Lokomotiven der Bahn Lana-Burgstall kehren zurück

Lokomotive während der Restaurierung in Neumarkt, 2025

Nach den drei jahrelang währenden Sanierungsarbeiten kehren die historischen Lokomotiven der Bahn Lana-Burgstall an ihre „Heimat – Standorte“ zurück.

Mit einem Sondertransport wurden am 5. Oktober die Zwillings-Lokomotiven der von Ing. Josef Riehl geplanten Lokalbahn Lana-Burgstall nach Lana zum Tribusplatz und nach Burgstall zum neu gestalteten Standort in die Bahnhofsstrasse befördert. Bei ihrer Ankunft in Lana bzw. in Burgstall wurde den beiden E-Loks grosser Bahnhof gemacht. Schliesslich waren sie von Dezember 2023 bis Herbst 2026 in einer Lagerhalle in Neumarkt untergebracht, wo beide E-Lokomotiven Baujahr 1913 unter der Leitung des Kuratoriums für Technische Kulturgüter einer tiefgreifenden Sanierung unterzogen worden sind.

Im Anschluss an das aufwendige Sandstrahlen, wurden die vermorschten Holzteile im Führerstand ausgetauscht.

Die Fenstereinfassungen, die Seitenwände und insbesondere Dach und Boden wurden in detaillierter Kleinarbeit rekonstruiert. Ebenfalls originalgetreu nachgebildet wurden die Metallteile, die verrostet oder willkürlich abmontiert und entwendet worden sind.

Es folgten dann die Grundierung der Primärkonstruktion und des Fahrwerks mit einem speziellen Rostschutzmittel und anschliessend die sehr heikle Passage des Streichens mit der moosgrünen Spezialfarbe. Das Lackieren erfolgte in einem Staubfreien und absolut trockenen Ambiente. Dies, um auch nur eine geringe Luftfeuchtigkeit und die damit verbundene mögliche Kondensbildung zu vermeiden. Somit wurde die Haltbarkeit der letzten Farbschicht definitiv garantiert.

Liebevoll restauriert wurden auch die Firmenschilder, Lampen, Stromabnehmer, die Steuerung und Bremsvorrichtung. Die neuen Fenster wurden fix verschlossen, um möglichen Vandalenakte vorzubeugen. Die Arbeiten wurden vom Kuratorium für technische Kulturgüter koordiniert und vom Schmied Hannes Senoner kompetent und handwerklich ausgeführt.

Die Halle wurde für die Sanierungsarbeiten von Stahlbau Pichler und Sebastian Mazzarol zur Verfügung gestellt. Für den Witterungsschutz und die Alarmsicherung wird in den nächsten Monaten gesorgt werden.

Ohne die beiden E-Loks und den dazugehörenden Güterzuggarnituren hätten die Früchte aus dem Südtiroler Apfelparadies nie die Aussengrenzen der k.k. Monarchie und darüber hinaus erreicht. Sie sind für den wirtschaftlichen Aufschwung des Burggrafenamtes mitverantwortlich.

Eckdaten:

BAHN LANA BURGSTALL

E-LOKOMOTIVEN der Siemens-Schuckert Werke, Wien

Baujahr 1912

In Betrieb 1913 – 1974

Standort Lana, Tribusplatz, Standort Burgstall, Bahnhofstrasse

Masse und Gewicht einer E-Lokomotive:

Länge, 8,5 Meter

Breite, 2,8 Meter

Höhe 3,8 Meter (ohne Stromabnehmer)

Gewicht, 20 Tonnen

Dank an:
Erdbau (Transport), Cristelli (Kranarbeiten), Pichler Stahlbau (Lagerhalle), Hannes Senoner (Schmiedearbeiten), Wildbachverbauung/Bevölkerungsschutz der Südtiroler Landesverwaltung (Maurerarbeiten), Gemeinden Burgstall und Lan