Bahnwärterhaus Nr. 207 Mauls

ArchitekturEisacktalFreienfeldMauls19. JahrhundertSpätes 19. Jahrhundert

Bahnwärterhaus Nr. 207 Mauls

Freienfeld
1867
Von der Ruine zum Denkmal in Erinnerung an die Gefallenen beim Bahnbau von 1867

Das baufällige Wärterhaus in Mauls aus der Zeit der Erbauung der Brennerbahn ist ein weithin sichtbares Zeugnis aus der Ära des Bahnbaus. Das Naturstein-Mauerwerk ist in der Originalsubstanz erhalten. Die musealisierte Bauruine ist den Erbauern der Brennerbahn gewidmet. Das Bahnwärterhaus wurde wie alle anderen Hochbauten der Brennerbahn nach den Normalien von Südbahnarchitekt Wilhelm von Flattich zwischen 1867 und 1872 realisiert. Es befindet sich auf einem schmalen Grundstücksstreifen direkt zwischen der Brennerautobahn A22 und der Brennereisenbahn. Der umliegende Naturraum mit seiner speziellen Thermik macht den Standort zur Oase für klimagerechte Pflanzengemeinschaften. Das Gebäude liegt auf einem kleinen Hügel und stellt sich selber aus.

DATEN

Sammlung: Architektur
Bezirk: Eisacktal
Aktueller Zustand: Ruine/baufällig
Inbetriebnahme: 1867
Projektant/Erfinder: Wilhelm von Flattich

Förderband für Ausbruchmaterial des Brennerbasistunnels
Dem Flusslauf folgend, schmiegt sich das schlanke Förderband an die Landschaftsformen an und belastet daher das Eisacktal nur mäßig. Dadurch wird der gesamte Schwerverkehr vermieden, der durch den Abtransport des Ausbruchmaterials auf der Straße anfallen würde. Außerdem verläuft dieses Förderband nur zu einem geringen Teil überirdisch, während der überwiegende Teil, mehr als 28 km, in Tunnel angelegt ist, ohne Staub- und Lärmbelastung. Das Förderband quert nahe dem Bahnwärterhaus in Mauls hoch über dem Talgrund das Wipptal, um dann im Arbeitsstollen zu verschwinden. Es steht als Symbol für die vollautomatisierten Arbeitsabläufe der Gegenwart im Gegensatz zur Handwerkskultur und Materialverarbeitung um die Jahrhundertwende.