29. Sesselbahn Karersee–Rosengarten, Paolina-Lift
Der Paolina-Lift war 1950 die erste mechanische Aufstiegsanlage am Fuße des Rosengartens und entwickelte sich rasch zu einer wichtigen Verbindung für Sommer- und Wintergäste. Nach mehreren Modernisierungen bringt seit 1996 eine kuppelbare Vierer-Sesselbahn Besucher komfortabel vom Karersee zur Paolinahütte unterhalb der Rotwand. Die Anlage verbindet sportliche Möglichkeiten mit einem eindrucksvollen Panorama auf Rosengarten, Latemar und die umliegenden Dolomiten.
DATEN
Am 27. Juni 1950 wurde die „Sesselliftgesellschaft“ gegründet – initiiert von Josef Brigl gemeinsam mit Ignaz und Oskar Musch. Mit einem Startkapital von 100.000 Lire (bald auf 15 Mio. Lire erhöht) entstand der erste Einer-Sessellift vom Karersee (1.630 m) hinauf zur Paolinahütte (2.127 m). Am 26. Dezember 1950 startete der Liftbetrieb. Der Paolina-Lift war somit die erste mechanische Aufstiegsanlage am Fuße des Rosengartens.
Die Bahn wurde anfangs nur an Sonn- und Feiertagen geöffnet, werktags nur dann, wenn die Hoteliers aus Welschnofen garantierten, genügend Karten im Voraus abzunehmen. Die Paolinahütte wurde anfangs vom Grandhotel Carezza betrieben. Trotz Schulden und schwieriger Jahre – etwa durch die Überschwemmung 1966, wo die Verbindung von und nach Bozen unterbrochen war – entwickelte sich die Anlage rasch zu einer wichtigen touristischen Verbindung, sowohl im Winter als auch im Sommer.
Durch die stark steigenden Gästezahlen in den 1970er-Jahren wurde eine Modernisierung der Aufstiegsanlage notwendig. Schließlich wurde 1980 der Bau eines neuen Doppelsessellifts zur Paolinahütte genehmigt, der bis 1996 in Betrieb war.
1996 wurde die Anlage ausgetauscht; eine moderne 4er-Hochgeschwindigkeits-Sesselbahn (kuppelbar) mit Abdeckhauben bringt seitdem Wintersportler, Bergsteiger, Wanderer und Naturliebhaber von der Talstation auf 1.627 m Höhe zur Bergstation bei der Paolinahütte auf 2.127 m Höhe, direkt unter der Rotwand.
Die neue bergseitige Mittelstation bietet die Möglichkeit, auch auf halbem Wege auszusteigen. Die Fahrzeit für die gesamte Strecke beträgt 7:20 Minuten und ermöglicht dadurch eine Förderleistung von 2.400 Personen/h.
Das großartige Panorama, das sich während der Fahrt bietet, reicht vom nahegelegenen Latemar und Rosengarten über die Gipfel der Stubaier und Ötztaler Alpen bis hin zum Ortlergebiet und den Dolomiten im Trentino.




