Sanierungsarbeiten am Kleinkraftwerk Sachsenklemme angelaufen

Seit rund einem Monat sind am Kleinkraftwerk in der Sachsenklemme die Bauarbeiten im Gang. Das historische, derzeit stillgelegte Kraftwerk, auf einem in das Eisacktal hineinragenden Schuttkegel, soll als erstes unbemanntes Schaukraftwerk an der Fahrradachse Brenner-Franzensfeste öffentlich zugänglich gemacht werden. Seit rund einem Monat sind am Kleinkraftwerk in der Sachsenklemme die Bauarbeiten im Gang. Das historische, derzeit stillgelegte Kraftwerk, auf einem in das Eisacktal hineinragenden Schuttkegel, soll als erstes unbemanntes Schaukraftwerk an der Fahrradachse Brenner-Franzensfeste öffentlich zugänglich gemacht werden. Auf Knopfdruck von aussen wird im Krafthaus der Maschinensatz anspringen und so die Stromproduktion veranschaulichen. Die wildromantische Naturoase, dominiert von Kraftwerk und Wasserfall ist ein stimmungsvoller Ort, in dem die Wechselwirkung von Natur und Technik hautnah erlebbar ist. Das Schaukraftwerk ist einer der Technikschauplätze, die längs der Südtiroler Fahrradwege auf Initiative des Kuratoriums inszeniert werden. Nach einer detaillierten Bauaufnahme durch eine Gruppe der Geometerschüler unter der Leitung von Norbert Frenes wird jetzt das kleine Krafthaus samt Innenleben im Auftrag der Gemeinde Franzensfeste restauriert. Die technischen Arbeiten werden von Ingenieur Fritz Starke koordiniert, für das architektonische Konzept samt Freiraumplanung zeichnet Architekt Markus Scherer verantwortlich, die Lichtberatung liegt in den Händen von Dieter Bartenbach. Bereits diese Woche wird die neue Dachkonstruktion mit integriertem Oberlicht den Bau vor Witterungseinflüssen schützen. Schritt für Schritt werden das Mauerwerk erneuert und der Innenputz saniert. Die Bauarbeiten werden von der Baufirma Josef Rastner ausgeführt. Der Clou: die Eingangstür wird durch einen in das Maschinenhaus hineinragenden Glasbau ersetzt, der sich in das Innere des Gebäudes stülpt und somit den Raum erobert. Die beiden seitlichen Fenster sollen mit entspiegeltem Glas neu eingeglast werden. Damit stehen Turbine, Generator, Traforaum und Stromverteilung im Blickfang des Besuchers. Im Aussenbereich soll beim Auslaufbecken ein optisch leichter Gitterrost auf die bestehenden Mauern gelegt werden, um so den Wasserfall zu erreichen. Abgestürzte Bäume und Gestrüpp werden entfernt, die Felsen in ihrer Natürlichkeit belassen. Das vordere Becken Richtung Talseite wird ausgebessert, der Beckenboden gereinigt. Ein steter, dezent beleuchteter Wasserfilm rundet den Parcours ab. Der Nah- und Fernwirkung des Technikjuwels samt Wasserfall wird dank einfacher, aber gezielter Massnahmen Rechnung getragen. Einer besonderen Form der Projektkooperation mit der Berufsschule Brixen mit den beiden Fachlehrern Herbert Sellemond und Helmuth Faller ist es zu verdanken, dass der abmontierte Maschinensatz von einer interessierten Schülergruppe restauriert und wieder funktionstüchtig gemacht wird. Gemeinsam mit dem Kuratorium sollen Schau-Kraftwerk und Rastplatz didaktisch erschlossen und nutzerorientiert zugänglich gemacht werden. Das virtuelle Technikmuseum mit den derzeit in der Schausammlung über 300 erhobenen Objekten erfährt so eine reale, mit allen Sinnen wahrnehmbare Ergänzung.