Technik zum Anfassen ?Experimenta 06? im Rahmen der Langen Nacht der Museen, ein voller Erfolg

Die Infos aus erster Hand wurden erstmals in der Technikkathedrale von
Kardaun, von Schülern der Geometerschule Peter Anich und der Gewerbeoberschule
Galileo Galilei in Begleitung ihrer Tutoren fach- und sprachübergreifend
anschaulich dargeboten
Über 700 MuseumsbummlerInnen haben sich anlässlich der „Experimenta 2006“ in die
Technikkathedrale von Kardaun gedrängt, die natürlich zum Anlass festlich
herausgeputzt war. Vor dem Hintergrund von Generatoren, Drehzahlreglern,
Schauturbinen im Blickkontakt mit den riesigen Druckrohrleitungen, die das
Enel-Kraftwerk „Carlo Cicogna“ mit Eisackwasser speisen, haben erstmals in
dieser Dimension Jugendliche an Experimentiertischen Technik live zum Anfassen
geboten.
An zwölf Versuchsstationen längs eines innovativen Didaktiklehrpfads
wurde anhand von spannenden Experimenten Hintergrundwissen rund um die
physikalischen Phänomene des elektrischen Stroms vermittelt. Die Infos aus
erster Hand wurden erstmals von Schülern der Geometerschule Peter Anich und der
Gewerbeoberschule Galileo Galilei in Begleitung ihrer Tutoren fach- und
sprachübergreifend so anschaulich dargeboten, dass zahlreiche Experimente oft
vor dem selben jungen begeisterten Publikum mehrmals wiederholt werden mussten.

Die Versuche boten Technik pur im Tiefgang an: anschaulich und
nachvollziehbar wurden auch komplizierte Zusammenhänge aufgezeigt, die
Einsichten boten in die uns umgebende Natur und die so die Jugendlichen zum
Staunen und Nachdenken angeregt haben. Gar bei manchem wurde spontan vor allem
durch das interaktive Mittun Neugier und Forschernatur geweckt.
Absolutes
Gedränge herrschte am Nachmittag rund um die Experimentiertische, bei denen der
Würstel-Gartest zwischen Minus- und Pluspol, das Senden und Empfangen von
Radiowellen oder die Entladungsblitze aus dem Bandgenerator gezeigt wurden. An
einer weiteren stark besuchten Versuchsstation wurde mit echten Bernsteinen die
elektrostatische Aufladung vorgeführt.
Ziel der Initiative, die sich im
Rahmen der Langen Nacht der Museen abgewickelt hatte, war es einmal den
Technikschauplatz des mit 700 Giga kWh Jahresleistung wohl grössten Südtiroler
Kraftwerks zu öffnen und somit das Bewusstsein für die Schätze der Technik im
Lande zu vertiefen, andererseits den Ablauf technischer Vorgänge nachvollziehbar
zu gestalten. Technik bestimmt unser Leben. Wir sind ja täglich von einer
Vielzahl von technischen Geräten umgeben, die wir ganz selbstverständlich
benutzen- zumeist ohne zu wissen wie sie funktionieren oder aber uns erst
bestenfalls beim nächsten Stromausfall darauf zu besinnen. Dabei setzt die
Technik höchst raffinierte Naturgesetze ein, um den Alltag zu erleichtern und um
frei nach dem Motto „ Die Sklaven aus der Steckdose“ die menschliche Arbeit
effizienter zu gestalten.

Die Technikkathedrale in Kardaun ist auch bei
Einbrechen der Dunkelheit zum Aktionsraum geworden, als Nachteulen sich zur
Party eingefunden haben, die mit Musik vom Aluna Quartet (Zeno Breitenberg,
Harti Mumelter und andere) und Kulinarischem von Karlheinz Steiner, Reschen,
verwöhnt wurden.
Kuratorium für technische Kulturgüter, Enel und Oberschulen
haben sich gemeinsam mit allen Anwesenden über den grossen Erfolg besonders
gefreut.