Gesamtkunstwerk Bahn, ein europäisches Unikat

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Die Bahnlandschaft Bozen-Innsbruck
Ausstellungen, Publikation uns Slide-Show Auf grosses Echo gestossen sind die für Herbst 2007 geplanten Initiativen, die die Bahnlandschaft längs der Brennerachse aufwerten und dokumentieren. Wachting Road in den rollenden Zügen, die zwischen Innsbruck und Bozen und darüberhinaus verkehren, von rund 100 ausgewählten, exklusiven Fotodokumenten in A3 ?Format oder im Bedarfsfall auch grösser. Fotografisch festgehalten wurden die Hochbauten längs der Südtiroler Bahnstrecke zwischen 1991 und 1994 vom international bekannten Fotografen Walter Niedermayr, während der nordtiroler Abschnitt vom Innsbrucker Architektur-Fotografen Christof Lackner jetzt erst dokumentiert wurde.

Als weitere Kristallisationspunkte des Ausstellungsgeschehens sind die Bahnhöfe von Innsbruck, Bozen und später auch das Besucherzentrum des BBT in der Franzensfeste vorgesehen. Dort soll die Bilddokumentation in Digitalversion auf Grossbildschirm im looping gezeigt werden. Eine eigens komponierte „“Filmmusik““ soll die Bilderschau musikalisch dezent untermalen. Der akustische „“Background““ wird vom Klangforum, einer internationalen Komponisten-Vereinigung, betreut vom Musikwissenschaftler Albert Mayr, bereitgestellt und über Wettbewerb ermittelt. Thema ist die Klanglandschaft Zug. Die Musik wird auch im Herbst 2007 im Rahmen des 25. Festivals für zeitgenössische Musik uraufgeführt.
Ein weiterer Ausstellungspunkt ist im Archiv für Baukunst im Adambäu in Innsbruck geplant, wo im Blickkontakt mit dem Innsbrucker Bahnhofsambiente, die Bauaufnahmen der Studierenden an der Uni Innsbruck gezeigt werden.

Die Publikation/Ausstellungskatalog 250 Seiten, herausgegeben im Athesia-Verlag, zielt in erster Linie darauf ab, den besonderen Stellenwert der Region Tirol im Bereich der Transporte und der Kommunikation herauszuarbeiten und die technischen Leistungen in einen neuen, kulturhistorischen Zusammenhang einzuordnen.
Die unwirtliche Beschaffenheit des Geländes und die grossen Höhenunterschiede waren Ansporn und Herausforderung für technische Pionierleistungen im Bereich des Wege- und Strassenbaus, der Eisenbahnen und Bergbahnen sowie für die zahlreichen grossen und kleinen Erfindungen, die vielfach der breiten Öffentlichkeit unbekannt sind. Ausgehend vom Technikschub soll am Beispiel zahlreicher Fachbeiträge die Veränderung analysiert werden, die mit der technischen Innovation Hand in Hand geht und im Wechselspiel zwischen damals und heute zu einer neuen Standortbestimmung geführt hat.

Film: Im Rahmen der Kuratorium/RAI-Fernsehserie „“Drehmomente““ mit Start im Abendprogramm vom Rai Sender Bozen bereits im vergangenen April wird termingerecht mit Symposium und Ausstellungseröffnung im Herbst eine dreiteilige Filmdokumentation über die Brennerbahn gestaltet. Dabei wird die Bahn aus einem kulturhistorischen, wirtschaftlichen und ingenieurtechnischen Blickwinkel betrachtet.
Das Bahn-Special läuft in Zusammenarbeit mit Rai und ORF und wird jeweils am Samstag nach der Tagesschau am 3. November, 17. November und 1. Dezember ausgestrahlt. Die Film-Doku wird von der Stiftung Südtiroler Sparkasse finanziell unterstützt
Symposium, in Erinnerung an den Bahnbau von 1867, als im Sommer die erste Dampflok über den Brenner gedampft ist.
Das Symposium, gliedert sich in zwei Themenblöcke: es soll in differenzierter Form über das neue Bedürfnis von Mobilität nachgedacht werden, sowie Neunutzungskonzepte und Impulse zur Aufwertung von historischen Bahnhofsbauten angeschnitten werden.

Das Kuratorium für technische Kulturgüter möchte die Beteiligten mit Insiderinformationen versorgen und mit ausgewählten Fachleuten in Verbindung bringen, die anhand von umgesetzten Beispielen neue Möglichkeiten und Wege aufzeigen oder zu den verschiedenen Visionen konkrete Aussagen machen, indem sie Nutzungspotential und langfristige Interessen analysieren.
In einer hochkarätigen Runde soll -startend vom Eisenbahnfieber der Stunde Null- über Widerstände und Quantensprünge nachgedacht werden, die dank des Bahnbaus unsere Lebens- und Freizeitgewohnheiten, unseren Wirtschafts- und Landschaftsraum nachhaltig verändert haben.