39. Bahnhof Eyrs

39. Bahnhof Eyrs

Laas
1906
Der neue Funktionsbau der Haltestelle fügt sich harmonisch in die Bahnlandschaft ein. Der sanierte Bahnhof Eyrs wurde nach denselben Typenplänen wie Algund, Naturns, Kastelbell und Goldrain gebaut.

Nach 4,055 km vom Bahnhof Laas wird der Bahnhof Eyrs erreicht. Er wurde südlich von der Ortsmitte in 8-Gehminuten Entfernung angelegt.

DATEN

Sammlung: Bahnen
Bezirk: Eyrs
Baubeginn: 1903
Inbetriebnahme: 01.07.1906
AuftraggeberIn: Vinschgauer Bahn AG (konstituiert aus der Bozen-Meraner Bahngesellschaft und den k.k. Staatsbahnen, konzessioniert am 7. Juli 1903)
Projektant/Erfinder: Bauausführung durch das Wiener Lokalbahnamt. Entwurf Hochbauten unter der Leitung von Baurat Konstantin Ritter von Chabert Panorama

Der Bautyp entspricht jenem der Bahnhöfe in Algund, Naturns, Kastelbell und Goldrain.
Das Aufnahmegebäude basiert auf einem T-förmigen Grundriss. Die Warte- und Schalterräume befinden sich im eingeschossigen Seitenflügel unter einem Satteldach. Der Zugang erfolgte gleisseitig, seitlich an der Giebelseite vorbei, unter einer hölzernen Loggia mit flachem Satteldach. Der breitere Quertrakt mit Krüppelwalmdach beherbergte die Wohnung des Bahnwärters, war von der Straßenseite aus zugänglich und ist unterkellert. Von dort führt eine steile Treppe hinauf ins Unterdach, das durch Giebelfenster belichtet wird. Das Gebäude wurde in verputztem Mauerwerk errichtet und zeigt typische gestalterische Elemente wie flache Eckrisalite, Lisenen sowie Fenster- und Türgewände mit profiliertem Gesimsabschluss. Besonders sorgfältig ausgeführt sind alle sichtbaren Holzteile der Dachkonstruktion und der Loggia, die handwerklich feine Details aufweisen.
Westlich des Aufnahmegebäudes wurde auf einem Natursteinsockel eine fünfachsige Lagerhalle in Holzbauweise errichtet. Unter einem langgestreckten Satteldach bilden drei Achsen eine offene, überdachte Lagerfläche, während die beiden verbleibenden Achsen mit senkrechter Holzschalung geschlossen sind. Diese geschlossenen Bereiche verfügen über drei zweiflügelige Tore und bieten zusätzlichen, wettergeschützten Stauraum.

Vinschgauer Bahn AG.(konstituiert aus der Bozen-Meraner Bahngesellschaft und den k.k. Staatsbahnen, konzessioniert am 7. Juli 1903)
Heutige Eignerin: Infrastruktur: Land Südtirol / Gebäude: Land Südtirol, bis 2034 Nutzungskonzession für die Gemeinde Eyrs

Informationen und Zitate:
Bestandsaufnahme Vinschgerbahn durch die Autonome Provinz Bozen-Südtirol, Landesverwaltung, Abtlg. Denkmalpflege unter dem Abtlg. Direktor Dr. Helmut Stampfer, Bozen, 2000
Carmen MÜLLER; Meran-Mals, Vinschgau – auf den Spuren einer stillgelegten Bahnstrecke folio-, Verlag Wien Bozen, 2001
Hans WIESER, Bevor die Lok dreimal pfeift… – Gedanken zur Vinschgerbahn, Videodokumentation RAI Bozen
Elisabeth BAUMGARTNER, Eisenbahnlandschaft Alt-Tirol, Innsbruck, Haymon, 1990
Wittfrieda MITTERER Hrg., Zeitzeichen der Technik, Edizione Raetia, Bozen, 1993
Hans-Jürgen und Carlo ROSENBERGER, Die Eisenbahnen in Südtirol, Athesia, Bozen, 1993
Nutzungskonzepte für verwaiste Bahnhöfe, Text: Elisabeth BAUMGARTNER, Koordination: Wittfrieda MITTERER; Kuratorium für Technische Kulturgüter; Bozen, 2002

Auskunftspersonen:
Dr. Klaus KEMENATER, Geschäftsführer der STA, Bozen
Radames PANDINI, Bauabteilung der FS, Bahnhof Bozen, Planarchiv

Südtirol – Vinschgau
Bahnhofstraße
I-39023 Eyrs / Laas

STA (Infrastruktur)
Gerbergasse 60
I-39100 Bozen
Tel: 0039-0471-312811
Webseite: http://

SAD (Fahrbetrieb)
Italienallee 6/N
I-39100 Bozen
Tel: 0039-0471-450111
Webseite: http://