Studentenarbeiten als Denkanstoss zur Aufwertung des Grenzortes Brenner in Europäischer Akademie vor

Kuratoriums-Initiativen „“Brenner-Event““, 2002 und „“Grenzpfarre Brenner““, 2003 haben nachhaltige Impulswirkung. Unter dem Motto ?Destination Brenner ? Höhenkulturort in Europa? haben sich Studenten grenzüberschreitend erneut mit zukunftsweisenden Ideen befasst. Nach verschiedenen Initiativen des Kuratoriums für technische Kulturgüter zur Aufwertung und Belebung des Grenzortes Brenner Brenner-Event““ (2002) und „“Grenzpfarre Brenner““ (2003) haben sich in einer grenzüberschreitenden mehrmonatigen Kooperation Studenten mit dem Thema Brenner auseinandergesetzt. Ihre Arbeiten sind in einer Ausstellung zu sehen, die heute in der Europäischen Akademie eröffnet wurde. Die ehemalige Schicksalsgrenze zwischen Österreich und Italien ist emotional belastet. Ein magischer Ort, der – äußerlich wenig attraktiv ? auf eine neue Bestimmung wartet. Die Einwohnerzahl ist auf ein Zehntel gesunken. Die Einführung des Euro im grenzenlosen Europa hat die einstige Grenzumschlagfunktion lahmgelegt, Läden und Märkte ihre ehemalige Anziehungskraft verloren. Der Bau des Brennerbasistunnels wird später auch den Bahnhof zum nur noch regionalen Haltepunkt werden lassen. Der durch die Brennerbahn einst florierende Höhenkurort Brennerbad hat längst seine touristische Bedeutung verloren. Derzeit ein trostloser Eindruck inmitten der schönen Hochgebirgslandschaft am Alpenhauptkamm. Die Diskussion auch in den Medien um die künftige Funktion und Gestalt des Brenner ist seit längerem teilweise kontrovers im Gange. Eine erfolgversprechende Zukunft wird der Ort wohl nur erhalten können, wenn die politischen, wirtschaftlichen und planerischen Überlegungen von einem ganzheitlichen und umfassenden Ansatz ausgehen. Zu dieser Diskussion möchte die EURAC im Rahmen ihres Programms ?BaukulturBozen? in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium für Technische Kulturgüter in Südtirol und drei Hochschulen aus Deutschland, Österreich und Italien beitragen. Die Hochschule für Technik in Stuttgart, Abteilung Bauingenieurwesen und Architektur, die Universität Trient, Abteilung Bauingenieurwesen und Architektur und die Universität Innsbruck, Institut für Städtebau und Dienstleistungswirtschaft haben ihren Studenten im Wintersemester 2004/5 die Aufgabe gestellt, Entwürfe und Utopien zur Zukunft des Brenner zu entwickeln. Sie wurden dabei von folgenden Professoren betreut: Prof. Helmut Hohnecker, Prof. Andreas Gottlieb Hempel, Prof. Fritz Grübl (HfT Stuttgart) Prof. Giorgio Cacciaguerra, Arch. Claudio Lamanna (Universität Trento) Prof. Maria Schneider, Prof. Klaus Weiermair (Universität Innsbruck) Vom 26.-29. September 2004 wurden die Studenten im Rahmen eines dreitägigen Seminars in der EURAC Bozen von prominenten Referenten in die Zusammenhänge zum Thema eingeführt ? in der Presse wurde damals ausführlich darüber berichtet. Anschliessend entwickelten die Studenten insgesamt 26 Projekte, die jetzt in einer Ausstellung in den Räumen der EURAC eine Woche lang vorgestellt werden. Die Initiatoren des Projektes: Dr. Werner Stuflesser, Präsident EURAC Dr. Wittfrieda Mitterer, Geschäftsführerin des Kuratoriums für Technische Kulturgüter Prof. Dipl.-Ing. Andreas Gottlieb Hempel, Architekt und Journalist