Die Grundidee des Revitalisierungskonzepts des Kuratoriums, die Identifikation des Bahnhofs mit einfachen Mitteln möglichst kompakt zu erhalten und ihn dabei nicht seiner Zeugnisse der Alltagskultur zu berauben, hat gestern bei einer Aussprache in Bozen die Zustimmung vom Direktor der Bahninfrastrukturen in Verona, Antonio Ciaravolo, erhalten Der Bahnhof Klausen zählt wie auch die andere Bahnhöfe an der Brennerstrecke zu einem einzigartigen Ensemble technischer Bauwerke von europäischem Rang. In den nächsten Jahren dürfte sich der Bahnhof des Künstler-Städtchens von seiner neuen – alten Seite zeigen. Die Grundidee des Revitalisierungskonzepts des Kuratoriums, die Identifikation des Bahnhofs mit einfachen Mitteln möglichst kompakt zu erhalten und ihn dabei nicht seiner Zeugnisse der Alltagskultur zu berauben, hat gestern bei einer Aussprache in Bozen die Zustimmung vom Direktor der Bahninfrastrukturen in Verona, Antonio Ciaravolo, erhalten. Mit dabei waren auch Architekt Andrea Pizzurro von der Bahnverwaltung in Bozen, sowie der Bürgermeister von Klausen Arthur Scheidle und die Kuratoriumsvertreter Ugo Sasso und Witti Mitterer. Auch wenn der Klausner Bahnhof anfangs nicht in der Liste der Leihbahnhöfe enthalten war, wird er demnächst über das Land an die Gemeinde übergehen, ließ Antonio Ciaravolo verlauten. Grund dafür ist die anbrechende Ära der unbemannten Bahnhöfe: die technische Automatisierung mit Stillegung von Fahrdienstleitung, Fahrkartenschalter und weiteren Dienstleistungen hat auch am Klausner Bahnhof neue Fakten geschaffen. Außer den Räumlichkeiten für technische Apparaturen der Bahn könne der Bahnhof für das Revitalisierungsmodell zur Verfügung stehen. Erfreulich ist die einstweilige Sicherstellung der ausgedienten Weichenanlage, Stellwerk, elektrischer Schaltanlagen ecc., die für den künftigen Schaubereich in den weiterhin öffentlichen Fahrgasträumen und im Außenbereich für altösterreichisches Bahnhofsflair aus der k.u.k.-Zeit sorgen werden. Mit einem eigenen Pilotmodell im Maßstab 1:33 soll das Neunutzungskonzept in Klausen veranschaulicht werden. Typische Elemente wie Fahrkartenschalter, Gepäcksaufbewahrung, Erinnerungsstücke z.B. Fahrpläne, Zeichnungen und Skizzen aus der Bauphase, mit Hinweis auch auf die Grödnerbahn, die von Klausen aus über das noch erhaltene Viadukt bis 1960 nach Plan gedampft ist, sollen durch eingezogene vandalensichere Glaswände dargeboten werden. Interaktiv vernetzte Flächen sollen mit Informationen von öffentlichem Nutzen, wie Wetterbildkamera, lokalen Kulturveranstaltungen und Spots über Eisacktaler Betriebe, in Verbindung zur weiterführenden Erklärung mit dem Technikmuseum, bespielt werden. Das Pilotmodell wird derzeit in Zusammenarbeit mit Architekturstudenten der Uni Innsbruck realisiert und wird vor Jahresende der Öffentlichkeit vorgestellt. Bürgermeister Scheidle hat auch im Namen des Kuratoriums der Staatsbahnverwaltung für die Kooperation gedankt. ?Im Bahnareal werden der Busbahnhof, die Freizeitanlage, das Fernheizwerk (in der Lok-Remise) und Wohnungen realisiert. Der im Vorfeld des Bahnhofs bereits vorbildlich restaurierte Gasthof Krone aus der Zeit des k.u.k.-Bahnbaues schließt das Ensemble.? Aus der Sicht des Kuratoriums ist es Ziel, Alt mit Neu zu verbinden und dabei die bauliche Ausstrahlung der Bahnhöfe zu erhalten. Sie sollen als Monumente der Technik und Kleindenkmäler im neuen gesellschaftlichen Kontext des Verkehrs- und Kommunikationszentrums ?Bahnhof? verständlich und attraktiv gemacht werden.