zusammen aus Rudi Rienzner (Präsident), Sandra Bortolin, Wittfrida Mitterer, Gerd Staffler und Siegfried Tutzer. Zu Rechnungsprüfern wurden bestimmt: Arthur Scheidle, Franz Staffler, Sergio Sannicolò und Erich Prinoth.
Zum Ausklang fand sich die Versammlung im Keller des Rathauses zu einem kleinen Umtrunk ein.