26. Etschbrücke bei Sigmundskron

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26. Etschbrücke bei Sigmundskron

Bozen
1898
Neujahrsentschuldigungskarte um 1900 mit Darstellung der Fachwerkbrücke, dem Bahnhof Sigmundskron und dem Etschhafen als Umschlagplatz für Güter.

Die Überetscher Bahn startete am Bozner Südbahnhof, zunächst auf den Gleisen der Bozen-Meran-Bahn, und fuhr ab Sigmundskron auf eigener Trasse nach Kaltern. Die beiden erhöhten Endportale der Etschbrücke bilden vor dem Hintergrund von Schloss Sigmundskron einen markanten Blickfang und leiten über zur knapp 79 m langen Fachwerkbrücke, deren Obergurt einen flachen Bogen nachzeichnet. Aufgrund der Schrägstellung der Widerlager sind die beiden Fachwerkträger gegeneinander versetzt.

DATEN

Sammlung: Brücken und Viadukte
Bezirk: Bozen
Inbetriebnahme: 1898
Projektant/Erfinder: Ing. Josef Riehl
Erbauer/Konstrukteur: Baufirma Stern & Hafferl

Der Brückenschlag über die Etsch erfolgte 1898, als Bozen seine touristische Standortbestimmung vorantrieb und attraktive Ausflugsziele im Überetsch erschließen wollte. Die Bahn trägt die Handschrift von Ingenieur Josef Riehl; das Ausführungsprojekt der Brücke wurde von der Baufirma Stern & Hafferl sorgfältig geplant und umgesetzt. 1971 wurde die Bahn – zum Leidwesen vieler Pendlerinnen und Pendler aus dem Überetsch – eingestellt.

Heute wird die Etschbrücke bei Sigmundskron vorwiegend von Radfahrerinnen und Radfahrern genutzt.