66. Haltepunkt St. Sigmund

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66. Haltepunkt St. Sigmund

Kiens
1871
Der ehemalige Bahnhof ist einer der letzten Kleinhaltestellen in Holzskelettbauweise an der Pustertaler Bahn. Der Bahnhof wurde bereits seit 40 Jahren aufgelassen, da er von der bewohnten Ortschaft weit entfernt liegt

Der Holzskelettbau war ehemals der Haltepunkt St. Sigmund und wurde vor einigen Jahren. Der Holzskelettbau war ehemals der Haltepunkt St. Sigmund und wurde vor einigen Jahren stillgelegt. Der renovierungsbedürftige Holzbau aus dem Jahr 1871 nimmt mit seiner offenen Wartehalle eine Sonderstellung unter den Bahnhofsgebäuden ein. Das 1927 nach Plänen von Angiolo Mazzoni errichtete, mehrstöckige und architektonisch ansprechende Bahnarbeiterhaus wurde inzwischen wieder Wohnzwecken zugeführt.

DATEN

Sammlung: Bahnen
Bezirk: Kiens
Aktueller Zustand: nicht betriebstüchtig
Für Publikum zugänglich: Ja
Baubeginn: 1866
Inbetriebnahme: 1871 bis 1989
AuftraggeberIn: K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Projektant/Erfinder: Architekt Wilhelm von Flattich (1826-1900)

Der Haltepunkt liegt vorgelagert zu einem Bauernhof und einem historischen Gasthof, jedoch weit entfernt von der Ortschaft auf der gegenüberliegenden Talseite. Diese abgeschiedene Lage dürfte der Grund dafür sein,  dass er wohl keine Zukunft mehr als Haltepunkt im Pendler- oder Nahverkehr hatte. Wird er nicht reaktiviert, so erfüllt der überdachte Holzbau dennoch weiterhin eine Funktion – etwa als Unterstand bei Regen oder Rastplatz für Radfahrer und Wanderer.

K.K. Privilegierte Südbahn Gesellschaft (1862)
Bauzeit 1866 –1871 von Franzensfeste bis Lienz. Fertigstellung: 1871 Heutige Eignerin: Italienische Staatsbahn FS (seit 1919 für die Strecke bis Innichen)

Architekt: Wilhelm von Flattich (1826-1900)
Wilhelm von Flattich (1826-1900), Hochbaudirektor der K.K. Privilegierten Südbahngesellschaft. Mitarbeit: Arch. Franz Wilhelm.

Informationen:
Francesco Pozzato, <em>Il Treno in Pusteria</em>, Athesia Bozen, 1990
<em>Nutzungskonzept für verwaiste Bahnhöfe</em>, Text: Elisabeth Baumgartner, Koordination: Wittfrieda Mitterer. Workshop vom 15. Mai 2003 in Bozen.
<em>Der Eisenbahnhochbau in seiner Durchführung auf den Linien der K.K.privilegierten Süd-Bahngesellschaft</em>, von Wilhelm von Flattich und Franz Wilhelm, Atlas, Lehmann &amp; Wenzel, Wien.
Hans Heiss, <em>Kurzer Höhenflug: Der Bau der Pustertalbahn 1871</em>, in Mobilitätszentrum Bruneck, der Architekturwettbewerb für das Bahnhofsareal, 2001, Folio Verlag, Wien-Bozen.

Erich Irenberger, FS Brixen
Architekt Albert Willeit, ehem. Obmann des Heimatpflegerverbandes Pustertal,Bruneck
Architekt Bernhard Lösch, Beirat für Baukultur im Heimatpflegeverband und Vertreter Italiens bei Europa Nostra, Innichen
Josef Oberhofer, Geschäftsführer Heimatpflegeverband, Bozen
Helmuth Stampfer, Landeskonservator und Leiter der Abteilung Denkmalpflege der Landesverwaltung, Bozen

Südtirol – Pustertal
Sportzone 10
I-39031, Kiens, Fraktion St. Sigmund

Ferrovia Statale FS – Direktion Region Bozen
39100 Bozen
Tel: 0039-0471-976077
Fax: 0039-0471-313786